Was ist Antiimperialismus?

Anmerkungen zum Niedergang der Linken

(english translation)

Im Jahre 1910 erschien „Das Finanzkapital, Eine Studie zur jüngsten Entwicklung des Kapitalismus“ von Rudolf Hilferding. Der Verfasser war Mitglied der SPD und wurde 1923 und 1928/29 Reichsfinanzminister. Wladimir I. Lenin, der spätere Führer der russischen Oktoberrevolution, verfasste 1916 „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“. Der Text prägte den so genannten Marxismus-Leninismus, war eine wesentliche Grundlage sowjetischer Außenpolitik und dient mancher Antiimperialistin [1] bis heute als Basis ihrer politischen Anschauungen. Weiterlesen →

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Was ist Antiimperialismus?

Anmerkungen zum Niedergang der Linken

(english translation)

Im Jahre 1910 erschien „Das Finanzkapital, Eine Studie zur jüngsten Entwicklung des Kapitalismus“ von Rudolf Hilferding. Der Verfasser war Mitglied der SPD und wurde 1923 und 1928/29 Reichsfinanzminister. Wladimir I. Lenin, der spätere Führer der russischen Oktoberrevolution, verfasste 1916 „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“. Der Text prägte den so genannten Marxismus-Leninismus, war eine wesentliche Grundlage sowjetischer Außenpolitik und dient mancher Antiimperialistin [1] bis heute als Basis ihrer politischen Anschauungen. Weiterlesen →

Was sind die Ursachen der Eurokrise?

Über die inneren Widersprüche des Euro und den Irrwitz der europäischen Sparpolitik

Vortrag und Diskussion mit Ernst Lohoff, Redakteur der Zeitschrift krisis- Beiträge zur kritik der Warengesellschaft

Montag, 28. Januar, 19.00, Gewerkschaftshaus Stuttgart, Raum 245, Willi-Bleicher-Str. 20 Eine Veranstaltung der Gewerkschaft ver.di Bezirk Stuttgart

Warum gibt es die Eurokrise? Sind „faule Griechen“ schuld oder „gierige Spekulanten“? Finanzmärkte oder Staatsverschuldung? Oder liegen die Ursachen ganz woanders? Mit dem Euro wurden getrennte Währungsgebiete zusammengeschlossen, ohne einen einheitlichen wirtschaftspolitischen Funktionsraum mit einheitlichem Produktivitätsniveau zu schaffen. Die Niederlande, Deutschland oder Österreich rangierten schon vor zehn Jahren in der Weltmarktkonkurrenz auf einem ganz anderen Niveau als Portugal, Spanien oder gar Griechenland. Weiterlesen →

Warum kann die Politik die Misere der Wirtschaft nicht stoppen?

Vortrag von Lothar Galow-Bergemann                                                                   gehalten am 12. Oktober 2011 im Karl-Marx-Haus in Trier
Obwohl wir mit so wenig Arbeit wie noch nie soviel Reichtum wie noch nie produzieren können, sollen wir immer länger arbeiten. Der alte Menschheitstraum vom guten Leben für alle ohne Mühe und Plackerei könnte in Zeiten der Mikroelektronik Wirklichkeit sein. Doch die einen sollen arbeiten bis zum Umfallen, die anderen werden für überflüssig erklärt, sprich arbeitslos.
Was ist es, das da so grundsätzlich schiefläuft?
Die aktuelle Krise gibt es nicht, weil sich irgendjemand falsch verhalten hätte, sondern weil sich alle „richtig“ verhalten und das tun, was die Marktwirtschaft von ihnen verlangt. Gedanken über die Verwechslung von stofflicher und abstrakter Reichtumsproduktion und deren fatale Folgen.

Gesendet im Freien Radio für Stuttgart am 28. Oktober 2011

Mit Dank an Michael Molli

Die große Entwertung

Warum Spekulation und Staatsverschuldung nicht die Ursache der Krise sind

Vortrag und Diskussion mit Ernst Lohoff, Nürnberg

Sonntag, 27. Januar 2013, 17:00, Wilhelmspalais, Stuttgart, Konrad-Adenauer-Str. 2        Eine Veranstaltung von Wilhelm, das war nix! in Kooperation mit Emanzipation und Frieden

Dass Krise ist, bestreitet niemand. Über Ursache und Ausmaß gehen die Meinungen allerdings weit auseinander. Sind Spekulanten, Finanzmärkte und Staatsverschuldung schuld? Ist die Aufblähung der Finanzmärkte Ergebnis einer Umverteilung zwischen Kapital und Arbeit? In seinem Buch Die große Entwertung, das Ernst Lohoff gemeinsam mit Norbert Trenkle geschrieben hat, untersucht er die aktuellen Bewegungen und Widersprüche des Fiktiven Kapitals und präsentiert wesentlich andere Antworten, als sie im diskursiven Mainstream – auch im linken – en vogue sind. Weiterlesen →

The Great Gender ’n’ Trouble Swindle. Judith Butlers un_kritische Theorie.

