Klassenkampf: Zaubermittel gegen Faschismus?

Nachhaltige Antworten auf die autoritäre Welle müssen anders aussehen

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Sonntag, 13. September 2026, 18.00 Uhr, Leipzig

Eine Veranstaltung im Atari

Klassenkampf muss sein. Aber höherer Lohn macht nicht antirassistisch, bezahlbarer Wohnraum nicht feministisch und ein Kindergartenplatz nicht kritisch gegen Verschwörungsdenken. Arbeiter*innen sind nicht von Autoritären und Faschisten „verführt“, sie haben ihren eigenen Kopf. Können sie ihre Arbeitskraft nicht verkaufen, ist ihr Lebensunterhalt gefährdet. Dieser Zwang ist eine Brutstätte des Autoritarismus. Zumal in Krisenzeiten. „Wer setzt sich durch – ich oder du, wir oder sie?“ Die rechte Welle entspringt der menschenfeindlichen kapitalistischen Ellenbogenkonkurrenz. Nur Kämpfe, die die Fesseln des Interesses von Arbeitskraftverkäufer*innen sprengen, können antikapitalistisch, antipatriarchal und antifaschistisch sein. „Klassenidentität“ hilft da nicht weiter.

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Fallstricke der Emanzipation

Autoritäres in der Linken und antifaschistische Essentials heute

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Samstag, 12. September 2026, 18.30 Uhr, Roßwein

Jugendhaus Roßwein

Eine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe Die Verhältnisse zum Tanzen bringen

Alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist. Besser lassen sich Anspruch und Programm menschlicher Emanzipation nicht auf den Punkt bringen. Wenn der Begriff Links Sinn hat, dann diesen. Oft sehen linke Theorie und Praxis jedoch ganz anders aus. Was längst überwunden sein sollte, lebt auch in vielen linken und linksradikalen Strukturen und Denkweisen fort: Autoritarismus, Mackertum und die Herrschaft von Menschen über andere Menschen.

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“Nie wieder!” heißt auch: Aus linken Fehlern lernen

Essentials eines erfolgreicheren Antifaschismus

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Freitag, 11. September 2026, 19.00 Uhr, Chemnitz

Chemnitztalstraße 54, 09114 Chemnitz

Eine Veranstaltung von AJZ Chemnitz

Jahrzehntelang hat man sich in Deutschland damit gebrüstet, wie viel man aus der Geschichte gelernt habe. Doch wäre der Nationalsozialismus wirklich aufgearbeitet, gäbe es den Aufstieg der AfD nicht. Das offizielle „Nie wieder!“ vermag weniger denn je den braunen Dreck zu kaschieren, der über Generationen hinweg an Stamm- und Küchentischen weitergegeben wurde und heute wieder in großen Teilen der Gesellschaft kursiert. Menschenfeindliches, rassistisches und antisemitisches Denken und Handeln erfasst zunehmend auch die selbstgefällige „Mitte der Gesellschaft“, die sich „fern von allen Extremen“ wähnt. Nie seit 1945 war die autoritär-faschistische Gefahr so groß wie heute.

Doch auch in der Linken sind Nationalsozialismus und Antisemitismus oft immer noch nicht verstanden. Die Behauptung „das Volk wurde damals von den Nazis verführt“ traut den Menschen nicht zu, handelnde Subjekte zu sein. Das ist kompatibel mit der Überzeugung, man selbst sei zur „Führung der Arbeiterklasse“ berufen. Autoritarismus gibt es auch von Links. Besonders ausgeprägt erscheint er derzeit in dogmatischen „roten Gruppen“, die sich offen auf Führergestalten wie Lenin, Stalin und Mao berufen. Ganz so, als ob deren blutige Rezepte, die Millionen Menschenleben auf dem Gewissen haben, nicht längst desaströs gescheitert seien. Schon die „revolutionären“ Parolen der alten KPD blamierten sich 1933 auf dramatische Weise. Waren die K-Gruppen der 70er Jahre nur noch deren billiger Abklatsch, so sind ihre heutigen Wiedergänger nichts als der Abklatsch vom Abklatsch des Gescheiterten.

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Klassenkampf: Zaubermittel gegen Faschismus?

