Audio: Krise, Ken und Konspiration

Über Verschwörungstheorien am Beispiel der Corona-Pandemie

Vortrag von Laura-Lusie Hammel

gehalten am 28. Mai 2020

Von 9/11 über die Fluchtkrise bis Corona: Tritt ein Ereignis von
außergewöhnlicher Bedeutung ein, sind auch Verschwörungstheorien nicht
weit. Sie bieten eine triviale Erklärung an, präsentieren einen
Schuldigen und legen nahe, dass das vermeintliche Problem mit der
Beseitigung des Sündenbocks zu lösen sei. Ein allzu simples Muster, das
doch eigentlich allen auffallen sollte. Doch warum glauben so viele
Menschen an Verschwörungstheorien, wie sind sie aufgebaut und was macht
ihre Faszination aus?
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Corona, Krise und der Glaube an die große Verschwörung

Warum Antisemitismus in Krisenzeiten Konjunktur hat


Online-Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Mittwoch, 10. Juni 2020, 19 Uhr

Eine Veranstaltung von Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Aurich

Im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie verbreiten sich haarsträubende und gefährliche Verschwörungsphantasien. Ob sie sich „Echsenmenschen“ einbilden, die die Welt beherrschen oder Geheimpläne bösartiger Milliardäre, die ihnen Mikrochips einpflanzen wollen und eine „Merkeldiktatur“, die in deren Auftrag handelt: Der Glaube, sie seien bösartigen, gierigen und unvorstellbar mächtigen dunklen Kräften ausgeliefert, sitzt in solcherart „Erleuchteten“ ebenso tief wie die Überzeugung, sie selbst befänden sich im legitimen Widerstand dagegen. Immer häufiger äußert sich auch offener Antisemitismus, der „den Juden“ unterstellt, die eigentlichen Drahtzieher des Bösen zu sein.

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Weniger Arbeiten – Anders Wirtschaften – Besser Leben nach Corona

Virtueller Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Donnerstag, 4. Juni 2020, 19.30 Uhr

Eine Veranstaltung der Ideologiekritischen Gruppe »Flying Fortress«

Dass die Welt, die wir kennen, im Eiltempo zerfällt, war schon vor der Coronakrise mit Händen zu greifen. Ob von Klima, Finanzen, Wirtschaft, Sozialsystemen, Demokratie, Migration oder internationalen Beziehungen die Rede ist – schon lange fällt wie von selbst das Wort Krise. Mit der Ausbreitung des Coronavirus spitzt sich diese allgemeine Krise in einer Geschwindigkeit und einem Ausmaß zu, wie es sich noch vor kurzem kaum jemand vorstellen konnte.

Klima- und Coronakrise demonstrieren eindrücklich, dass „unsere Wirtschaft“ existentiellen Herausforderungen nicht gewachsen ist. Die Klimakrise offenbart, dass mit deren Prinzipien „Ewiges Wachstum, Maximaler Profit, Steigende Aktienkurse“ die Zerstörung des Planeten programmiert ist. Die Coronakrise führt zudem drastisch vor Augen, dass diese Wirtschaft bereits in kürzester Zeit Leichenberge produzieren würde, wenn nicht massiv in sie eingegriffen würde. Die Notbremse zieht im Moment, mehr schlecht als recht, der Staat und er führt damit alles ad absurdum, was gestern noch als unumstößlich und heilig galt – von der Schuldenbremse bis hin zum angeblich so segensreichen Wirken des Marktes selbst.

Doch die Spatzen pfeifen von den Dächern, welche Folgen diese staatlichen Beatmungsversuche der Wirtschaft haben werden. Denn Staaten und Zentralbanken können sie nicht beliebig und ungestraft mit Geld fluten. Die Krisenanfälligkeit des Systems wird noch größer und stellt bereits heute alles in den Schatten, was wir 2008/2009 und in den Folgejahren erlebt haben. Die Logik der Kapitalverwertung erzwingt, dass die Leute möglichst schnell wieder arbeiten gehen sollen – auch wenn deswegen die Infektionsraten wieder steigen. Besser es sterben Menschen als die Wirtschaft bricht ein, lautet der Offenbarungseid des Kapitalismus.

