Audio: Kollektive Unschuld. Die Abwehr der Shoah im deutschen Erinnern

Buchvorstellung mit Samuel Salzborn

Online gehalten am 18. November 2020

Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Shoah galt lange als bundesdeutsche Erfolgsgeschichte. Dieses Image beginnt mit der zunehmenden Rechtsradikalisierung in Politik und Gesellschaft mehr und mehr zu bröckeln. Im bundesdeutschen Selbstbild wurde hingegen schon immer die Geschichte der Schuld- und Erinnerungsabwehr, der Täter-Opfer-Umkehr, der Selbststilisierung als Opfer und der antisemitischen Projektion ausgeblendet. Eine (selbst-)kritische Aufarbeitung der Vergangenheit hat auch 75 Jahre nach der Niederschlagung des Nationalsozialismus auf gesellschaftlicher Ebene kaum stattgefunden: Durch die Abwehr der Shoah im deutschen Erinnern manifestiert sich vielmehr ein Selbstbild, das um den Mythos kollektiver Unschuld kreist.
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Youth Against Antisemitism 2020: Online-Panel und Konzert aus Tel Aviv

Samstag, 28. November 2020, Online

19.30 Uhr Online-Panel 1945 – 2020. Antisemitismus und kein Ende?

Zugang zum Zoom-MeetingLivestream auf YouTube

21.00 Uhr Konzert Live aus Tel Aviv

Livestream auf YouTube

Zugangsdaten folgen in Kürze

Eine gemeinsame Veranstaltung der Wochenzeitung Jungle World, des Komma Kultur Esslingen, des Jungen Forum der DIG Stuttgart und des und des Fördervereins Emanzipation und Frieden

Lange Zeit glaubte man in Deutschland, Antisemitismus sei im wesentlichen ein Phänomen von gestern und heutzutage unter Deutschen nur noch eine Randerscheinung. Höchstens unter Zugewanderten wollte man ihn hie und da noch wahrnehmen. Diese Illusion ist wie eine Seifenblase zerplatzt. 75 Jahre nach dem Sieg der Alliierten über Nazideutschland versteckt sich der Antisemitismus immer weniger in Hinterzimmern und traut sich wieder offen auf die Straßen. Mittlerweile warnt selbst der Verfassungsschutz vor „steil ansteigendem Antisemitismus“. Warum das so ist, versteht er allerdings genauso wenig wie eine Gesellschaft, die zwar irgendwie „gegen Antisemitismus“ ist, aber ihn bis heute kaum begriffen hat. Deutsche Selbstgewissheit entlarvt sich als das, was sie schon immer war: als Schuldabwehr und Selbstbetrug.

Gemeinsam mit ausgewiesenen Expert*nnen wollen wir die Entwicklungen beleuchten und uns auf die Suche nach Gegenstrategien begeben.

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Anthroposophie – Eine kurze Kritik

Online-Vertrag und Diskussion mit André Sebastiani

Donnerstag, 10. Dezember 2020, 19.30 Uhr

Eine gemeinsame Veranstaltung von Grüne Jugend Stuttgart und Emanzipation und Frieden

Was haben die beliebten Demeter-Produkte aus dem Bio-Regal und die Waldorfschulen gemeinsam? Die zugrunde liegende esoterische Weltanschauung, die Anthroposophie. Sie wurde Anfang des vergangenen Jahrhunderts durch Rudolf Steiner (1861-1925) begründet und ist heute die wohl einflussreichste esoterische Strömung in Europa. Bemerkenswerterweise ist die Anthroposophie dabei heute viel weniger bekannt als ihre sogenannten Praxisfelder, wie z.B. die Waldorfpädagogik, die biologisch-dynamische Landwirtschaft (Demeter) oder die anthroposophische Medizin. Die Praxisfelder sind jedoch mit der Anthroposophie untrennbar verwoben und so lohnt sich ein Blick, welche Weltanschauung sich dahinter verbirgt. Weiterlesen

Audio: Nichts als Nawalny?

