Wer vom Kapitalismus nicht reden will, sollte von Nachhaltigkeit schweigen

Warum wir mit »unserer Wirtschaft« nie eine nachhaltige
Gesellschaft erreichen werden.

Mittwoch, 12. Februar 2020, 19.00 Uhr, Regensburg

Gewerkschaftshaus – Paradiesgarten, Richard-Wagner-Straße 2

Eine Veranstaltung der ver.di-Jugend Oberpfalz

Alle sind für Klimaschutz, aber die globale Erwärmung nimmt unaufhörlich zu. Alle sind für soziale Gerechtigkeit, aber Kinder und Altersarmut wachsen. Alle wünschen sich mehr freie Zeit zum Leben, aber müssen immer mehr und länger arbeiten. Niemand will die Krise, aber keiner kriegt sie in den Griff. Wunsch und Wirklichkeit gehen weit auseinander, weil das herrschende Wirtschaftssystem grundsätzliche Konstruktionsfehler hat. Es beruht auf dem Zwang zu ewigem Wachstum und maximalem Profit. Gegen den Kapitalismus sind viele. Aber haben sie auch etwas von dem verstanden, was ihm den Namen gibt – vom Kapital?

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Digitalisierung – Die Chance für ein besseres Leben?

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Mittwoch, 22. Januar 2020, 19.00 Uhr, Bad Berleburg
Johannes-Althusius-Gymnasium, Im Herrengarten 11

Eine Veranstaltung von Bündnis 90/Die Grünen – Bad Berleburg

Stichworte wie „Industrie 4.0“ und „Digitalisierung der Arbeit“ stehen für eine Dynamik der Produktivkraftentwicklung, die unsere Gesellschaft in den kommenden beiden Jahrzehnten enorm verändern wird. Die Chancen liegen auf der Hand: Wir werden mit weniger Arbeit denn je immer größere Mengen stofflichen Reichtums schaffen können. Weil das aber unter den Bedingungen, wie wir heute wirtschaften, Menschen zunehmend „überflüssig“ machen wird, drohen ungekannte soziale Verwerfungen: In der Industrie ebenso wie in Pflege, Verwaltung, Einzelhandel, der Rentenversicherung und letztlich in der ganzen Gesellschaft.

Die öffentliche Debatte wird weder der Dimension des Problems noch den neuen Möglichkeiten der Digitalisierung gerecht. Weiterlesen

Audio: Die Wiederentdeckung der Klasse als Ausdruck linksidentitärer Sehnsucht

Vortrag von Ernst Lohoff und Lothar Galow-Bergemann

gehalten am 7. Dezember 2019 in München auf dem Kongress Stolz & Vorurteil

Linke, die jahrzehntelang vor allem auf Identitätspolitik gesetzt und die soziale Frage vergessen haben, üben sich zu Recht in Selbstkritik, denn mit dieser Ausrichtung überließen sie die Deutung wichtiger gesellschaftlicher Konflikte den Liberalen und Konservativen. Viele erhoffen sich von der Rückbesinnung auf die Klasse und ihre Kämpfe einen Ausweg aus dieser Sackgasse. Dummerweise handelt es sich bei dieser vermeintlichen Lösung aber nur um die Fortsetzung ihres Kardinalfehlers unter nostalgischen Vorzeichen.

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Die Wiederentdeckung der Klasse als Ausdruck linksidentitärer Sehnsucht

Vortrag und Diskussion mit Ernst Lohoff und Lothar Galow-Bergemann

auf dem Kongress Stolz & Vorurteil

Samstag 7. Dezember, 16.30 Uhr, München

Gewerkschaftshaus, Schwanthalerstraße 64

Der Vortrag ist mittlerweile HIER zu hören

Linke, die jahrzehntelang vor allem auf Identitätspolitik gesetzt und die soziale Frage vergessen haben, üben sich zu Recht in Selbstkritik, denn mit dieser Ausrichtung überließen sie die Deutung wichtiger gesellschaftlicher Konflikte den Liberalen und Konservativen. Viele erhoffen sich von der Rückbesinnung auf die Klasse und ihre Kämpfe einen Ausweg aus dieser Sackgasse. Dummerweise handelt es sich bei dieser vermeintlichen Lösung aber nur um die Fortsetzung ihres Kardinalfehlers unter nostalgischen Vorzeichen.