Vortrag von und mit Lars Quadfasel, Hamburg

Sonntag, 20. Januar, 17:00, Wilhelmspalais, Stuttgart, Konrad-Adenauer-Str. 2              Eine Veranstaltung von Wilhelm, das war nix! in Kooperation mit Emanzipation und Frieden

Die Verleihung des Adorno-Preises der Stadt Frankfurt an die Ikone der „Queer“-Bewegung, Judith Butler, hat zu einigen Protesten Anlass gegeben. Butlers Unterstützung für antiisraelische Boykottkampagnen und ihre Nobilitierung von Hamas und Hisbollah als „Teil der globalen Linken“ widersprechen allzu deutlich all dem, wofür der Namensgeber des Preises zeit seines Lebens einstand. Butlers Fürsprecher verlegten sich daher gerne auf die Formel, man dürfe über ihre politischen Dummheiten doch nicht ihre brillante Philosophie übersehen. Weiterlesen →

Offene Flanken nach Rechts in der “antikapitalistischen Bewegung”

Vortrag und Diskussion
Referent: Lothar Galow-Bergemann

Donnerstag, 17. Januar 2013  19 Uhr
L.E.D.E.R.E.R. e.V., Lederergasse 25, 93047 Regensburg
Eine Veranstaltung der JIGRA –  Jugendinitiative gegen Antisemitismus und Rassismus

Seit dem Offenkundigwerden der Krise des Kapitalismus im Jahr 2008, wird wieder mehr über das Wirtschaftssystem gesprochen. Nimmt man das Wort Kapitalismus in den Mund, resultiert daraus nicht mehr automatisch der häufig diskussionsbeendende Vorwurf, „Marxist_in“ zu sein. Leider wird in den laufenden Debatten dafür jedoch wenig über Ware, Wert, Arbeit, Kapital, Mehrwert und Ausbeutung gesprochen, sondern primär von Gier, Spekulation, Heuschrecken und dem „1 %“. Weiterlesen →

Kritikphobie. Islamdebatte auf Holzwegen

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann (Publizist, Stuttgart)

Donnerstag, 16. Januar 2013, 20 Uhr, react!OR, Frühlingstr. 17, Kempten

Die einen glauben, der neue Antisemitismus heiße Islamophobie, die anderen, dass sich im Moslemhass nur der althergebrachte Rassismus verberge. Einige empfinden Kritik an islamischen oder islamistischen Zuständen als Verletzung der Menschenwürde, andere betreiben nicht Religionskritik, sondern einzig Islamkritik. Die „Islam-Debatte“ ist geprägt von Essentialisierungen, die oft mehr über die Debattierenden selbst als über ihren vermeintlichen Gegenstand aussagen. Wo es um Menschen gehen sollte, wird eine Religion abwechselnd unter faktisches Kritikverbot gestellt oder zur Inkarnation des Bösen phantasiert. Weiterlesen →

Was ist Antizionismus?

Anmerkungen zum Hass auf den Juden unter den Staaten

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verbreitete sich unter Jüdinnen [1] , die in Europa lebten, die Idee, einen jüdischen Nationalstaat zu gründen und das Leben in der Diaspora zu beenden. Das Leben in Europa erwies sich als zunehmend unsicher und die modernen Nationalstaaten versprachen Jüdinnen alles andere als dauerhafte Sicherheit und Freiheit für Individuen ohne Ansehen ihrer Religion. In einzelnen Fällen gab es sehr wohl emanzipative Gesetzgebung und damit Hoffnung, dass im Rahmen der Durchsetzung einer Moderne, die Religion zunehmend als Privatsache ansah, die Jahrhunderte dauernde Diskriminierung und Drangsalierung von Juden zu Ende gehen würde. Weiterlesen →

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Was ist Antizionismus?