Über Zustand, Bedingungen und Konsequenzen russischer Oppositionspolitik

Online-Vortrag von Ute Weinmann

gehalten am 5. November 2020, live aus Moskau

Ist im Ausland von der russischen Opposition die Rede, steht in der Regel Aleksej Nawalny im Fokus. Die Affäre um seine Vergiftung mit einem Nervenkampfstoff belastet die Beziehungen Russlands zum Westen. Es stellt sich aber auch die Frage nach den innenpolitischen Konsequenzen und den grundsätzlichen Bedingungen für oppositionelle Politik in Russland, auf denen der Schwerpunkt dieser Veranstaltung liegt. Weiterlesen

Audio: Georg Elser in Deutschland

Vortrag von Matheus Hagedorny

gehalten am 29. Oktober 2020

auf einer gemeinsamen Online-Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg  und des Fördervereins Emanzipation und Frieden. e.V.

Vom Feind der Volksgemeinschaft zum deutschen Helden in 80 Jahren: Georg Elser (1903-1945) wollte Adolf Hitler 1939 mit einer Bombe töten und scheiterte nur knapp. Bis zum Ende der Bonner Republik stand der proletarische Widerstandskämpfer aus dem schwäbischen Königsbronn im Schatten der Putschisten des 20. Juli 1944 um Oberst Stauffenberg. Inzwischen scheint sich das Verhältnis umzukehren. Im Land erinnern mehr Denkmäler an Elser als an Stauffenberg. In der Rezeptionsgeschichte des Bürgerbräu-Attentats zeigen sich die Leerstellen und Abgründe der deutschen „Aufarbeitung der Vergangenheit“.

Der Vortrag konzentriert sich auf den ideologischen Zusammenhang, in dem die Motive zur Tötung Hitlers reiften, und die daraus resultierenden Nachwirkungen auf die Wahrnehmung des Attentats während und nach der Zeit des Nationalsozialismus. Er wird der Frage nachgehen, was das Andenken an den christlich und kommunistisch geprägten Attentäter in Deutschland über Jahrzehnte blockierte. Dies führt zu der Frage, ob der einsame Widerstandskämpfer heute einen Platz in der Traditionsbildung der Bundesrepublik finden kann.

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1945 – 2020. Antisemitismus und kein Ende? Ein Online-Abend mit Katharina König-Preuss und Volker Weiß

Moderation Carl Melchers, Mitherausgeber der Wochenzeitung „Jungle World“

Samstag, 28. November 2020, 19.30 Uhr

Online-PodiumZugang zum Zoom-MeetingLivestream auf Youtube

Eine gemeinsame Veranstaltung der Wochenzeitung Jungle World, des Komma Kultur Esslingen, des Jungen Forum der DIG Stuttgart und des und des Fördervereins Emanzipation und Frieden im Rahmen von Youth Against Antisemitism

Lange Zeit glaubte man in Deutschland, Antisemitismus sei im wesentlichen ein Phänomen von gestern und heutzutage unter Deutschen nur noch eine Randerscheinung. Höchstens unter Zugewanderten wollte man ihn hie und da noch wahrnehmen. Diese Illusion ist wie eine Seifenblase zerplatzt. 75 Jahre nach dem Sieg der Alliierten über Nazideutschland versteckt sich der Antisemitismus immer weniger in Hinterzimmern und traut sich wieder offen auf die Straßen. Mittlerweile warnt selbst der Verfassungsschutz vor „steil ansteigendem Antisemitismus“. Warum das so ist, versteht er allerdings genauso wenig wie eine Gesellschaft, die zwar irgendwie „gegen Antisemitismus“ ist, aber ihn bis heute kaum begriffen hat. Deutsche Selbstgewissheit entlarvt sich als das, was sie schon immer war: als Schuldabwehr und Selbstbetrug.

Gemeinsam mit ausgewiesenen Expert*nnen wollen wir die Entwicklungen beleuchten und uns auf die Suche nach Gegenstrategien begeben.

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Wie passen (Rechts-)Populismus und der Glaube an Verschwörungstheorien zusammen?

Laura-Luise Hammel spricht und diskutiert

im Rahmen der Online-Veranstaltung Rechtspopulismus in Baden-Württemberg – Organisationen, Politik und ideologisches Umfeld der Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg

Mittwoch, 11. November 2020, 18 Uhr

Aus der Veranstaltungsankündigung: Die Proteste gegen die Maßnahmen zur Einbindung der Corona-Pandemie haben ein weiteres Mal gezeigt, dass der Südwesten ein Hotspot für rechtspopulistisches Gedankengut ist. Die rechtspopulistische AfD hat hier bei der letzten Landtagswahl ihr bestes Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland erzielt. Das ist nichts Neues – schon früher waren Parteien wie „Die Republikaner“ in Baden-Württemberg erfolgreich. Für die Demokratie und die politische Kultur im Land hat das dramatische Konsequenzen. Die gesellschaftliche Polarisierung nimmt zu, im Landtag werden bislang unbekannte Töne angeschlagen. Die Angriffe auf die Landtagspräsidentin sind nur ein Beispiel dafür. Weiterlesen