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Heuschrecken, Gier und Weltverschwörung

Regressiver Antikapitalismus und das antisemitische Ressentiment

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Montag, 11. November 2019, 19 Uhr, Oldenburg

Universität Oldenburg, Uhlhornsweg 49-55, A10 Hörsaal F

Eine Veranstaltung des AStA der Universität Oldenburg

Je länger die weltweite ökonomische Krise dauert, desto beliebter sind einfache Erklärungen. Geht es gegen Banken und „die Finanzmärkte“, sind sich fast alle einig: Parteipolitiker, Gewerkschaften, Linke, Rechte, diverse Verschwörungsphantasten und wer sonst alles in Krisenzeiten das Wort ergreift. Alle miteinander halten sie “die Gierigen, die den Hals nicht voll genug kriegen” für die Verursacher der Krise. Auch manch vermeintlich radikaleR KapitalismuskritikerIn findet sich da in trauter Eintracht mit Finanzminister, Fernseher und Frau Meier wieder. Wenn es gegen die „Zirkulationssphäre“ geht, entstehen sonderbar anmutende Schulterschlüsse. Ein ebenso verbreiteter wie unreflektierter Bauch-Antikapitalismus verwechselt Gesellschaftskritik mit Wut auf „die da oben“, „Lügenpack“ und „Lügenpresse“.

Die Nationalsozialisten setzten „die Gierigen“ mit „den Juden“ gleich. Doch auch wer das nicht tut, kann sich in einer gefährlichen Nähe zum Antisemitismus befinden, ohne sich darüber im Klaren zu sein. Weiterlesen

Heuschrecken, Gier und Weltverschwörung

Regressiver Antikapitalismus und das antisemitische Ressentiment

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Donnerstag, 17. Oktober 2019, 20.00 Uhr, Bonn

Hörsaal 8, Hauptgebäude der Universität Bonn

Eine Veranstaltung des Referats für politische Bildung des AStA Uni Bonn

Je länger die weltweite ökonomische Krise dauert, desto beliebter sind einfache Erklärungen. Geht es gegen Banken und „die Finanzmärkte“, sind sich fast alle einig: Parteipolitiker, Gewerkschaften, Linke, Rechte, diverse Verschwörungsphantasten und wer sonst alles in Krisenzeiten das Wort ergreift. Alle miteinander halten sie “die Gierigen, die den Hals nicht voll genug kriegen” für die Verursacher der Krise. Auch manch vermeintlich radikaleR KapitalismuskritikerIn findet sich da in trauter Eintracht mit Finanzminister, Fernseher und Frau Meier wieder. Wenn es gegen die „Zirkulationssphäre“ geht, entstehen sonderbar anmutende Schulterschlüsse. Ein ebenso verbreiteter wie unreflektierter Bauch-Antikapitalismus verwechselt Gesellschaftskritik mit Wut auf „die da oben“, „Lügenpack“ und „Lügenpresse“.

Die Nationalsozialisten setzten „die Gierigen“ mit „den Juden“ gleich. Doch auch wer das nicht tut, kann sich in einer gefährlichen Nähe zum Antisemitismus befinden, ohne sich darüber im Klaren zu sein. Weiterlesen

Digitalisierung – Die Chance für ein besseres Leben ergreifen.

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Donnerstag, 6. Juni 2019, 20.00 Uhr, Bamberg                            

Balthasar, Balthasargäßchen 1

Eine Veranstaltung der Freien Uni Bamberg

Stichworte wie „Industrie 4.0“ und „Digitalisierung der Arbeit“ stehen für eine Dynamik der Produktivkraftentwicklung, die unsere Gesellschaft in den kommenden beiden Jahrzehnten enorm verändern wird. Wir werden mit weniger Arbeit denn je immer größere Mengen stofflichen Reichtums schaffen können. Macht das noch mehr Menschen systemlogisch „überflüssig“, so drohen riesige soziale Verwerfungen.
Doch es bieten sich auch ungeahnte Chancen. Die öffentliche Debatte wird allerdings weder der Dimension des Problems noch den neuen Möglichkeiten gerecht.
Die Welt verändert sich rasend schnell, alte Rezepte taugen nichts mehr. Das Modell „Lebensunterhalt durch Erwerbsarbeit“ gerät weltweit in die Krise. Auch in Europa. Neue Wege sind angesagt. Massive Arbeitszeitverkürzungen könnten die Antwort auf eine alte Frage ermöglichen: Was heißt Teilhabe am gesellschaftlichen Reichtum?
Allerdings nur, wenn wir  aus dem Gedankengefängnis der herrschenden
abstrakten Reichtumsproduktion, sprich des Kapital-ismus, ausbrechen.

