Audio: Unser Mann in Moskau. Der Ukraine-Konflikt und die deutsche Linke

Vortrag von Jörn Schulz, Redakteur der Wochenzeitung Jungle World

gehalten am 17. Juli 2014 in Stuttgart

 

Geht es um die Ukraine, spielen deutsche Linke verrückt. Während sich manche Grüne eifrig in der Verharmlosung ukrainischer Faschisten üben, hat Russland seit dem Beginn des Konflikts nicht nur unter Rechten, sondern auch in der Linken viele verständnisvolle Freunde gefunden. Präsident Putin gilt ihnen als wackerer Kämpfer gegen westliche Aggression und eine „faschistische Junta“ in Kiew, der sich mit der Krim nur genommen hat, was ihm ohnehin zusteht. Dass die sozialen Unterschiede in Russland krasser sind, der Staat repressiver ist als im Westen, spielt für diese Linken keine Rolle. Stalinistische Nostalgie und antiamerikanische Ressentiments haben in der Linken immer eine Rolle gespielt, nun scheinen viele die Gelegenheit zu sehen, sich endgültig von allen emanzipatorischen Zielen zu trennen.

Eine gekürzte Version des Vortrags wurde am 22. August 2014 im Freien Radio für Stuttgart gesendet.

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