Kollektive Unschuld. Die Abwehr der Shoah im deutschen Erinnern

Online – Buchvorstellung und Diskussion mit Samuel Salzborn

Mittwoch, 18. November 2020, 19 Uhr

Der Vortrag ist mittlerweile HIER zu hören

Eine Gemeinsame Veranstaltung des Fritz-Erler-Forum Baden-Württemberg (Friedrich-Ebert-Stiftung), des Evangelischen Bildungszentrums Hospitalhof und des Fördervereins Emanzipation und Frieden e.V.

Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Shoah galt lange als bundesdeutsche Erfolgsgeschichte. Dieses Image beginnt mit der zunehmenden Rechtsradikalisierung in Politik und Gesellschaft mehr und mehr zu bröckeln. Im bundesdeutschen Selbstbild wurde hingegen schon immer die Geschichte der Schuld- und Erinnerungsabwehr, der Täter-Opfer-Umkehr, der Selbststilisierung als Opfer und der antisemitischen Projektion ausgeblendet. Eine (selbst-)kritische Aufarbeitung der Vergangenheit hat auch 75 Jahre nach der Niederschlagung des Nationalsozialismus auf gesellschaftlicher Ebene kaum stattgefunden: Durch die Abwehr der Shoah im deutschen Erinnern manifestiert sich vielmehr ein Selbstbild, das um den Mythos kollektiver Unschuld kreist.

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Nichts als Nawalny?

Über Zustand, Bedingungen und Konsequenzen russischer Oppositionspolitik

Online-Vortrag und Diskussion mit Ute Weinmann – live aus Moskau –

Donnerstag, 5. November 2020, 19.30 Uhr

der Vortrag ist mittlerweile HIER zu hören

Ist im Ausland von der russischen Opposition die Rede, steht in der Regel Aleksej Nawalny im Fokus. Die Affäre um seine Vergiftung mit einem Nervenkampfstoff belastet die Beziehungen Russlands zum Westen. Es stellt sich aber auch die Frage nach den innenpolitischen Konsequenzen und den grundsätzlichen Bedingungen für oppositionelle Politik in Russland, auf denen der Schwerpunkt dieser Veranstaltung liegt.

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Audio: Psychoanalyse des Antisemitismus

Online-Vortrag von Sebastian Winter

gehalten am 23. September 2020

Antisemitismus ist nicht nur „Vorurteil“. Er ist eine affektive Haltung,
die es erlaubt, gegen „die da oben“ scheinbar zu rebellieren und sich
dabei einzufügen in eine als konfliktfrei imaginierte (völkische)
Gemeinschaft. Den unbewussten Dynamiken hinter der antisemitischen
Haltung soll auf dieser Veranstaltung mit
psychoanalytisch-sozialpsychologischen Theorien nachgegangen werden.

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Georg Elser in Deutschland

Online-Vortrag und Diskussion mit Matheus Hagedorny

Donnerstag, 29. Oktober 2020, 19.30 Uhr

Zugangslink

Eine Gemeinsame Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg  und des Fördervereins Emanzipation und Frieden. e.V.

Der Vortrag ist mittlerweile HIER nachzuhören

Vom Feind der Volksgemeinschaft zum deutschen Helden in 80 Jahren: Georg Elser (1903-1945) wollte Adolf Hitler 1939 mit einer Bombe töten und scheiterte nur knapp. Bis zum Ende der Bonner Republik stand der proletarische Widerstandskämpfer aus dem schwäbischen Königsbronn im Schatten der Putschisten des 20. Juli 1944 um Oberst Stauffenberg. Inzwischen scheint sich das Verhältnis umzukehren. Im Land erinnern mehr Denkmäler an Elser als an Stauffenberg. In der Rezeptionsgeschichte des Bürgerbräu-Attentats zeigen sich die Leerstellen und Abgründe der deutschen „Aufarbeitung der Vergangenheit“.