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Digitalisierung – Die Chance für ein besseres Leben ergreifen

Wie die Gewerkschaften in die Offensive kommen können. Und wie sie sich dafür verändern müssen.

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Montag, 13. Mai 2019, 18.00 Uhr, Stuttgart
Gewerkschaftshaus, Raum 3+4
Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart

Eine Veranstaltung von ver.di Bezirk Stuttgart

Eintritt frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Stichworte wie „Industrie 4.0“ und „Digitalisierung der Arbeit“ stehen für eine Dynamik der Produktivkraftentwicklung, die unsere Gesellschaft in den kommenden beiden Jahrzehnten enorm verändern wird. Wir werden mit weniger Arbeit denn je immer größere Mengen stofflichen Reichtums schaffen können. Macht das noch mehr Menschen systemlogisch „überflüssig“, so drohen riesige soziale Verwerfungen.
Doch es bieten sich auch ungeahnte Chancen. Die bisherige gewerkschaftliche Debatte wird allerdings weder der Dimension des Problems noch den neuen Möglichkeiten gerecht. Es gibt keinerlei Konzeption für den zu erwartenden Rückgang an Arbeit und Arbeitsplätzen. Lieber macht man sich vor, dass es „so schlimm schon nicht kommen wird“ und „wir in Deutschland“ schon noch genügend Arbeitsplätze behalten werden. Doch die Spatzen pfeifen von den Dächern, dass die Tage des Exportweltmeisters schon bald gezählt sein könnten. Die Welt, wie wir sie kennen, verändert sich rasend schnell, alte Antworten und Rezepte taugen nichts mehr. Das Modell „Lebensunterhalt durch Erwerbsarbeit“ gerät weltweit in die Krise und diese Entwicklung macht auch um Europa keinen Bogen. Weiterlesen

Audio: Die AfD und die soziale Frage

Vortrag von Stefan Dietl

gehalten am 4. April 2019 in Stuttgart

Um zu klären, welche Rolle die soziale Frage in der AfD spielt, untersucht Stefan Dietl die sozialpolitische Ausrichtung der Partei anhand ihres im Mai 2016 verabschiedeten Grundsatzprogramms und der vorhergehenden Debatten zwischen den verschiedenen Flügeln der Partei. Dabei zeigen sich sowohl die marktradikalen Positionen der AfD als auch ihre im „völkischen Antikapitalismus“ verwurzelten Inhalte. Stefan Dietl stellt die aktuelle sozial- und wirtschaftspolitische Programmatik der AfD vor dem Hintergrund des Kräftezerrens zwischen Marktradikalen und völkischen Nationalisten vor. Er liefert eine Problemanalyse bisheriger Versäumnisse, insbesondere der Gewerkschaften, im Umgang mit der AfD und ihrem Klientel und entwirft Gegenstrategien. Weiterlesen

Die AfD und die soziale Frage

Buchvorstellung und anschließende Diskussion mit Stefan Dietl

Donnerstag, 4. April 2019, 19.30 Uhr, Stuttgart

Stiftung Geißstraße 7, Stiftungssaal, 1. Stock

– Der Vortrag ist mittlerweile HIER zu hören –

Um zu klären, welche Rolle die soziale Frage in der AfD spielt, untersucht Stefan Dietl die sozialpolitische Ausrichtung der Partei anhand ihres im Mai 2016 verabschiedeten Grundsatzprogramms und der vorhergehenden Debatten zwischen den verschiedenen Flügeln der Partei. Dabei zeigen sich sowohl die marktradikalen Positionen der AfD als auch ihre im „völkischen Antikapitalismus“ verwurzelten Inhalte. Stefan Dietl stellt die aktuelle sozial- und wirtschaftspolitische Programmatik der AfD vor dem Hintergrund des Kräftezerrens zwischen Marktradikalen und völkischen Nationalisten vor. Er liefert eine Problemanalyse bisheriger Versäumnisse, insbesondere der Gewerkschaften, im Umgang mit der AfD und ihrem Klientel und entwirft Gegenstrategien. Weiterlesen

Audio: Warum sollen wir eigentlich immer mehr arbeiten, obwohl die Computer und Roboter immer besser werden?

