Wachstumszwang und Klimacrash

Warum die CO2-Steuer nicht weiterhilft und es keinen grünen Kapitalismus geben kann

Vortrag und Diskussion mit Norbert Trenkle

Donnerstag, 30. Januar 2020, 19.30 Uhr, Stuttgart

Laboratorium, Wagenburgstr.147

Klimawandel und ökologische Zerstörung lassen sich mit CO2-Steuer und ähnlichen Maßnahmen nicht aufhalten. Denn die zerstörerische Wachstumsdynamik ist im Herzen der kapitalistischen Produktionsweise angelegt, die immer nur auf die endlose Vermehrung des abstrakten Reichtums („Wert“) zielt. Daher lässt sie sich weder durch marktwirtschaftliche Steuerungsmaßnahmen noch durch individuelle Konsumveränderung aushebeln. Noch grundsätzlicher gesprochen: einen „grünen Kapitalismus“ kann es nicht geben. Vielmehr muss eine grundlegende Transformation der gesellschaftlichen Reichtumsproduktion angestrebt werden. Es geht darum, die Produktion nach Kriterien stofflicher Vernunft umzubauen. In diese Richtung weisen beispielsweise Forderungen nach einem kostenlosen ÖPNV und der massiven Einschränkung des Autoverkehrs oder nach einer Kommunalisierung und Dezentralisierung der Energieversorgung. Erfolgreich können solche Schritte aber nur sein, wenn sie mit einer konsequenten Zurückdrängung von Warenproduktion und Marktlogik einhergehen.

Norbert Trenkle, Nürnberg, ist Redakteur der Zeitschrift krisis – Kritik der Warengesellschaft

Eine Kooperation von Laboratorium und Emanzipation und Frieden

Ein Gedanke zu „Wachstumszwang und Klimacrash

  1. Pingback: Wachstumszwang und Klimacrash | Krisis

Kommentare sind geschlossen.