Der Vortrag konzentriert sich auf den ideologischen Zusammenhang, in dem die Motive zur Tötung Hitlers reiften, und die daraus resultierenden Nachwirkungen auf die Wahrnehmung des Attentats während und nach der Zeit des Nationalsozialismus. Er wird der Frage nachgehen, was das Andenken an den christlich und kommunistisch geprägten Attentäter in Deutschland über Jahrzehnte blockierte. Dies führt zu der Frage, ob der einsame Widerstandskämpfer heute einen Platz in der Traditionsbildung der Bundesrepublik finden kann.

Matheus Hagedorny studierte Philosophie, Neuere Geschichte und Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Bonn. Er war Lehrbeauftragter an der Freien Universität Berlin. Derzeit forscht er an der Universität Potsdam zu Islambildern der Neuen Rechten. Im Ça ira Verlag erschienen ist sein Buch Georg Elser in Deutschland, das inzwischen in zweiter Auflage vorliegt.

Contain`t & Emafrie präsentieren politischen Historienfilm

Donnerstag, 22. Oktober 2020, 19.30 Uhr, Stuttgart

Projektraum Kunstverein Wagenhallen, Innerer Nordbahnhof 1

Allein gegen das NS-Regime, fast hätte er die Spitze des Unrechtsstaats ausgeschaltet: 1939 scheitert ein deutscher Widerstandskämpfer nur knapp mit einer spektakulären Aktion… Länge: 113 Minuten
Nähere Infos? Newsletter auf www.emafrie.de ordern oder Zusatzinfos per Mail anfordern: emanzipationundfrieden@t-online.de/ office@containt.org!

Bitte beachtet die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln – und bitte fernbleiben bei Erkältungssymptomen, bei Kontakt mit bestätigten COVID-19-Fällen, sowie nach Aufenthalt in einem Risikogebiet in den letzten 14 Tagen.

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Was ist Antisemitismus? Und was hat er mit aktuellem Verschwörungsdenken gemeinsam?

Online Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Donnerstag, 24. September, 18 Uhr

Eine Veranstaltung des AStA der Universität Münster

Zugang: https://wwu.zoom.us/j/95820005482

In Deutschland hat man zwar gelernt, dass Antisemitismus irgendwie schlecht ist. Verstanden hat man ihn trotzdem nicht. Dieser Zustand ermöglicht es, dass man gleichzeitig antisemitischen Denkmustern anhängen und davon überzeugt sein kann, nichts damit zu tun zu haben. Das funktioniert in rechten, linken und religiösen Milieus genauso wie in der vermeintlich „guten Mitte der Gesellschaft“.

Das gefährliche Potential dieser Mixtur wird in Krisenzeiten besonders deutlich. Die verbreitete Gewissheit, dass „die da oben an allem schuld sind“ verwechselt Gesellschaftskritik mit Wut auf „gierige Milliardäre“, „Lügenpack“ und „Lügenpresse“. Im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie verbreiten sich einfache, falsche und gefährliche Welterklärungsmuster noch schneller. Viele Menschen glauben an haarsträubende Verschwörungsphantasien.

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Psychoanalyse des Antisemitismus

Online-Vortrag und Diskussion mit Sebastian Winter

Mittwoch, 23. September 2020, 19 Uhr

[Der Vortrag kann mittlerweile HIER nachgehört werden]

Eine gemeinsame Veranstaltung von Haus der Katholischen Kirche Stuttgart, Deutscher Koordinierungsrat der Gesellschaft für christich-jüdische Zusammenarbeit, Junges Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Region Stuttgart und Förderverein Emanzipation und Frieden e.V.

Antisemitismus ist nicht nur „Vorurteil“. Er ist eine affektive Haltung,
die es erlaubt, gegen „die da oben“ scheinbar zu rebellieren und sich
dabei einzufügen in eine als konfliktfrei imaginierte (völkische)
Gemeinschaft. Den unbewussten Dynamiken hinter der antisemitischen
Haltung soll auf dieser Veranstaltung mit
psychoanalytisch-sozialpsychologischen Theorien nachgegangen werden.