Eine Rückkehr zum so genannten Normalzustand darf es nicht geben. Schon deswegen, weil wir mit dieser Wirtschaft der nächsten Pandemie noch mehr ausgeliefert wären. Es ist also nicht gegen die von Anfang an nur halblebigen staatlichen Versuche zu demonstrieren, ein Mindestmaß an Gesundheitsschutz zu gewährleisten – so wie das eine Kreuz- und Querfront des politischen Irrsinns derzeit auf den so genannten Corona-Demos tut. Ganz im Gegenteil ist der Ausstieg aus der absurden Logik der Kapitalverwertung zu fordern, die unser Leben und unsere Gesundheit bedroht. In einer vernünftig organisierten Wirtschaft könnte die Automobilproduktion massiv gedrosselt werden, ohne dass deswegen die Mittel für eine gute Gesundheitsversorgung fehlen. Und einen sachlichen Zusammenhang zwischen guter und stabiler Lebensmittelversorgung und steigenden Aktienkursen gibt es auch nicht. Weiterlesen

Antisemitismus in der Präventionsarbeit

„Das hat doch nichts mit mir zu tun“

Gespräch mit Burak Yilmaz

Donnerstag, 21. Mai 2020, 19.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Online Live auf Komma Info

Das Interview führt Chiara Poma Rinklef

Im Rahmen der bundesweiten Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung

Burak Yilmaz ist Germanist, Anglist und Pädagoge. Geboren und aufgewachsen in Duisburg setzt er sich für eine geschlechtergerechte Gesellschaft und die Öffnung der Erinnerungskultur in der Migrationsgesellschaft ein. Im Projekt „Junge Muslime in Auschwitz“ bildet er jugendliche Multiplikator*innen zum Thema Antisemitismus, Erinnerungskultur und Rassismus aus. Darüber hinaus arbeitet er als pädagogischer Mitarbeiter am “Zentrum für Erinnerungskultur” der Stadt Duisburg und leitet die Theatergruppe “Die Blickwandler”, die mit ihrem aktuellen Stück “Benjamin und Muhammed” seit 2018 durch Schulen und Theaterhäuser touren.

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Warum Antisemitismus in Krisenzeiten wächst

Gespräch mit Lothar Galow-Bergemann

Sonntag, 17. Mai 2020, 17.00 Uhr bis 17.45 Uhr

Online Live auf Komma Info

Das Interview führt Chiara Poma Rinklef

Im Rahmen der bundesweiten Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung

Lothar Galow-Bergemann ist Publizist. Er befasst sich mit Kritik und falscher Kritik des Kapitalismus, hält Vorträge und schreibt u.a. in konkret, Jungle World und für den Verein “Emanzipation & Frieden”.

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Krise, Ken und Konspiration

Über Verschwörungstheorien am Beispiel der Corona-Pandemie

Online-Vortrag und Diskussion mit Laura-Lusie Hammel

Donnerstag, 28. Mai 2020, 19.30 Uhr

Live auf Facebook

– Fragen sind via Kommentar möglich und werden nach dem Vortrag beantwortet. –

Den Vortrag kann man mittlerweile HIER nachhören

Von 9/11 über die Fluchtkrise bis Corona: Tritt ein Ereignis von
außergewöhnlicher Bedeutung ein, sind auch Verschwörungstheorien nicht
weit. Sie bieten eine triviale Erklärung an, präsentieren einen
Schuldigen und legen nahe, dass das vermeintliche Problem mit der
Beseitigung des Sündenbocks zu lösen sei. Ein allzu simples Muster, das
doch eigentlich allen auffallen sollte. Doch warum glauben so viele
Menschen an Verschwörungstheorien, wie sind sie aufgebaut und was macht
ihre Faszination aus?
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Audio: Negrophobie

Grundsätzliches zum Rassismus gegen schwarze Menschen

Vortrag von Dennis Schnittler

gehalten am 23. April 2020

Die feindseligen Ressentiments, die viele weiße Menschen gegen schwarze Menschen hegen und das Phänomen des anhaltenden, weit verbreiteten Rassismus überhaupt, werden heutzutage primär soziologisch und psychologisch gedeutet. Immer wieder erscheint Rassismus als eine Art ‚toxischer Volksglaube’, als bloße Herrschaftsideologie, die mit engagierter Aufklärung und staatlichen Antidiskriminierungsmaßnahmen aus der Welt geschafft werden könnte.
Angesichts des aktuellen Wiederaufflammens rassistischer Gewalt reicht es jedoch nicht, die traurige Don Quijoterie vieler bürgerlich-antirassistischer und linksradikaler Kampagnen zu bejammern. Stattdessen sollten selbstreflektorisch die Ursachen des Rassismus analysiert werden – auf gesellschaftlicher, aber auch individueller Ebene.

