Hörfassung eines Beitrags von Lothar Galow-Bergemann,
erschienen in konkret 7/2013
gesendet im Freien Radio für Stuttgart am 26.07.2013
Hörfassung eines Beitrags von Lothar Galow-Bergemann,
erschienen in konkret 7/2013
gesendet im Freien Radio für Stuttgart am 26.07.2013
10.00 bis 12.00 Uhr, Stuttgart, Wagenhallen Nordbahnhof
im Rahmen des Dritten Europäischen Forums gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte
[Ein Bericht über eine Podiumsdiskussion am Folgetag ist mittlerweile hier erschienen]
Projekte wie S 21 sind in der Logik der Kapitalverwertung keineswegs „unnütz“, „unsinnig“, „zu teuer“. Es gibt sie nicht, weil Politiker unfähig, Ingenieure stümperhaft oder Spekulanten gierig wären. Sondern weil alle das tun, was kapitalistisch vernünftig ist. Was ist das eigentlich: Kapital-ismus? Zum Einlesen: Oben bleiben. Weiter gehen.
Kurzstatement: Viele glauben, dass „wir von gierigen Spekulanten und Politikern betrogen werden.“ Diese verbreitete Vorstellung illustriert auch der Mobispot für das Dritte Europäische Forum. Doch diese Sicht geht am Kern der Dinge vorbei. Weiterlesen
erschienen in konkret 7/2013 unter dem Titel: Fehlanzeige. Zur seltsamen Abwesenheit von Religionskritik in der sogenannten Islamdebatte.
– auch als Audiodatei verfügbar –
„Ist es aber Wahrheit, daß die Dirne nicht ist Jungfrau funden, so soll man sie hinaus vor die Tür ihres Vaters Hauses führen, und die Leute der Stadt sollen sie zu Tode steinigen.“ – „Und jene [Frauen], deren Widerständigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!“ – „Sag [den Juden]: Kann ich euch etwas Schlimmeres verkünden als die Vergeltung Gottes? Welche Gott verflucht hat und über welche er zürnte, hat er in Affen und Schweine verwandelt.“ – „Ihr [Juden] seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun.“ – Die interessierte Leserin möge bitte selber herausfinden, welche dieser Weisheiten unter Sure 4, Johannes 8, Sure 5 oder 5. Mose nachzulesen ist. Weiterlesen
Gesendet von emanzipation&frieden im Freien Radio für Stuttgart am 28. Juni 2013
Das Wort „Siedlungspolitik“ hat Zauberkräfte. Man spricht es aus und versteht sich. Es steht für den verbreiteten Glauben, man kenne sich im so genannten „Nahostkonflikt“ aus. Geht es um die Frage, warum es dort keinen Frieden gibt, so hört man umgehend, „die israelische Siedlungspolitik“ sei daran schuld. Wäre dem so, müsste es mit dem Gazastreifen bereits seit 2005 Frieden geben, als Israel dort alle Siedlungen auflöste. Doch von Sachkenntnis weitgehend ungetrübt, weiß man hierzulande Bescheid. Die gängige „Israelkritik“ hält es für völlig selbstverständlich, dass in Israel über eine Million Araber leben, während ihr die Vorstellung, in einem zukünftigen Palästinenserstaat könnten auch Juden leben, ein „Friedenshindernis“ ist.
Warum das Millionen Israelis anders sehen und welche Beweggründe und Argumente sie dafür haben, darüber sprach Prof. Yehuda Z. Blum auf Einladung der Deutsch-Israelische Gesellschaft und der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs am 4. Juni 2013 in Esslingen. Weiterlesen
Thanks to korynmalius for the translation 🙂 (Original in deutsch)
Since 2008, the crisis refuses to go away. The idea of an eternally prosperous market-economy is dead and gone, and so is the “critique of capitalism”. But, unfortunately, something lurks under this title: resentment. This is also true for part of the Left, who, although—I will grant you this—at least it fights the populist slogans about “those lazy Greeks who wait for our hand-outs”, in other respects is in the same category as what you can hear down the pub. Weiterlesen
Junge Stimme e.V., Wiesenstr. 86/Rückgebäude, 90459 Nürnberg.,(U-Bahn Aufseßplatz)
VeranstalterInnen:
krisis – Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft
im Rahmen der Vortragsreihe „Die Rechte und die Krise“
Die anhaltende Krise in Europa verschafft nationalistischen, rassistischen und neo-nazistischen Tendenzen zunehmend Auftrieb. In Ungarn herrscht eine rechtsautoritäre Quasi-Diktatur, in Griechenland sitzen Nazis im Parlament und in Deutschland wurde gerade eine Anti-Europartei gegründet, die das Ressentiment gegen die angeblich „faulen Südländer“ politisch bündeln und in Wahlerfolge umsetzen will. Schon seit Jahren profilieren sich Neonazis mit einer regressiven „Kapitalismuskritik“, die offen antisemitisch und völkisch begründet ist. Gefährlich ist das vor allem deshalb, weil bestimmte Grundmuster dieser „Kapitalismuskritik“ auch in der „Mitte der Gesellschaft“ und Teilen der Linken weit verbreitet sind. Damit setzt sich die Vortrags- und Seminarreihe der Zeitschrift Krisis in Kooperation mit dem Verein Junge Stimme e.V. auseinander.