Lothar Galow-Bergemann im Interview mit Katharina Mork von radio aktiv aus Anlass seines Vortrags „Warum kann die Politik die Krise nicht stoppen?“

aufgezeichnet am 18. Januar 2019, Kurzfassung gesendet am 23. Januar 2019

– Der Vortrag, der in diesem Interview angekündigt wird, ist mittlerweile HIER zu hören –

Überstunden ohne Ende, Rente mit 67, Existenzängste, Ausweglosigkeit und Frustration. Probleme, für die viele Menschen gerne einfache Lösungen hätten. Es schlägt die Stunde der Populisten, die mit Abschottung und Nationalismus auf Stimmenfang gehen. Lothar Galow-Bergemann sieht das grundlegende Problem an einer anderen Stelle. Er hält es für keinen Zufall, dass autoritäre und faschistische Bewegungen wachsen. Seit 2008 kommt der globale Kapitalismus nicht mehr aus der Krise. Selbst Konzern- und Bankchefs sehen zunehmend schwarz. Viele Menschen haben Angst, dass auch sie unter die Räder kommen könnten. Doch in ihrer Panik treten sie nach unten, anstatt über den Tellerrand des Kapitalismus hinauszuschauen. Dessen irre Logik macht nämlich die einen „überflüssig“, während die anderen arbeiten sollen bis zum Umfallen. Aber warum eigentlich, wo uns doch Computer und Roboter immer mehr Arbeit abnehmen? Weiterlesen

Digitalisierung – Die Chance für ein besseres Leben ergreifen.

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Mittwoch, 6. Februar 2019, 19.30 Uhr, Saarbrücken
Buchhandlung St. Johann, Kronenstr.6

Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Saar

Stichworte wie „Industrie 4.0“ und „Digitalisierung der Arbeit“ stehen für eine Dynamik der Produktivkraftentwicklung, die unsere Gesellschaft in den kommenden beiden Jahrzehnten enorm verändern wird. Wir werden mit weniger Arbeit denn je immer größere Mengen stofflichen Reichtums schaffen können. Macht das noch mehr Menschen systemlogisch „überflüssig“, so drohen riesige soziale Verwerfungen. Doch es bieten sich auch ungeahnte Chancen. Die öffentliche Debatte – auch die linke – wird allerdings weder der Dimension des Problems noch den neuen Möglichkeiten gerecht. Es gibt keinerlei Konzeption für den zu erwartenden Rückgang an Arbeit und Arbeitsplätzen. Noch nicht einmal bei den Gewerkschaften. Lieber macht man sich vor, dass es „so schlimm schon nicht kommen wird“ und „wir in Deutschland“ schon noch genügend Arbeitsplätze behalten werden. Doch die Spatzen pfeifen von den Dächern, dass die Tage des Exportweltmeisters schon bald gezählt sein könnten.

Die Welt, wie wir sie kennen, verändert sich rasend schnell, alte Antworten und Rezepte taugen nichts mehr. Das Modell „Lebensunterhalt durch Erwerbsarbeit“ gerät weltweit in die Krise und diese Entwicklung macht auch um Europa keinen Bogen. Neue Wege sind angesagt. Weiterlesen

Audio: Die digitale Gesellschaft

Von gläsernen Menschen, Beschäftigtendatenschutz und Rabattmarken

Vortrag von Torsten Weber

gehalten am 4. Dezember 2018 auf einer Veranstaltung von ver.di-Bezirk Stuttgart

– Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors –

In der Arbeitswelt, im Privatleben, in Staat und Gesellschaft ist die Digitalisierung nicht mehr wegzudenken. Was vor wenigen Jahren noch Science Fiction schien, ist heute Standard und führt nicht selten zu massiver Arbeitsverdichtung. Die Anforderungen an die Beschäftigten ändern sich. Gleichzeitig verändern sich Geschäftsmodelle weltweit in rasanter Geschwindigkeit.

Und während der europäische Gesetzgeber eine vereinheitlichte Datenschutzgrundlage geschaffen hat, geben immer mehr Menschen immer mehr Daten an anderer Stelle freiwillig preis. Weiterlesen

Audio: Feierabend! Warum die Arbeitsgesellschaft an ihre Grenzen stößt.