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Negrophobie

Grundsätzliches zum Rassismus gegen schwarze Menschen

Virtueller Vortrag und Diskussion mit Dennis Schnittler

Donnerstag, 23. April 2020, 19.30 Uhr

Eine gemeinsame Veranstaltung von Stiftung Geißstraße 7 und Emanzipation und Frieden

Der Vortrag ist mittlerweile HIER zu hören

Die feindseligen Ressentiments, die viele weiße Menschen gegen schwarze Menschen hegen und das Phänomen des anhaltenden, weit verbreiteten Rassismus überhaupt, werden heutzutage primär soziologisch und psychologisch gedeutet. Immer wieder erscheint Rassismus als eine Art ‚toxischer Volksglaube’, als bloße Herrschaftsideologie, die mit engagierter Aufklärung und staatlichen Antidiskriminierungsmaßnahmen aus der Welt geschafft werden könnte.
Angesichts des aktuellen Wiederaufflammens rassistischer Gewalt reicht es jedoch nicht, die traurige Don Quijoterie vieler bürgerlich-antirassistischer und linksradikaler Kampagnen zu bejammern. Stattdessen sollten selbstreflektorisch die Ursachen des Rassismus analysiert werden – auf gesellschaftlicher, aber auch individueller Ebene.

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Audio: Homöopathie – Lehre, Überzeugung, Evidenz

Vortrag von Norbert Aust

gehalten am 12. März 2020 in Stuttgart 

Die Homöopathie ist derzeit ein stark umstrittenes Thema. Manche sehen darin eine Therapieform, die der konventionellen Medizin ebenbürtig, wenn nicht gar überlegen ist. Andere sehen darin eher eine unwissenschaftliche Heilslehre. Was wissen wir über die Homöopathie? Was sollte man wissen? Wer hat Recht?
In diesem Vortrag kommen die Grundzüge der homöopathischen Lehre ebenso zur Sprache sowie die Bestandteile und Herstellung der homöopathischen Mittel. Es wird dargestellt, wie man versucht, die Effekte der Homöopathie zu erklären und welche Beweise für die Wirksamkeit vorliegen. Am Ende des Vortrages soll der Zuhörer in der Lage sein, die vielen widersprüchlichen Nachrichten und Informationen zur Homöopathie zu bewerten.

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Zur rechten Hetze gegen den jüdischen Milliardär George Soros

Vortrag und Diskussion mit Benjamin Horvath

– – Wegen der Corona-Pandemie muss die Veranstaltung leider ausfallen. Wir bemühen uns darum, sie zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. – –

Donnerstag, 26. März 2020, 19:30 Uhr, Stuttgart
Stiftung Geißstraße 7, Geißstr. 7, Stiftungssaal, 1. Stock

Von den USA über Ungarn und die Türkei bis nach Malaysia agitieren autoritäre Machthaber, Politiker und Verschwörungstheoretiker weltweit gegen einen Mann, dem ein Streben nach Weltherrschaft und die Zerstörung ihrer nationalen Konstrukte unterstellt wird. Der Milliardär und Philanthrop Georg Soros gilt diesen Menschen als neuer „Rothschild“. Dabei scheint der Name Soros vielen Menschen in Deutschland, selbst Linken, kein Begriff zu sein. Welche Formen die Agitation gegen Soros international und bereits auch in Deutschland angenommen hat und weshalb sie antisemitisch aufgeladen ist, wird der Vortrag beleuchten.

Benjamin Horvath schrieb seine Masterarbeit zu dem Thema, hält Vorträge und schreibt dazu in der Jungle World.