Nachhaltige Antworten auf die autoritäre Welle müssen anders aussehen

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Samstag, 5. September 2026, 15.00 Uhr, Buchholz in der Nordheide

Antifaschistische Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh

Klassenkampf muss sein. Aber höherer Lohn macht nicht antirassistisch, bezahlbarer Wohnraum nicht feministisch und ein Kindergartenplatz nicht kritisch gegen Verschwörungsdenken. Arbeiter*innen sind nicht von Autoritären und Faschisten „verführt“, sie haben ihren eigenen Kopf. Können sie ihre Arbeitskraft nicht verkaufen, ist ihr Lebensunterhalt gefährdet. Dieser Zwang ist eine Brutstätte des Autoritarismus. Zumal in Krisenzeiten. „Wer setzt sich durch – ich oder du, wir oder sie?“ Die rechte Welle entspringt der menschenfeindlichen kapitalistischen Ellenbogenkonkurrenz. Nur Kämpfe, die die Fesseln des Interesses von Arbeitskraftverkäufer*innen sprengen, können antikapitalistisch, antipatriarchal und antifaschistisch sein. „Klassenidentität“ hilft da nicht weiter.

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Palantir bei EnBW und Polizei: Demokratie ausgebootet

von Minh Schredle

Die Schweiz wollte die Palantir-Software Foundry nicht mal für umsonst, die EnBW nutzt sie seit Jahren. Aufsichtsrat und Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) übt Kritik – dabei hat die Landesregierung selbst ohne Rücksprache mit dem Parlament Palantir-Software für die Polizei eingekauft.

Zu viele Köche verderben den Brei – frei nach diesem Motto scheint manch ein Vertragsabschluss mit dem US-amerikanischen Software- und Überwachungsunternehmen Palantir abzulaufen. So hat Baden-Württembergs Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) offenbar erst kürzlich durch einen Bericht in der „Stuttgarter Zeitung“ (StZ) erfahren, dass das Energieunternehmen EnBW schon seit 2019 zum Kundenkreis des hochumstrittenen Konzerns gehört. Die EnBW-Aktien befinden sich zu 98 Prozent in öffentlicher Hand, Minister Bayaz sitzt im Aufsichtsrat. Doch dieses Kontrollgremium war nach Darstellung der StZ gar nicht in die Entscheidungsfindung einbezogen: Laut einem EnBW-Sprecher sei lediglich der „vom Aufsichtsrat etablierte Digitalisierungsausschuss“ unterrichtet worden. Dabei handelt es sich um ein beratendes Gremium, das nichts entscheiden darf.

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Zwischen Davidstern und Regenbogen

Über queer-jüdische Lebensrealitäten in Deutschland

Vortrag und Diskussion mit Rosa Jellinek

Montag, 12. Oktober 2026, 19.30 Uhr, Stuttgart

Sunny High, Bahnhofstraße 14-18, 70372 Stuttgart

Eine Veranstaltung von Queer*Feminismus Stuttgart und Emanzipation und Frieden

Wie lassen sich jüdische Tradition und Queerness miteinander vereinbaren? Und wie /safe/ sind queere Räume für Jüdinnen*Juden? In diesem Vortrag bietet Rosa Jellinek einen Blick hinter die Kulissen queer-jüdischen Alltags. Im ersten Teil sprechen wir über jüdische Texte und Gemeinschaften, die Queerness nicht als Widerspruch zu jüdischer Tradition verstehen. Danach schauen wir uns Ausschlüsse und Zugehörigkeiten von Jüdinnen*Juden in queer-politischen Bewegungen an und fragen uns abschließend, was es braucht, damit queere Räume wirklich für /alle/ da sind.

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Die klerikale Rechte im Krisenprozess

Workshop mit Minh Schredle

Freitag, 31. Juli 2026, 15.30 Uhr, Mühlhausen/Thüringen

Jugendherberge AntoniQ, Holzstr. 13, 99974 Mühlhausen

im Rahmen des Sommerseminars der Gruppe krisis vom 29. Juli bis 2. August 2026

Aus dem Ankündigungstext des krisis-Sommerseminars: Alle reden von der „Multiplen Krise“. Wir auch. Aber worum handelt es dabei überhaupt? Und was liegt ihr zugrunde? Wir sehen darin eine fundamentale Krise der warenproduzierenden Gesellschaft, die verschiedene Dimensionen hat. Auf unserem Sommerseminar wollen wir uns mit einigen dieser Dimensionen auseinandersetzen. Wir fragen, wie ökologische, wirtschaftliche, subjektive und politische Prozesse ineinandergreifen und welche gesellschaftlichen Dynamiken sich daraus ergeben. Welche Verbindungen bestehen zwischen Klimakrise und autoritärem Backlash? Warum geht die Sehnsucht nach starken Führungsfiguren häufig mit Technikbegeisterung und dem Hoffen auf technische Lösungen einher? Und wie wirken sich all diese Entwicklungen auf die Einzelnen aus: sozialpsychologisch, emotional und politisch?