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(im Rahmen der Reihe „Respect!“)
Weingut Dilger, Urachstr. 3
In der so genannten Islamdebatte scheinen die Fronten verhärtet: Während auf der einen Seite die Kritik an partriarchalen und anti-aufklärerischen Inhalten des politisierten Islamismus steht, warnt die andere Seite vor einem pauschalisierenden anti-muslimischen Rassismus. Kann es einen gemeinsamen Nenner geben?
Veranstalterin iz3w informationszentrum 3.welt
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erschienen in DIG-Magazin, Zeitschrift der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Nr.1/2013
Kennen Sie einen Antisemiten? Ich nicht. Ich kenne nur Leute, die alles mögliche sind, aber eines auf gar keinen Fall: antisemitisch. Das ist in Deutschland seit dem 9. Mai 1945 Standard. Komisch nur, dass sehr viele Deutsche ausgerechnet vom jüdischen Staat wie besessen sind. Sobald sich Israel gegen Terror wehrt, ist es oft nicht weit her mit vernünftigen Reaktionen. Schweigen wir von Nazis, Islamisten und Stalinisten, reden wir lieber von der politisch korrekten Studienrätin und dem friedensbewegten Architekten, die beide an jedem 27. Januar und an jedem 9. November „Nie wieder!“ schwören. Weiterlesen
Ein Vortrag von
gehalten am 25. April 2013 in Stuttgart
gesendet am 24. Mai 2013 im Freien Radio für Stuttgart
Nachlesen kann man den Vortrag mittlerweile auch, und zwar hier.
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Geht es gegen „Banken, Heuschrecken und Spekulanten“, befinden sich vermeintlich radikale Kapitalismuskritiker_innen häufig in trauter Eintracht mit Finanzminister, Fernseher und Frau Meier. So wie diese halten sie „die Gierigen, die den Hals nicht voll genug kriegen“ für die Verursacher der Krise. Weiterlesen

Veranstalter: forum materialistische kritik, Emanzipation und Frieden, Wilhelm, das war nix!
Eine Veranstaltung von Wilhelm, das war nix! in Kooperation mit Emanzipation und Frieden
Über keinen Staat gibt es so viele Gerüchte wie über Israel. Welchen Stellenwert hat die Gründung Israels heute noch? Handelt es sich beim Kampf gegen den jüdischen Staat, den Araber schon Jahrzehnte vor der Staatsgründung führten, wirklich um einen Kampf gegen Unrecht und Besatzung, oder geht es vielmehr gegen jede souveräne jüdische Präsenz in der Region? Weiterlesen
Den einen Tag wähnt der Herausgeber des Freitag „die ganze Welt am Gängelband“ des israelischen Regierungschefs, den andern Tag lobt er seinen Kollegen von der FAZ für dessen Enthüllung, dass „die Physiker an die Wall Street gegangen sind und seitdem die Welt in die Knie zwingen“. Das ist kein Zufall. Wohin die vielen vermeintlichen Kritiker vom Schlage eines Jakob Augstein auch blicken, überall finden sie böse Mächte am Werk, die nach Krise und Krieg trachten. Schon dem Vordenker des Deutschseins Johann Gottlieb Fichte war das Judentum „ein mächtiger, feindselig gesinnter Staat, der mit allen übrigen im beständigen Kriege steht“ Weiterlesen
Eine Veranstaltung von forum materialistische kritik, Emanzipation und Frieden und Wilhelm, das war nix!
