Hintergründe und Beispiele direkter Hilfsmöglichkeiten
Vortrag und Diskussion mit Evelyn Deller
Mittwoch, 29. April 2026, 19:30 Uhr, Stuttgart
Stiftung Geißstraße, Geißstraße 7, S-Mitte
Seit Beginn der russischen Invasion leisten verschiedene Gruppen militärischen Widerstand, während der antiimperialistische Charakter und die Kontinuität der ukrainischen antifaschistischen Selbstverteidigung oft verschleiert werden. Insbesondere die Gruppen in Deutschland, die sich selbst als antiimperialistisch bezeichnen, werden ihrem Anspruch nicht gerecht, verbreiten Falschmeldungen aus Russland und delegitimieren die Verteidigung der ukrainischen Bevölkerung.
Im Vortrag soll dieses verzerrte Bild anhand eines historischen Abrisses geschärft und neu geordnet werden, damit sich Linke aller Couleur in Deutschland künftig auch gegen russische Propaganda wappnen können. Deshalb wollen wir auch die Quellen der russischen imperialistischen Ideologie verstehen – und prüfen, ob sie überhaupt einen wahren Kern haben. Es ist wichtig, dass Linke nicht denselben Fehler wiederholen und nicht „versehentlich“ Spenden an russische rechtsextreme Bataillone leisten, erwiesenen Faschisten auf einer Rosa-Luxemburg-Konferenz eine Bühne bieten oder angebliche ukrainische antifaschistische Gruppen in auflagenstarken Zeitschriften als Gegenbeispiel für Waffenlieferungen anführen. Denn ja, all dies geschieht in Deutschland seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine, also seit 2014. Und die Unwissenheit führt jedes Jahr zur Bildung gefährlicherer Allianzen.
Der Vortrag schließt mit einer Präsentation selbstorganisierten, emanzipatorischen Widerstands am Beispiel der Gruppe „Radikale Hilfstruppe“ – ein Ansatz, der aufzeigen kann, wie praktische antifaschistische Bündnisse Frieden sichern können.
Eine Veranstaltung von Emanzipation und Frieden in Kooperation mit der Stiftung Geißstraße.