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Mehr arbeiten für weniger Wohlstand

Über die Zumutungen „unserer Wirtschaft“

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Donnerstag, 30. Juli 2026, 19.00 Uhr, Brühl (Rheinland)

Mensa der Clemens-August-Schule, Clemens-August-Straße 33, 50321 Brühl

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gesellschaft für Kritische Bildung, Emanzipation und Frieden und Krisis-Kritik der Warengesellschaft

Kein Tag, an dem wir nicht aufgefordert werden, mehr zu arbeiten: „Habt mehr Bock auf Arbeit, Leistung, Wachstum, Wettbewerb“. Aber schon jetzt leiden immer mehr Menschen unter dem Arbeitsdruck und wünschen sich dringend, weniger zu arbeiten. Stattdessen müssen sie sich anhören, sie würden „zu viel krankmachen“.

Angeblich sollen wir mit mehr Arbeit „unseren Wohlstand sichern.“ Aber trotz jahrzehntelangen Wirtschaftswachstums wird Wohnen unbezahlbar, steigen Lebenshaltungskosten, wächst Armut. Soziales, Bildung und Gesundheit sind „zu teuer“. Klimaschutz wird sowieso vernachlässigt.

Dass es den Jüngeren einmal schlechter gehen wird, ist ein offenes Geheimnis. Viele fragen sich: Soll das mein Leben sein? Ständig im Stress, Minirente mit 75 und das war’s dann? Ein merkwürdiger „Wohlstand“. Wer hat darauf schon Bock?

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Fallstricke der Emanzipation

Autoritäres in der Linken und antifaschistische Essentials heute

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Mittwoch, 29. Juli 2026, 19.00 Uhr, Wiesbaden

Kreativfabrik, Murnaustr.2

Eine Veranstaltung von Ki:Wi Kritische Intervention Wiesbaden

Alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist. Besser lassen sich Anspruch und Programm menschlicher Emanzipation nicht auf den Punkt bringen. Wenn der Begriff Links Sinn hat, dann diesen. Oft sehen linke Theorie und Praxis jedoch ganz anders aus. Was längst überwunden sein sollte, lebt auch in vielen linken und linksradikalen Strukturen und Denkweisen fort: Die Herrschaft von Zwangsgemeinschaften und von Menschen über andere Menschen.

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Gefährliche Zeiten für die Pressefreiheit

Rede auf der 810. Montagsdemonstration gegen Stuttgart 21 am 22. Juni 2026

von Minh Schredle, Redakteur der Kontext:Wochenzeitung

Liebe Demonstrantinnen und Demonstranten

ich möchte mich herzlich für die Gelegenheit bedanken, hier zu einem Thema reden zu dürfen, das in erster Linie nichts mit der Schnapsidee zu tun hat, für teuer Geld einen funktionstüchtigen Verkehrsknoten kaputt zu machen. Ich glaube aber, dass es um einen Fall mit grundsätzlicher Bedeutung geht. Und der könnte durchaus relevant werden für die Berichterstattung über skandalöse Großprojekte, dreiste Lügen und vertuschte Missstände.

Acht Jahre und 130.000 Euro – das sind Zahlen, die Kritikerinnen und Kritiker der Deutschen Bahn erstmal müde belächeln werden. Verglichen mit dem Maßstab S21 geht es um eine überschaubare Zeitspanne und eine mickrige Geldsumme. Das Medienprojekt Kontext hat sich aber mehr als seine halbe Lebenszeit mit diesem Fall auseinandergesetzt. Acht Jahre lang hat uns ein Rechtsstreit beschäftigt, der jetzt an einem unrühmlichen Ende angelangt ist.