Anmerkungen zum Hass auf den Juden unter den Staaten

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verbreitete sich unter Juden, die in Europa lebten, die Idee, einen jüdischen Nationalstaat zu gründen und das Leben in der Diaspora zu beenden. Das Leben in Europa erwies sich als zunehmend unsicher und die modernen Nationalstaaten versprachen Juden alles andere als dauerhafte Sicherheit und Freiheit für Individuen ohne Ansehen ihrer Religion. In einzelnen Fällen gab es sehr wohl emanzipative Gesetzgebung und damit Hoffnung, dass im Rahmen der Durchsetzung einer Moderne, die Religion zunehmend als Privatsache ansah, die Jahrhunderte dauernde Diskriminierung und Drangsalierung von Juden zu Ende gehen würde.

Allein, es gab immer wieder fundamentale Rückschläge. Dazu kam die Gründung von Parteien und Vereinen, deren einziges Ziel war, Juden zu bekämpfen. Es entstand eine Pseudowissenschaft, die auch für Leute, die sich ansonsten als Liberale verstanden, „bewies“, dass „die Juden unser Unglück“ seien. In der nicht-jüdischen Bevölkerung herrschte virulente Abneigung, die jederzeit ausbrechen konnte und deren Eindämmung durch die Staatsmacht keineswegs garantiert war. Wenn es eines Beweises bedurft hätte, dass diese Befürchtungen begründet waren, so muss Auschwitz als solcher gelten – die systematische Vernichtung der Juden unter den Augen der Staaten, Kirchen, Gewerkschaften und Parteien mit Hilfe der vereinten Antisemiten Europas und unter Führung der Deutschen. Weiterlesen →

Solidarität mit Israel – Free Gaza from Hamas!

Rede von Lothar Galow-Bergemann , 26.11. 2012, Stuttgart

„… Warum glauben 66% aller Deutschen, dass der jüdische Staat den Weltfrieden gefährde? Dass Israel dasselbe mit den Palästinensern mache, was „die Nazis“ mit den Juden gemacht haben? Wer auch immer diese ominösen Nazis eigentlich waren, die Deutschen waren es scheinbar nicht. Warum glaubt man in Deutschland so gerne und allen Ernstes, dass sich der Terror schon in Luft auflösen würde, wenn in jüdischen Siedlungen keine Häuser mehr errichtet und keine Dachgauben mehr ausgebaut werden? …“ Weiterlesen →

Autoritäre Reflexe. Regressive Krisenverarbeitung in Osteuropa

Eine Sendung von Emanzipation und Frieden, 23. November 2012

mit einem Vortrag von Tomasz Konicz, gehalten auf einem Seminar der Gruppe krisis am 29.09.2012 – gesendet im Freien Radio für Stuttgart am 23.11.12

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In den Ländern Ostmitteleuropas ist zwar Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre der so genannte real existierende Sozialismus glücklicherweise von der Bühne abgetreten. Doch auch 20 Jahre danach hat es die Marktwirtschaft nicht geschafft, der Masse der Menschen eine attraktive Lebensperspektive zu eröffnen. Weiterlesen →

Zur Kritik an David Graeber – „Schulden – die ersten 5000 Jahre“

Eine Sendung von Emanzipation und Frieden, 26. Oktober 2012

mit einem Vortrag (gekürzt) von Franz Schandl, gehalten auf einem Seminar der Gruppe krisis am 29.09.2012, mit einer Einleitung von Lothar Galow-Bergemann

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Es sei „ein herrliches und hilfreiches Buch“, es öffne „dem Leser die Augen für das, was gerade vor sich geht“, ja es sei gar „eine Offenbarung“. So begeisterte sich Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Ende letzten Jahres über das Buch des amerikanischen Ethnologen David Graeber „Schulden – Die ersten 5000 Jahre“ und entfachte damit einen kleinen Medienhype. Weiterlesen →

Dem Steuerzahler dienen

Die Linkspartei kann auf die Vorwürfe des Landesverrats nur mit dem Treueschwur auf das deutsche Volk reagieren. Kommentar von Lothar Galow-Bergemann,  jungle world v. 18. Oktober 2012

Fast hätte man einmal wieder so richtig Freude an der deutschen Politik haben können: Während die Kanzlerin im Athener Präsidentenpalast die schwäbische Hausfrau gab, protestierte der Vorsitzende einer Bundestagspartei auf dem Syntagma-Platz. Er hätte dabei das Gewäsch über die faulen Griechen auseinandernehmen können, die den fleißigen Deutschen auf der Tasche liegen. Weiterlesen →

Widerstand ohne Opposition? Was bedeutet „Aufarbeitung der Vergangenheit?

