Audio: „Israel ist an allem schuld“ Warum der Judenstaat so gehasst wird

Mitschnitt eines Vortrags von Olaf Kistenmacher

gehalten am 23. Juni 2015 in Esslingen/Neckar

gekürzte Fassung [57min]

Ungekürzte Fassung [71min]


 

Laut einer EU-Umfrage sahen 2010 65 Prozent der Deutschen in Israel eine »Gefahr für den Weltfrieden«. Zwei Jahre später schrieb Günter Grass in der Süddeutschen Zeitung, die »Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden«, und bekam dafür Beifall von ganz links bis rechtsextrem. Der Hass auf Israel wird gern mit der Politik der jeweiligen Regierung des jüdischen Staats erklärt. Doch warum richtet sich die Feindschaft aktuell nicht gegen das Nachbarland Syrien und gegen den „Islamischen Staat“ oder gegen die EU, an deren Außengrenzen so viele Menschen sterben? Der Vortrag wird die verschiedenen Wurzeln der Israel-Feindschaft in Deutschland ausloten: als Folge unbewusster Schuldgefühle wegen der Shoah
und als Konsequenz von seit über hundert Jahren bestehenden judenfeindlichen Vorstellungen. Im Zentrum des Vortrags steht die Israel-Feindschaft in der politischen Linken, in der man Antisemitismus eigentlich nicht erwarten sollte.

Olaf Kistenmacher, Hamburg, ist Historiker. Er schreibt für die Jungle World und Konkret. Mit Hans-Joachim Hahn hat er Anfang des Jahres den Sammelband
Beschreibungsversuche der Judenfeindschaft. Zur Geschichte der
Antisemitismusforschung vor 1944 herausgegeben.

Eine Veranstaltung des Komma Esslingen, des LAK Shalom der Linksjugend [‚solid] Baden-Württemberg und des Jungen Forums der DIG Stuttgart&Mittlerer Neckar

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