Zu Besuch bei der Internationalen Deutschen Bodybuilding-Meisterschaft
Autoritäre Körperpanzer oder leichtfüßige Ästheten? Bei der Internationalen Deutschen Bodybuilding-Meisterschaft präsentierten sich eingeölte Muskelprotze in ihrer ganzen Pracht.
Von Minh Schredle
Offiziell hat das Posieren beim Bodybuilding keinen Einfluss auf die Bewertung der Preisrichter:innen. Doch bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft schien das Publikum auf Nummer sicher gehen zu wollen. »Arsch, Tim! Arsch!« rief eine nervöse Unterstützergruppe einem Athleten auf der Bühne zu, der bei der Präsentation seiner Muskeln offenbar das Gesäß vernachlässigte. Tim justierte nach und erntete anfeuernde Zurufe. Als dann die sogenannte seitliche Trizeps-Pose drankam, kannte die Begeisterung kein Halten mehr. »Jaaa, das ist unser Junge!« schrie einer.
Knapp 200 Athlet:innen gingen Anfang Dezember in der badischen Kleinstadt Wiesloch im Kongresszentrum Palatin an den Start – fast so viele, wie als Zuschauer:innen Platz nahmen. Besonders groß waren die Delegationen aus Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg. Das leistungsscheue Berlin war nur mit vier Teilnehmer:innen vertreten, die zu Survivors »Eye of the Tiger« einliefen.
Weiterlesen
