Warum kann die Politik die Krise nicht stoppen?

oder: Was ist das eigentlich: „Kapitalismus“?
Eine Einführung in die Wertkritik

Vortrag und Diskussion von und mit Lothar Galow-Bergemann
(Publizist, langjährig freigestellter Personalrat, Stuttgart)

Mittwoch, 20.03.2013, 20 Uhr

react!OR, Frühlingstr. 17, 87435 Kempten

Obwohl wir mit so wenig Arbeit wie noch nie soviel Reichtum wie noch nie produzieren können, sollen wir immer länger arbeiten. Der alte Menschheitstraum vom guten Leben für alle ohne Mühe und Plackerei könnte in Zeiten der Mikroelektronik Wirklichkeit sein. Doch die einen sollen arbeiten bis zum Umfallen, die anderen werden für überflüssig erklärt, sprich arbeitslos. Was ist es, das da so grundsätzlich schief läuft?
Viele glauben, dass „wir ehrlich Arbeitenden von gierigen Spekulanten und Politikern betrogen werden“ und halten ihr Ressentiment für Kritik. Doch occupy, attac und andere Linke haben genauso wenig wie der Mainstream verstanden, was Kapitalismus ist. Die Krise gibt es nicht, weil sich „die Politik“, „die Banken“, „die Griechen“, „die Spekulanten“, „die Konsumenten“ oder sonst jemand falsch verhalten hätte. Im Gegenteil – alle haben das getan, was kapitalistisch „richtig“ ist. Doch der Kapitalismus ist ein System unpersonaler Herrschaft und abstrakter Reichtumsproduktion, der schon lange zur Fessel für den stofflichen Reichtum der Gesellschaft geworden ist. Wie funktioniert dieses System bzw. warum funktioniert es nicht?

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