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Ein Sadist bei der Polizei

Langsames Disziplinarverfahren

von Minh Schredle

Seit 2017 ist bekannt, dass der Polizist Rainer Jäger (Name geändert) mit Gewalttaten prahlt – zum Beispiel, wenn „Zecken“ nach dem 1. Mai nicht mehr laufen können. Ein Disziplinarverfahren stehe kurz vor dem Abschluss, versichert das zuständige Präsidium in Göppingen seit zehn Monaten.

Jeder einzelne Fall sei „einer zu viel!“, war im April 2021 in der „Polizei-Zeitschrift Baden-Württemberg“ (DPZ) zu lesen. Nachdem diverse Skandale um rechtsextreme Chatgruppen öffentlich geworden waren, ist damals gerade die „Koordinierungsstelle Werte“ gegründet worden. Diese stellt sich in dem Heft vor, versichert, ein Problem mit strukturellem Rassismus oder sonstiger Diskriminierung gebe es nicht bei der Polizei. Aber die Messlatte hängt „für uns aufgrund unserer besonderen Stellung als Trägerin des staatlichen Gewaltmonopols und unserer Aufgabe als Demokratieschützerin hoch“. Das „Fehlverhalten Weniger“ könne „uns alle zu Unrecht in ein falsches Licht rücken“, heißt es weiter. Und daher, erklärt Andreas Renner, der federführende Verantwortliche für die gelebte Wertekultur bei der Polizei, „ist es Zeit, den Blick verstärkt nach innen, auf uns selbst, zu richten“.

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Beat des Kaddischs – zu Allen Ginsbergs 100. Geburtstag

von Thomas Tews

Vor 100 Jahren wurde der jüdische Dichter Allen Ginsberg, ein Protagonist der US-amerikanischen ‚Beat Generation‘, geboren. Seine lyrischen Werke, wie das seiner verstorbenen Mutter gewidmete Gedicht „Kaddisch“, berühren noch heute.

Allen Ginsberg wurde am 3. Juni 1926 im Beth-Israel-Krankenhaus in Newark im US-Bundesstaat New York geboren. Seine Mutter Naomi Ginsberg stammte aus einer jüdischen Familie: Ihr Vater Mendel Livergang war nach einem 1905 in der seinerzeit russischen (heute belarusischen) Stadt Witebsk (Wizebsk) erfolgten Pogrom gegen die damals ein Drittel der Stadtbevölkerung ausmachenden Jüdinnen*Juden in die USA ausgewandert (wobei sein Name in Morris Levy abgeändert worden war) und hatte sich dort in einem alten jüdischen Viertel Manhattans niedergelassen. Ginsbergs Vater Louis Ginsberg war der Sohn jüdischer Immigrant*innen aus Lwow (Lviv) in der heutigen Westukraine, die 1880 nach Newark, wo sie Verwandte hatten, gekommen waren.

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Autoritäre Versuchungen in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Samstag, 11. Juli 2026, 15.30 bis 17.00 Uhr, Bad Berleburg

Bürgerhaus, Am Marktplatz 1

Eine Veranstaltung der Initiative Demokratie und Menschlichkeit Wittgenstein

Klima, Krieg, Inflation, Sorge um die wirtschaftliche Existenz und sozialen Abstieg… Vieles beunruhigt. Einfache Antworten gibt es nicht. Aber manchen erscheinen sie verlockend. Autoritäre Politikkonzepte werden attraktiver. Freiheit wird mit Ellenbogenegoismus verwechselt. Die Suche nach „den Schuldigen“ vermischt sich mit der Sehnsucht nach dem „starken Mann“. Krisenzeiten waren selten gut für die Demokratie. Wie können wir die Gesellschaft angesichts großer ökologischer und sozialer Herausforderungen krisenresistenter gestalten und auf einen guten Weg kommen?

Rojava

Geschichte, Gegenwart und Zukunft einer kurdischen Autonomie

Vortrag und Diskussion mit Dastan Jasim

Donnerstag, 25. Juni 2026, 19.30 Uhr, Stuttgart

Laboratorium, Wagenburgstraße 147

14 Jahre ist es her, dass Rojava (kurdisch für Westen) sich entwickelte und schliesslich zur Autonomie erklärte – und dieser Weg war lang. Einerseits ist es keineswegs einfach gewesen, basisdemokratische und feministische Ideen in einem Land durchzusetzen, das in seiner Geschichte nur Diktatur und Unterdrückung kannte. Andererseits sah sich Rojava direkt zu Beginn eines existenziellen Kampfes gegen den Islamismus gegenüber, sowohl in Form des IS als auch in Form der Türkei und ihrer islamistischen Schergen bis hin zur aktuellen jihadistischen Technokratie, die von der internationalen Gemeinschaft toleriert und oft unterstützt Fakten schafft, in denen Kurden seit Jahren für Gleichberechtigung, Frauenbefreiung und ein neues BIld von einer Gesellschaft kämpfen. In diesem Vortrag beleuchtet Dastan Jasim die Geschichte dieser Region, die Chronologie der Autonomie Rojava sowie die aktuelle Lage.