Eine Veranstaltung in Kooperation von Stiftung Geißstraße 7 und dem Förderverein Emanzipation und Frieden e.V.

Was tun in Zeiten von AfD und Djihadismus?

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Donnerstag, 23. Januar 2020, 18.30 Uhr, Bochum

Blue Square Rub, Kortumstraße 90

Eine Veranstaltung von Linke Liste Bochum

Seit fünf Jahren explodieren Dumpfbackentum und Gewalt. 2014 skandierten erstmals seit 1945 wieder Massenaufmärsche in Deutschland „Tod den Juden!“ Organisiert wurden sie von Islamisten, Nazis und Linksreaktionären, deren antisemitischer Hass gegen Israel sie zusehends zusammenführt. Weltweit häufen sich djihadistische Terroranschläge auf jüdische Einrichtungen, auf Symbole von Religionskritik, Meinungs- und Redefreiheit und auf Menschen, die einfach nur ihr Leben genießen oder feiern wollen.

Doch damit nicht genug. Schon bald nach dem kurzlebigen „Sommermärchen“ von 2015 offenbarte sich im kollektiven Herbeiphantasieren einer angeblichen „Flüchtlingskrise“ eine tief sitzende Menschenfeindlichkeit großer Teile der deutschen Mehrheitsbevölkerung. Kaschiert wird sie mit der Floskel, „wir“ könnten ja schließlich „nicht alle aufnehmen“. Ein rassistischer und gewalttätiger Mob agiert gegen Geflüchtete und wirkliche oder eingebildete MuslimInnen. Die AfD rückt immer weiter nach rechts und nimmt protofaschistische Züge an. Sie verliert deswegen nicht etwa an Zustimmung, sondern treibt die anderen Parteien vor sich her. Das funktioniert, weil auch deren Basis zu nicht geringen Teilen anfällig für derlei “Gedankengut“ ist. Die konformistisch rebellierenden Marktwirtschaftsinsassen, die ihre Identität aus der „ehrlichen Arbeit“ beziehen, wähnen sich von dunklen Bösewichten bedroht. Nicht nur dort, wo ihre vermeintlichen Heilsbringer bereits regieren, wie in Polen oder Ungarn, wird Rechtsstaatlichkeit immer unverfrorener unterhöhlt. Darauf verweisen u.a. die in Deutschland geplanten Polizeiaufgabengesetze.

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Für Volk und Vaterländle

Einblicke in die Aktivitäten der Neuen Rechten in Baden-Württemberg

Vortrag und Diskussion mit Laura Luise Hammel

Donnerstag, 28. November 2019, 17:45 Uhr, Stuttgart
Gewerkschaftshaus, Willi-Bleicher-Str. 20, Raum 3+4

Eine Veranstaltung von ver.di Bezirk Stuttgart

Im März 2016 ist die Alternative für Deutschland in den Stuttgarter Landtag eingezogen und stellt seitdem die stärkste Oppositionsfraktion. Nach einer anfänglichen Fraktionsspaltung ist sie nun zwar offiziell wieder vereint, erscheint für Beobachter*innen aber weiterhin zutiefst zerstritten. Nach außen gibt sich die Partei vielfach bürgerlich, doch Äußerungen einzelner Abgeordneter sowie ihre Personalpolitik zeichnen mitunter ein anderes Bild.
Die antifeministische und homosexuellenfeindliche Demo für alle verfügt über weitreichende Netzwerke in Baden-Württemberg und steuert Stuttgart immer wieder für ihre Kundgebungen gegen „Frühsexualisierung“ an.
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Audio: Instrumentelle Israelsolidarität der AfD

Vortrag von Marc Grimm

gehalten am 14. Oktober 2019 in Esslingen

auf einer Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Stuttgart e.V. und des KOMMA Kultur Esslingen

– Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Referenten –

An den Mobilisierungskampagnen und Wahlkämpfen rechtsradikaler Parteien in Europa ließ sich in den letzten Jahren beobachten, dass der Antisemitismus hinter den Themen Islam, Einwanderung und nationale Identität zurückgetreten ist. Im gleichen Zeitraum wuchs die Zahl rechtsradikaler Parteien und Gruppierungen, die ihre Solidarität mit Israel bekunden und sich jüdischen Organisationen als Bündnispartner im Kampf gegen den Islam empfehlen. Es blieb abzuwarten, wie die noch junge AfD auf antisemitische Vorfälle in den eigenen Reihen reagieren würde.