Vortrag von Norbert Trenkle

gehalten am 28.November 2018 bei ver.di Stuttgart

Obwohl die Produktivität im Produktionssektor geradezu sprunghaft angewachsen ist, arbeiten wir heute nicht kürzer, sondern länger und härter als vor dreißig Jahren. Die Leistung wurde extrem verdichtet und die Arbeit ergreift zunehmend die gesamte Lebenszeit, während gleichzeitig in großen Teilen der Welt immer mehr Menschen „überflüssig“ gemacht werden. Das ist der absurde Effekt einer Produktionsweise, in der die Arbeit ein bloßes Mittel ist, um den Kreislauf der Kapitalverwertung in Gang zu halten. Gleichzeitig hat aber das breitflächige Überflüssigmachen von Arbeitskraft eben diese kapitalistische Produktionsweise in eine tiefe Krise gestürzt, die nur durch die permanente Aufblähung der Finanzmärkte aufgeschoben werden kann. Doch das ist keine gute Nachricht. Denn da die meisten Menschen darauf angewiesen sind, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, um zu überleben, wird die Konkurrenz um die verbliebenen Arbeitsplätze und „Wirtschaftsstandorte“ immer erbitterter geführt. Weiterlesen

Schön, dass uns die Arbeit ausgeht

Ein Plädoyer für massive Arbeitszeitverkürzung

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Mittwoch, 16. Januar 2019, 19.30 Uhr, Sulzbach-Rosenberg                                       Buchhandlung Volkert, Neustadt 6, 92237 Sulzbach-Rosenberg

Eine Veranstaltung von Punk e.V., Verein für Politik und Kunst mit Unterstützung der ver.di-Jugend Oberpfalz

Wenn ältere Leute davon erzählen, dass es einmal so etwas wie Vollbeschäftigung gab und die Aussicht, sich durch Arbeit lebenslang seinen Unterhalt zu sichern, so klingt das wie aus einer fernen, längst vergangenen Zeit. Opas Welt kehrt in der Tat nicht wieder. Seit langem schmelzen sichere Arbeitsplätze wie Schnee an der Sonne und in den kommenden 20 Jahren wird jeder zweite Job in Europa und den USA  verschwinden, weil künstliche Intelligenz und Roboter das viel besser und billiger können. Aber warum macht uns das eigentlich Angst? Es wäre doch Freude angesagt. Schließlich träumen Menschen seit Jahrtausenden davon, ihr Leben mit Angenehmerem verbringen zu können als ausgerechnet mit Arbeit. Doch nur den wenigsten war es vergönnt, dem Zwang zu lebenslanger Schufterei zu entfliehen. Das Schöne ist, dass das heute alle könnten. Denn Technologie und Wissenschaft ermöglichen uns, mit immer weniger Arbeit immer mehr Reichtum zu schaffen. Doch ausgerechnet jetzt sollen wir immer länger arbeiten. Weiterlesen

Audio: Digitalisierung – Die Chance für ein besseres Leben ergreifen.

Wie die Gewerkschaften in die Offensive kommen können. Und wie sie sich dafür verändern müssen.

Vortrag von Lothar Galow-Bergemann

gehalten am 17. Juli 2018 beim DGB-Bildungswerk in München

unter dem Titel Industrie 4.0 – Zum Stand der gewerkschaftlichen Diskussion.

Stichworte wie „Industrie 4.0“ und „Digitalisierung der Arbeit“ stehen für eine Dynamik der Produktivkraftentwicklung, die unsere Gesellschaft in den kommenden beiden Jahrzehnten enorm verändern wird. Wir werden mit weniger Arbeit denn je immer größere Mengen stofflichen Reichtums schaffen können. Macht das noch mehr Menschen systemlogisch „überflüssig“, so drohen riesige soziale Verwerfungen. Doch es bieten sich auch ungeahnte Chancen. Die bisherige gewerkschaftliche Debatte wird allerdings weder der Dimension des Problems noch den neuen Möglichkeiten gerecht. Weiterlesen

Arbeit macht unfrei

Zum Zusammenhang von Arbeitsfetisch und Antisemitismus

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Donnerstag, 29. November 2018, 18 Uhr, Plauen                                                     Eckladen der sozialen Kunst, Pestalozzistraße 57

Eine Veranstaltung der FAU Plauen

Wer streikt, macht zwei Erfahrungen: Dass es gut ist, sich zu wehren. Und dass, selbst wenn man erfolgreich war, danach doch alles irgendwie beim Alten bleibt. Dass wir lebenslänglich arbeiten-müssen-um-Geld-zu-verdienen-damit-wir-leben-können ist das ungeschriebene, aber höchste Gesetz der bürgerlichen Gesellschaft. Arbeit sei so etwas wie Natur, lautet der allgemeine Konsens. Wer etwas gegen sie hat, gilt als verrückt oder faul, meistens als beides.