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Autoritäre Rebellion

Wie antimoderne Reflexe breite Schichten der Gesellschaft erfassen und sie immer weiter nach rechts rücken

Lesung und Gespräch mit Andreas Speit

Dienstag, 23. Juni 2026, 19.30 Uhr, Schorndorf

Manufaktur, Hammerschlag 8, 73614 Schorndorf

»Sie sind Familienangehörige, Freunde, Bekannte, Vereinsmitglieder, Doppelkopfspielende, Tennispartnerinnen oder Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr. Sie haben sich entschieden: Diese Bundesrepublik ist nicht mehr ihre Republik. Wir kennen sie, sie sitzen nicht nur in den Parlamenten oder Talkshows, sie sitzen auch an Küchen- oder Stammtischen. Sie sind wie wir, sie kommen aus der Mitte der Gesellschaft. Ihre Revolte strebt ins Autoritäre.«

In seiner kenntnisreichen Analyse beschreibt der Rechtsextremismus-Experte Andreas Speit, warum in breiten Schichten der Gesellschaft antimoderne Vorstellungen dominieren und welche Folgen ihre damit einhergehende Radikalisierung hat: Anzweiflung der Realität, Ablehnung des Rechtsstaats, Delegitimierung der Demokratie.

Moderation: Dr. Andreas Baumer, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg

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Recherche gegen Rechts

Projektvorstellung

mit Minh Schredle

Donnerstag, 28. Mai 2026, 19.30 Uhr, Ludwigsburg Wird verschoben. Neuer Termin folgt.

DemoZ, Wilhelmstraße 45/1, 71638 Ludwigsburg

Seit 2018 befindet sich die Kontext:Wochenzeitung im Rechtsstreit mit einem Neonazi. Dank einer erfolgreichen Spendenkampagne kann die Wochenzeitung sich diese Auseinandersetzung leisten. Und nicht nur das: das Spendenziel wurde übertroffen, so dass mit dem Geld außerdem das Projekt „Recherche gegen Rechts“ aufgebaut werden konnte, um einschlägigen Strukturen in Baden-Württemberg auf den Zahn zu fühlen und Recherchen zu finanzieren, die ansonsten unbezahlbar für die Zeitung wären.

Am 28. Mai stellt Kontext-Redakteur Minh Schredle die dabei entstandene Broschüre im DemoZ vor und gibt einen Einblick in das Projekt und die Recherchen.

Radikale Arbeitszeitverkürzung gegen Rechts

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Montag, 8. Juni 2026, 20.30 Uhr, Stuttgart

Theater Rampe, Filderstrasse 47, Stuttgart

Eine Veranstaltung der Montage-Gruppe

Wir sollen „mehr Bock“ haben auf „Arbeit, Leistung, Wachstum und Wettbewerb“, um „unseren Wohlstand zu sichern“. Doch was für ein „Wohlstand“ soll das sein? Schuften ohne Ende? Für noch mehr Autos? Noch mehr Plastik im Meer? Noch mehr CO2? Noch höhere Finanzgebirge? Ständiger Stress, kaum Zeit für’s Leben? Sich dann auch noch anhören müssen, wir würden „zu viel krankmachen“? Und am Ende Minirente mit 75? Wer hat darauf schon Bock?

„Wirtschaftswachstum“ ist der moderne Gott, dem wir alle dienen müssen. Wir arbeiten für eine Megamaschine, die unendlich Geld anhäuft und Mensch und Natur ihrem Diktat unterwirft. Die Klimakrise ist ihr ebenso geschuldet wie die wachsende Kluft zwischen Reich und Arm, Vernachlässigung von Gesundheit, Bildung und Sozialem, unbezahlbare Wohnungen und Renten.