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Youth Against Antisemitism – Hiphop Editon mit Jakob Baier (Vortrag) und live: Tubbe

Samstag, 30. November 2019, 19.00 Uhr, Esslingen

Komma, Maillestraße 5-9

Eintritt frei!

Wir laden ein zu „Youth Against Antisemitism“. YAA verbindet politische Bildung und Musik. Mit dieser jährlichen Veranstaltung setzen wir ein Zeichen gegen aktuelle Erscheinungsformen des Antisemitismus. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu-Antonio-Stiftung statt.

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Audio: Der gescheiterte Antifaschismus der DDR

Folgen und aktuelle Anforderungen für eine emanzipatorische Politik 30 Jahre nach dem Mauerfall

Vortrag von Harry Waibel

gehalten am 23. Oktober 2019 in Stuttgart

Seit dem Ende des Kalten Krieges vollzog sich in der Kommunismusforschung ein neuer Aufbruch und auf beiden Seiten des geschleiften Eisernen Vorhangs haben die alten Legitimationszwänge und Frontstellungen an Überzeugungskraft verloren. Nun ist es möglich, mit professioneller Unbefangenheit neu an das Thema heranzugehen, ohne dafür gleich politisch abgestraft und wissenschaftlich marginalisiert zu werden. Die neuen Fragestellungen werden auf entscheidende Probleme einer kritischen Historie des 20. Jahrhunderts konzentriert, um die sozialen, ökonomischen und kulturellen Prozesse des vergangenen 20. Jahrhunderts zu rekonstruieren, auch um die Entwicklungstendenzen der Gegenwart besser begreifen zu können.1

Der Antifaschismus ist nicht nur als würdevolle Erinnerung und als lebendige Geschichtslektion zu verteidigen, sondern er muss gerade dort einer kritischen Analyse unterzogen werden, wo er versagt hat: Weiterlesen

Heuschrecken, Gier und Weltverschwörung

Regressiver Antikapitalismus und das antisemitische Ressentiment

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Montag, 11. November 2019, 19 Uhr, Oldenburg

Universität Oldenburg, Uhlhornsweg 49-55, A10 Hörsaal F

Eine Veranstaltung des AStA der Universität Oldenburg

Je länger die weltweite ökonomische Krise dauert, desto beliebter sind einfache Erklärungen. Geht es gegen Banken und „die Finanzmärkte“, sind sich fast alle einig: Parteipolitiker, Gewerkschaften, Linke, Rechte, diverse Verschwörungsphantasten und wer sonst alles in Krisenzeiten das Wort ergreift. Alle miteinander halten sie “die Gierigen, die den Hals nicht voll genug kriegen” für die Verursacher der Krise. Auch manch vermeintlich radikaleR KapitalismuskritikerIn findet sich da in trauter Eintracht mit Finanzminister, Fernseher und Frau Meier wieder. Wenn es gegen die „Zirkulationssphäre“ geht, entstehen sonderbar anmutende Schulterschlüsse. Ein ebenso verbreiteter wie unreflektierter Bauch-Antikapitalismus verwechselt Gesellschaftskritik mit Wut auf „die da oben“, „Lügenpack“ und „Lügenpresse“.

Die Nationalsozialisten setzten „die Gierigen“ mit „den Juden“ gleich. Doch auch wer das nicht tut, kann sich in einer gefährlichen Nähe zum Antisemitismus befinden, ohne sich darüber im Klaren zu sein. Weiterlesen

Heimat – Eine Besichtigung des Grauens

Ein Anti-Heimatabend von und mit Thomas Ebermann und Thorsten Mense

Mittwoch, 13. November 2019, 19.30 Uhr, Esslingen

KOMMA, Maillestraße 5-9

Tickets: https://komma.app.love-your-artist.com/de/tickets/25207

Mit ihr wird für Zahnpasta und Banken geworben, der Trachtenhandel erzielt Umsatzrekorde und das provinzielle Kostüm enthemmt seine Träger/innen. Ein »Volks-Rock´n´Roller« füllt große Arenen mit jungem Publikum, die Bild-Zeitung ehrt sie mit einer kostenlosen Sonderausgabe, die Qualitätsmedien mit Features und Debatten-Serien. Zeitschriften, die das richtige Anlegen von Rosenbeeten lehren, sind der Renner auf dem Medienmarkt.