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Audio: Dandysozialismus – Oscar Wildes Ästhetik der befreiten Gesellschaft


Vortrag der Ideologiekritischen Gruppe »Flying Fortress« Heidelberg

gehalten am 2. Juli 2020

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Dandysozialismus: Oscar Wildes Ästhetik der befreiten Gesellschaft

Online Vortrag und Diskussion mit der Ideologiekritischen Gruppe »Flying Fortress« Heidelberg

Donnerstag, 2. Juli 2020, 19.30 Uhr

Eine gemeinsame Veranstaltung von Laboratorium Stuttgart und Emanzipation und Frieden

[Der Vortrag kann mittlerweile HIER nachgehört werden]

Unter hässlichen gesellschaftlichen Verhältnissen nimmt die linke Gegnerschaft dazu häufig genug ähnlich hässliche Formen an und bleibt damit wesentlich mehr schlicht Produkt dieser Verhältnisse, als ihr lieb sein sollte. Zwischen Vergötterung produktiver Arbeit, autoritärer Safe-Space Vereinigungen und anderer Zumutungen verliert sich eine Perspektive auf die befreite Gesellschaft, die ihre zentrale Bestimmung sein könnte: Die Schönheit freier Menschen. Diese Möglichkeit beschrieb Oscar Wilde, vom Feuilleton geliebter Dramatiker, 1891 in einem utopischen Essay mit dem Titel “The Soul of Man under Socialism”. Abgesehen von wenigen Ausnahmen erfuhr und erfährt diese Schrift wenig Aufmerksamkeit in linken Kreisen. Weiterlesen

Audio: Krise, Ken und Konspiration

Über Verschwörungstheorien am Beispiel der Corona-Pandemie

Vortrag von Laura-Lusie Hammel

gehalten am 28. Mai 2020

Von 9/11 über die Fluchtkrise bis Corona: Tritt ein Ereignis von
außergewöhnlicher Bedeutung ein, sind auch Verschwörungstheorien nicht
weit. Sie bieten eine triviale Erklärung an, präsentieren einen
Schuldigen und legen nahe, dass das vermeintliche Problem mit der
Beseitigung des Sündenbocks zu lösen sei. Ein allzu simples Muster, das
doch eigentlich allen auffallen sollte. Doch warum glauben so viele
Menschen an Verschwörungstheorien, wie sind sie aufgebaut und was macht
ihre Faszination aus?
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Krise, Ken und Konspiration

Über Verschwörungstheorien am Beispiel der Corona-Pandemie

Online-Vortrag und Diskussion mit Laura-Lusie Hammel

Donnerstag, 28. Mai 2020, 19.30 Uhr

Live auf Facebook

– Fragen sind via Kommentar möglich und werden nach dem Vortrag beantwortet. –

Den Vortrag kann man mittlerweile HIER nachhören

Von 9/11 über die Fluchtkrise bis Corona: Tritt ein Ereignis von
außergewöhnlicher Bedeutung ein, sind auch Verschwörungstheorien nicht
weit. Sie bieten eine triviale Erklärung an, präsentieren einen
Schuldigen und legen nahe, dass das vermeintliche Problem mit der
Beseitigung des Sündenbocks zu lösen sei. Ein allzu simples Muster, das
doch eigentlich allen auffallen sollte. Doch warum glauben so viele
Menschen an Verschwörungstheorien, wie sind sie aufgebaut und was macht
ihre Faszination aus?
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Audio: „Vier Beine gut, zwei Beine schlecht“

Zur Symbiose von Tierliebe und Menschenhass in der veganen Tierrechtsbewegung

Mira Landwehr liest aus ihrem gleichnamigen Buch

6. Februar 2020 in Stuttgart

Der Veganismus hat Probleme: seine Popularität und seine Anhängerinnen. Der rechte Esoteriker Ruediger Dahlke bereichert den Buchmarkt jedes Jahr mit einem neuen veganen „Peace Food“-Kochbuch. Marginalisierte Gruppen sollen ihre Kämpfe hintenanstellen und sich für die Rechte der Tiere einsetzen. Die Relativierung und Instrumentalisierung des Holocaust sind in Diskussionen um die Ethik der Ernährung präsent.

In einer als unübersichtlich und chaotisch wahrgenommenen Umwelt, in der das Individuum keine Rolle spielt, scheint für manche Menschen alles, was mit dem nichtssagenden Label „alternativ“ versehen ist, ein erstrebenswerter Ort der Selbstbestimmtheit zu sein, der die Rückgewinnung von Kontrolle verspricht. Die bewusst gewählte und individuell gestaltete Lebensweise mit starker Betonung der Ernährung wird für manche zum ordnenden Korrektiv. Wird Veganismus zur Weltanschauung, gehen mit ihm häufig eine Art Auserwähltheitsglaube sowie eine Religiosität zusammen, die sich sektenähnlich manifestieren kann.

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