Computer und Roboter könnten uns viel Arbeit abnehmen. Aber wir sollen immer mehr arbeiten, weil die Megamaschine Konkurrenz statt Kooperation von uns verlangt. Niemand vertritt dieses Prinzip brutaler als Autoritäre und Faschisten. Die Rechtsentwicklung fällt nicht vom Himmel, sie erwächst aus der Ellenbogenlogik „unserer Wirtschaft“.

Kampf gegen Rechts kann erfolgreich sein, wenn er sich mit dem Wunsch von immer mehr Menschen nach wesentlich mehr Zeit für ein erfülltes und sinnvolles Leben verbündet. Kämpfe um radikale Arbeitszeitverkürzung und gesellschaftliche Selbstorganisation sind der Schlüssel für humanes und naturverträgliches Wirtschaften. Gewerkschaften können eine zentrale Rolle dabei spielen, wenn sie ihr großes Potential als Massenorganisationen der Fachkräfte für den stofflichen Umbau erkennen und mobilisieren.

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Sozialdarwinistische Zustände

Tödliche Gewalt gegen wohnungslose Menschen

Vortrag und Diskussion mit Merle Stöver

Dienstag, 2. Juni 2026, 19.30 Uhr, Stuttgart

Altes Feuerwehrhaus Süd, Möhringer Str.56

Jedes Jahr werden wohnungs- und insbsondere obdachlose Menschen Opfer tödlicher Gewalt. Doch obwohl in zahlreichen Fällen die rechten Tatmotivationen auf der Hand liegen, bleiben eine politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Taten und ein Erinnern an die Opfer meist aus. Die Marginalisierung, die wohnungslose Menschen in allen Lebensbereichen erfahren, setzt sich auch nach ihrem Tod fort.

Der Vortrag wirft einen Blick auf die langen Kontinuitäten sozialdarwinistischer Verfolgung und Gewalt, beleuchtet einerseits Gewalterfahrungen von wohnungslosen Menschen und dikutiert andererseits Motive und Motivationen sozialdarwinistischer Gewalt.

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Radikale Arbeitszeitverkürzung: Für ein besseres Leben – Gegen Rechts

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Samstag, 16. Mai 2026, 14.00 Uhr, Gorleben

Beluga-Dreieck

Eine Veranstaltung im Rahmen des MSNT – Das solidarische Festival im Wendland während der Kulturellen Landpartie

Wir sollen „mehr Bock“ haben auf „Arbeit, Leistung, Wachstum und Wettbewerb“, um „unseren Wohlstand zu sichern“. Doch was für ein „Wohlstand“ soll das sein? Schuften ohne Ende? Für noch mehr Autos? Noch mehr Plastik im Meer? Noch mehr CO2? Noch höhere Finanzgebirge? Ständiger Stress, kaum Zeit für’s Leben? Sich dann auch noch anhören müssen, wir würden „zu viel krankmachen“? Und am Ende Minirente mit 75? Wer hat darauf schon Bock?

„Wirtschaftswachstum“ ist der moderne Gott, dem wir alle dienen müssen. Wir arbeiten für eine Megamaschine, die unendlich Geld anhäuft und Mensch und Natur ihrem Diktat unterwirft. Die Klimakrise ist ihr ebenso geschuldet wie die wachsende Kluft zwischen Reich und Arm, Vernachlässigung von Gesundheit, Bildung und Sozialem, unbezahlbare Wohnungen und Renten.

Computer und Roboter könnten uns viel Arbeit abnehmen. Aber wir sollen immer mehr arbeiten, weil die Megamaschine Konkurrenz statt Kooperation von uns verlangt. Niemand vertritt dieses Prinzip brutaler als Autoritäre und Faschisten. Die Rechtsentwicklung fällt nicht vom Himmel, sie erwächst aus der Ellenbogenlogik „unserer Wirtschaft“.

Kampf gegen Rechts kann erfolgreich sein, wenn er sich mit dem Wunsch von immer mehr Menschen nach wesentlich mehr Zeit für ein erfülltes und sinnvolles Leben verbündet. Kämpfe um radikale Arbeitszeitverkürzung und gesellschaftliche Selbstorganisation sind der Schlüssel für humanes und naturverträgliches Wirtschaften. Gewerkschaften können eine zentrale Rolle dabei spielen, wenn sie ihr großes Potential als Massenorganisationen der Fachkräfte für den stofflichen Umbau erkennen und mobilisieren.

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