Zur Ausstellung „Anständig gehandelt – Widerstand und Volksgemeinschaft“          im Stuttgarter Haus der Geschichte

Eine Sendung von Emanzipation und Frieden, 28. September 2012
von Burkhard Heinz und Maximilian Meeks

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„Die Frage ‚Was bedeutet: Aufarbeitung der Vergangenheit‘ muß erläutert werden. Sie geht von einer Formulierung aus, die sich während der letzten Jahre als Schlagwort höchst verdächtig gemacht hat. Mit Aufarbeitung der Vergangenheit ist in jenem Sprachgebrauch nicht gemeint, daß man das Vergangene im Ernst verarbeite, seinen Bann breche durch helles Bewußtsein. Sondern man will einen Schlußstrich darunter ziehen und womöglich es selbst aus der Erinnerung wegwischen.“ Weiterlesen →

Negative Nachrichten lese ich jeden Tag

Bärbel Illi, Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Stuttgart und Mittlerer Neckar, wirbt für eine sachliche und faire Beschäftigung mit Israel.

Waiblinger Kreiszeitung, 15. September 2012

„… In meinem Wohnort war kürzlichan einer Hausmauer zu lesen: „Erhebt euch gegen Israel.“ Das könnte ein Neonazi oder eine Linksradikale gesprüht haben. Leute, die sich als links verstehen, rufen auf der Stuttgarter Königstraße immer mal wieder zum Boykott israelischer Produkte auf. Das halte ich für antisemitisch. Sie verwenden Aktionsformen und zielen auf dieselben Ressentiments wie die Nazis in den dreißiger Jahren. …“ Weiterlesen →

Die große Entwertung – Warum Spekulation und Staatsverschuldung nicht die Ursache der Krise sind

Nicht „Wer ist schuld an der Krise?“ sondern „Was ist schuld an der Krise?“ fragen Ernst Lohoff und Norbert Trenkle von der Gruppe krisis in ihrem neuen Buch und entwickeln anhand dieser Frage eine wesentlich fundiertere Kapitalismuskritik als sie gemeinhin in linken Kreisen anzutreffen ist. Die Kapitalverwertung selbst ist unter den Bedingungen der mikroelektronischen Produktivkraftrevolution in eine substanzielle Krise geraten. Im Kapitel „Massenausfall – Wie der Kapitalismus an seiner eigenen Produktivität erstickt“ setzt sich Norbert Trenkle mit Positionen auseinander, die diesen Sachverhalt nicht wahrhaben wollen.

Hören Sie Ausschnitte daraus mit einer kurzen Einleitung von Lothar Galow-Bergemann. Gesendet im Freien Radio für Stuttgart am 23.03.2012

 
Mit Dank an libribooks

Tier und wir – Zur Kritik der Human Animal Studies

Eine Sendung von Emanzipation und Frieden, 27. Juli 2012

Ein Text von Heiko Werning, erschienen in jungle world v. 28. Juni 2012                           mit einer Einleitung von Lothar Galow-Bergemann

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Antispeziesisten haben als die wichtigste Frage der Menschheit ausgerechnet deren Umgang mit den Tieren ausgemacht. Es gibt viele gute und ehrenwerte Gründe, sich für den Schutz von Tieren einzusetzen. Doch wem trotzdem das Menschenrecht emotional ein ganzes Stück näher geht als das Tierrecht, der sollte sich auf den Vorwurf des Anthropozentrismus gefasst machen, also die Empörung darüber, die Welt von einem Standpunkt aus zu betrachten, der den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Was nun ausgerechnet daran so schlimm sein soll leuchtet nicht ein, zumal sich Antispeziesisten auch theoretisch in heillose Widersprüche verwickeln und letztendlich – ziemlich anthropozentristisch sind. Heiko Werning setzt sich in seinem Text „Tier und wir“ mit der Ideologie der so genannten „Human Animal Studies“ auseinander.

Heuschrecken, Gier und Weltverschwörung

Regressiver Antikapitalismus und das antisemitische Ressentiment

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

26. Juli, 20 Uhr; Djäzz Jazzkeller, Börsenstrasse 11, 47051 Duisburg                            Eine Veranstaltung des Bündnis gegen Antisemitismus Duisburg

Geht es gegen Banken und „die Finanzmärkte“, sind sich schnell alle einig: Parteipolitiker, Gewerkschaften, Linke, Rechte, Hobby-Ökonomen und wer sonst noch so in Krisenzeiten das Wort ergreift. Es entstehen sonderbar anmutende Schulterschlüsse, wenn es gegen die „Zirkulationssphäre“ geht. Weiterlesen →