Anthroposophie – Eine kurze Kritik

Online-Vertrag und Diskussion mit André Sebastiani

Donnerstag, 10. Dezember 2020, 19.30 Uhr

Eine gemeinsame Veranstaltung von Grüne Jugend Stuttgart und Emanzipation und Frieden

Was haben die beliebten Demeter-Produkte aus dem Bio-Regal und die Waldorfschulen gemeinsam? Die zugrunde liegende esoterische Weltanschauung, die Anthroposophie. Sie wurde Anfang des vergangenen Jahrhunderts durch Rudolf Steiner (1861-1925) begründet und ist heute die wohl einflussreichste esoterische Strömung in Europa. Bemerkenswerterweise ist die Anthroposophie dabei heute viel weniger bekannt als ihre sogenannten Praxisfelder, wie z.B. die Waldorfpädagogik, die biologisch-dynamische Landwirtschaft (Demeter) oder die anthroposophische Medizin. Die Praxisfelder sind jedoch mit der Anthroposophie untrennbar verwoben und so lohnt sich ein Blick, welche Weltanschauung sich dahinter verbirgt. Rudolf Steiner behauptete durch hellsichtige „Schauung“ zu Erkenntnissen einer, für normale Menschen unsichtbaren, geistigen Welt gekommen zu sein. Diese angeblichen hellsichtigen Erkenntnisse sind bis heute die Grundlage der Anthroposophie. André Sebastiani gibt einen kritischen Überblick über die Anthroposophie und ihren Praxisfeldern und zeigt, warum er in ihr eine antiaufklärerische Weltanschauung sieht.

André Sebastiani ist Lehrer und arbeitet derzeit als Referent im Landesinstitut für Schule in Bremen. Er ist als Skeptiker in der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) aktiv und ist einer der drei Macher des Kinderwissenspodcasts Schlaulicht. Sein Buch „Anthroposophie – Eine kurze Kritik“ ist 2019 bei Alibri erschienen.