In einem gerade von der „Diaspora Alliance“ veröffentlichten „Bericht über die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS)“ wird deren angebliche „Überbetonung des ‚israelbezogenen Antisemitismus‘“ kritisiert und damit eine der heutzutage dominierenden Antisemitismuserscheinungsformen verharmlost.
von Thomas Tews
Der israelische Journalist und Datenanalytiker Itay Mashiach verfasste unter dem Titel „Antisemitismus-Monitoring in Deutschland auf dem Prüfstand“ einen 60 Seiten umfassenden kritischen „Bericht über die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS)“i, der eigentlich im Mai 2024 hätte erscheinen sollen, aber „angesichts der verheerenden Entwicklungen“ in Israel und dem Gazastreifen seit dem 7. Oktober 2023 zunächst zurückgehaltenii und erst vor Kurzem auf der Webseite der „Diaspora Alliance“ – laut Eigenbeschreibung „eine internationale Organisation, die sich dem Kampf gegen Antisemitismus und seine Instrumentalisierung widmet“,iii – veröffentlicht wurde. Seit seinem Erscheinen hat er die in Deutschland anhaltende Antisemitismusdebatte von Neuem befeuert.iv
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