Nicht immer wurde die Arbeit so überhöht wie heute. In der Antike hatte sie sogar einen ausgesprochen schlechten Ruf. Mit Beginn der Neuzeit jedoch erfuhr sie religiöse Weihen. Das protestantische Arbeitsethos stand an der Wiege des Kapitalismus. Das Bürgertum, die Arbeiterbewegung und der Nationalsozialismus haben die Arbeit förmlich verherrlicht.

Doch auch wenn es dem herrschenden Bewusstsein noch so uneinsichtig ist: Arbeit und nützliches/ sinnvolles/lustvolles Tätigsein sind zwei Paar Stiefel. Weiterlesen

Heuschrecken, Gier und Weltverschwörung

Regressiver Antikapitalismus und das antisemitische Ressentiment

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 19 Uhr, Göttingen                                                 ver.di-Geschäftsstelle Göttingen, Groner-Tor-Straße 32

Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Club Göttingen

Je länger die weltweite ökonomische Krise dauert, desto beliebter sind einfache Erklärungen. Geht es gegen Banken und „die Finanzmärkte“, sind sich fast alle einig: Parteipolitiker, Gewerkschaften, Linke, Rechte, diverse Verschwörungsphantasten und wer sonst alles in Krisenzeiten das Wort ergreift. Alle miteinander halten sie “die Gierigen, die den Hals nicht voll genug kriegen” für die Verursacher der Krise. Auch manch vermeintlich radikaleR KapitalismuskritikerIn findet sich da in trauter Eintracht mit Finanzminister, Fernseher und Frau Meier wieder. Wenn es gegen die „Zirkulationssphäre“ geht, entstehen sonderbar anmutende Schulterschlüsse. Ein ebenso verbreiteter wie unreflektierter Bauch-Antikapitalismus verwechselt Gesellschaftskritik mit Wut auf „die da oben“, „Lügenpack“ und „Lügenpresse“.
Die Nationalsozialisten setzten „die Gierigen“ mit „den Juden“ gleich. Doch auch wer das nicht tut, kann sich in einer gefährlichen Nähe zum Antisemitismus befinden, ohne sich darüber im Klaren zu sein. Weiterlesen

Heuschrecken, Gier und Weltverschwörung

Regressiver Antikapitalismus und das antisemitische Ressentiment

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 19 Uhr, Halle (Saale)                                                   VL Ludwigsstraße, Ludwigsstraße 37

Eine Veranstaltung von VL Ludwigstraße

Je länger die weltweite ökonomische Krise dauert, desto beliebter sind einfache Erklärungen. Geht es gegen Banken und „die Finanzmärkte“, sind sich fast alle einig: Parteipolitiker, Gewerkschaften, Linke, Rechte, diverse Verschwörungsphantasten und wer sonst alles in Krisenzeiten das Wort ergreift. Alle miteinander halten sie “die Gierigen, die den Hals nicht voll genug kriegen” für die Verursacher der Krise. Auch manch vermeintlich radikaleR KapitalismuskritikerIn findet sich da in trauter Eintracht mit Finanzminister, Fernseher und Frau Meier wieder. Wenn es gegen die „Zirkulationssphäre“ geht, entstehen sonderbar anmutende Schulterschlüsse. Ein ebenso verbreiteter wie unreflektierter Bauch-Antikapitalismus verwechselt Gesellschaftskritik mit Wut auf „die da oben“, „Lügenpack“ und „Lügenpresse“.
Die Nationalsozialisten setzten „die Gierigen“ mit „den Juden“ gleich. Doch auch wer das nicht tut, kann sich in einer gefährlichen Nähe zum Antisemitismus befinden, ohne sich darüber im Klaren zu sein. Weiterlesen