Grüne plakatieren ihr zur Ehre, Sozialdemokraten melden ältere Besitzansprüche an, und beneiden die Christdemokraten um die Idee mit dem Ministerium. Nazis verkünden, die Liebe zur ihr sei kein Verbrechen, und wer sie nicht liebe, sei aus ihr zu entfernen. Linke kontern knallhart: ihre Liebe zu Region und Gebietskörperschaft sei noch viel tiefer, echter und unverbrüchlicher.

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Heuschrecken, Gier und Weltverschwörung

Regressiver Antikapitalismus und das antisemitische Ressentiment

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Donnerstag, 17. Oktober 2019, 20.00 Uhr, Bonn

Hörsaal 8, Hauptgebäude der Universität Bonn

Eine Veranstaltung des Referats für politische Bildung des AStA Uni Bonn

Je länger die weltweite ökonomische Krise dauert, desto beliebter sind einfache Erklärungen. Geht es gegen Banken und „die Finanzmärkte“, sind sich fast alle einig: Parteipolitiker, Gewerkschaften, Linke, Rechte, diverse Verschwörungsphantasten und wer sonst alles in Krisenzeiten das Wort ergreift. Alle miteinander halten sie “die Gierigen, die den Hals nicht voll genug kriegen” für die Verursacher der Krise. Auch manch vermeintlich radikaleR KapitalismuskritikerIn findet sich da in trauter Eintracht mit Finanzminister, Fernseher und Frau Meier wieder. Wenn es gegen die „Zirkulationssphäre“ geht, entstehen sonderbar anmutende Schulterschlüsse. Ein ebenso verbreiteter wie unreflektierter Bauch-Antikapitalismus verwechselt Gesellschaftskritik mit Wut auf „die da oben“, „Lügenpack“ und „Lügenpresse“.

Die Nationalsozialisten setzten „die Gierigen“ mit „den Juden“ gleich. Doch auch wer das nicht tut, kann sich in einer gefährlichen Nähe zum Antisemitismus befinden, ohne sich darüber im Klaren zu sein. Weiterlesen

Der gescheiterte Antifaschismus der DDR

Folgen und aktuelle Anforderungen für eine emanzipatorische Politik 30 Jahre nach dem Mauerfall

Einführender Vortrag und Diskussion mit Harry Waibel

Der Vortrag ist mittlerweile HIER nachzuhören

Anschließende Podiumsdiskussion mit Pascal Begrich

Moderation: Marc-Dietrich Ohse

Mittwoch, 23. Oktober 2019, 19.00 Uhr Stuttgart

Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33

Eine gemeinsame Veranstaltung von Fritz-Erler-Forum Friedrich-Ebert-Stiftung Baden Würtemberg, Hospitalhof Stuttgart-Evangelisches Bildungszentrum und Förderverein Emanzipation und Frieden

Seit dem Ende des Kalten Krieges vollzog sich in der Kommunismusforschung ein neuer Aufbruch und auf beiden Seiten des geschleiften Eisernen Vorhangs haben die alten Legitimationszwänge und Frontstellungen an Überzeugungskraft verloren. Nun ist es möglich, mit professioneller Unbefangenheit neu an das Thema heranzugehen, ohne dafür gleich politisch abgestraft und wissenschaftlich marginalisiert zu werden. Die neuen Fragestellungen werden auf entscheidende Probleme einer kritischen Historie des 20. Jahrhunderts konzentriert, um die sozialen, ökonomischen und kulturellen Prozesse des vergangenen 20. Jahrhunderts zu rekonstruieren, auch um die Entwicklungstendenzen der Gegenwart besser begreifen zu können.1

Der Antifaschismus ist nicht nur als würdevolle Erinnerung und als lebendige Geschichtslektion zu verteidigen, sondern er muss gerade dort einer kritischen Analyse unterzogen werden, wo er versagt hat: Weiterlesen