Die Bundesregierung will weniger Rücksicht auf Kröten und Anwohner, damit schneller gebaut werden kann
von Minh Schredle
Eine Reform des Baurechts soll dafür sorgen, dass mehr Wohnungen gebaut werden. Das geht zu Lasten von Umweltschutz und Bürgerbeteiligung.
Der Wohnungsmangel in Deutschland hat nach Einschätzung des Pestel-Instituts das größte Ausmaß seit 30 Jahren erreicht. Dem Anfang 2026 veröffentlichten Sozialen Wohn-Monitor zufolge lag das Defizit Ende 2024 bei etwa 1,4 Millionen Wohnungen. Besonders schwer bei der Wohnungssuche haben es demnach Menschen unter 25, zum Beispiel Auszubildende und Berufseinsteiger:innen. Studierende, die nicht mehr bei den Eltern leben, gaben der Untersuchung zufolge durchschnittlich 53 Prozent ihres Monatsbudgets für Mietkosten aus. Aber auch für diejenigen, die nach Abschluss ihres Arbeitslebens eine schmale Rente einfahren, macht sich der Mangel immer stärker bemerkbar.
Weiterlesen
