Die Gefährdung durch Social-Media-Nutzung hat gesellschaftliche Ursachen
von Tom Thümmler
Das Unbehagen an exzessiver Social-Media-Nutzung von Jugendlichen und den sich dabei zeigenden destruktiven Verhaltensweisen ist berechtigt. Aber ein Social-Media-Verbot für Jugendliche würde nur Symptome bekämpfen, nicht die gesellschaftlichen Ursachen dieser Phänomene.
Heranwachsende sollten vor den Auswirkungen sozialer Medien geschützt werden – dieser Ansicht sind nicht nur viele Eltern, sondern auch immer mehr Regierungen und Parlamente. Einer EU-weiten Umfrage im Auftrag der EU-Kommission zufolge nutzen 13- bis 18jährige an Wochentagen durchschnittlich 4,5 Stunden ihr Smartphone, am Wochenende sogar 6,1 Stunden täglich. Allerdings sind nur 29 Prozent von ihnen der Meinung, dass sich das negativ auf ihr Leben auswirke. Bei ihren Eltern sind es 51 Prozent. Es ist dennoch die erwachsene Generation, die die Diskussion hauptsächlich führt.