Woher kommt das notorisch gute Gewissen der „Linken“ in ihrer Agitation gegen Israel? Wie funktioniert der Antisemitismus der sog. „legitimen Israel-Kritik“? Warum zeugt die feinsinnige Unterscheidung von Antisemitismus und Antizionismus vom Weißwaschen des deutschen Staatsfetischismus? Der Wahn vom Volkssouverän ist, wie immer im einzelnen ausbuchstabiert und ausagiert, die synthetische Ideologie der restlos kapitalisierten Gesellschaft, d.h. das zwar vollendet idiotische, aber desto lieber geglaubte und aggressiv bezeugte Ideologem, das die Linkspartei, Günter Grass und die NPD verbindet. Weiterlesen
Im Mai gibt es gleich zwei Jahrestage, die in Deutschland nur wenig Beachtung finden. Das eine Datum ist der 8. Mai, jener Tag, an dem 1945 die politische Herrschaft des Nationalsozialismus durch die kombinierte Anstrengung der Alliierten mit militärischen Mitteln beendet worden ist. In anderen Ländern Europas ist die jeweilige Befreiung ein Grund zum Feiern, in deutschen Kalendern sucht man vergeblich nach einem entsprechenden Verweis, von öffentlichen Veranstaltungen ganz zu schweigen. Kein Wunder: „Gedenken“ kann man eines solchen Tages nur schlecht, und so bleibt bloß das beredte Schweigen darüber, dass es am 8. Mai in Deutschland nie etwas zu feiern gab und gibt. Das andere Datum ist der 14. Mai: Es ist der Tag der Gründung des Staates Israel, Weiterlesen
Vortrag und Diskussion mit Marcus Hammerschmitt, Tübingen
Eine Veranstaltung von Wilhelm, das war nix! in Kooperation mit Emanzipation und Frieden
Der Kapitalismus ist ein Gewaltverhältnis – oder ein Bündel aus Gewaltverhältnissen – das seiner selbst nicht bewusst werden darf. Wie ein Schlafwandler gerät er in Gefahr zu stolpern, wenn er aufwacht. Daher seine Liebe zur Ideologie, dem notwendig falschen Bewusstsein als dem Traum des beweglichen, des handelnden Schläfers. Die Religion als Seufzer der bedrängten Kreatur ist dort wie eh und je aktuell, wo die Bedrängnis unmittelbar existenzielle Ausmaße erreicht. Nirgendwo wird inbrünstiger geglaubt als dort, wo eine Hoffnung auf reale Besserung nicht in Sicht ist. Weiterlesen
Vortrag und Diskussion von und mit Lothar Galow-Bergemann
„Die Krise ist die direkte Folge der Gier und der Skrupellosigkeit der Banker und Fondsmanager … Mit einer internationalen Finanzordnung, die es den Zockern an den Finanzmärkten erlaubt, den Zusammenbruch ganzer Volkswirtschaften zu riskieren, muss Schluss sein!“ Wer war’s? Der SPD-Vorsitzende? Der Finanzminister? Der DGB-Chef? Der Spiegel? Dass es diesmal die NPD war, ist reiner Zufall. Weiterlesen
Vortrag und Diskussion mit Bodo Kahmann, Göttingen
Sonntag, 24. März 2013, 17:00, Wilhelmspalais, Stuttgart, Konrad-Adenauer-Str. 2 Eine Veranstaltung von Wilhelm, das war nix! in Kooperation mit Emanzipation und Frieden
Als die Jihadisten um Mohammed Atta am 11. September 2001 die beiden Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers steuerten und diese zu Fall brachten, bejubelte nicht nur die Neonazi-Szene in Deutschland diesen Terroranschlag. In den Kommentaren wurde nicht zuletzt auf den symbolischen Charakter des Anschlagsziels hingewiesen: Mit der Zerstörung der Twin Towers in New York sei ein zentrales Symbol der „amerikanisch-jüdischen Globalisierung“ im Herzen der „jüdischen Machtzentrale“ attackiert worden. Der Hass auf New York kommt nicht von ungefähr. Weiterlesen
Vortrag und Diskussion von und mit Lothar Galow-Bergemann
(Publizist, langjährig freigestellter Personalrat, Stuttgart)
Mittwoch, 20.03.2013, 20 Uhr
react!OR, Frühlingstr. 17, 87435 Kempten
Obwohl wir mit so wenig Arbeit wie noch nie soviel Reichtum wie noch nie produzieren können, sollen wir immer länger arbeiten. Der alte Menschheitstraum vom guten Leben für alle ohne Mühe und Plackerei könnte in Zeiten der Mikroelektronik Wirklichkeit sein. Doch die einen sollen arbeiten bis zum Umfallen, die anderen werden für überflüssig erklärt, sprich arbeitslos. Was ist es, das da so grundsätzlich schief läuft? Weiterlesen