Unter die Lupe genommen

Recherche gegen Rechts – Broschüre zum Projekt

von Minh Schredle

Das Kontext-Projekt „Recherche gegen Rechts“ beleuchtet rechtsextreme Netzwerke im Südwesten. Dazu gibt die Redaktion eine Broschüre heraus, die ab sofort erhältlich ist. Am 1. März stellen beteiligte Autor:innen die neue Publikation im Stuttgarter Café Merlin vor.

„Recherche gegen Rechts“ – Diskussionsrunde und Buchvorstellung

Sonntag, 1. März 2026, 18.30 Uhr, Stuttgart – Merlin, Augustenstraße 72

Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung via Mail an: info@merlinstuttgart.de

Vor ziemlich genau einem Jahrzehnt, im April 2016, rief der damalige AfD-Chef Jörg Meuthen auf einem Parteitag in Stuttgart den „Fahrplan in ein anderes Deutschland“ aus, „weg von dem links-rot-grün verseuchten 68er-Deutschland“. Wie auch die früheren Bundesvorsitzenden Frauke Petry und Bernd Lucke ist der Wirtschaftsprofessor längst aus der AfD ausgetreten, verkündete Anfang 2022 den Triumph der Rechtsextremen um Björn Höcke im internen Machtkampf.

Und so wechselten die Gesichter an der Spitze, mit denen sich die Partei verharmlosen will – während das andere Deutschland, dem Meuthen den Weg ebnen wollte, immer deutlichere Konturen annimmt: als eine Republik, in der sich Menschenfeindlichkeit ausbreitet und die Bedrohung für gesellschaftliche Minderheiten wächst.

In Baden-Württemberg fallen diese Entwicklungen auf einen fruchtbaren Boden, rechtsextreme Tendenzen sind hier tief verwurzelt. Die Investigativjournalistin Andrea Röpke berichtet seit über 30 Jahren über die Szene und wurde für ihre Arbeit mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Für das Kontext-Projekt „Recherche gegen Rechts“ legte sie die Kontakte von Markus Frohnmaier, AfD-Spitzenkandidat bei der anstehenden Landtagswahl, zu autoritären Regimen dar. Zudem berichtete Röpke in der Serie über völkische Sippen, die deutsches Blut „reinhalten“ wollen und als Netzwerk meist im Hintergrund bleiben – doch eng mit der AfD verbunden sind.

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AfD und „Prüf“-Demos: Kontrolle ist besser

Bundesweit gehen Menschen dafür auf die Straße, ein AfD-Verbotsverfahren einzuleiten

Von Minh Schredle

Vier Jahre lang hat es gedauert, bis der Rechtsstreit vorbei war. Dann fiel im Mai 2025 die endgültige Entscheidung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Dieses betrachtete es als legitim, dass der Verfassungsschutz die AfD auf Bundesebene offiziell als „rechtsextremen Verdachtsfall“ bezeichnen darf. Gegen diese Einstufung hatte die AfD geklagt, war durch alle Instanzen gezogen und hatte in keiner einzigen Recht bekommen.

Fast zeitgleich, ebenfalls im Mai 2025, hatte der Bundesverfassungsschutz bekannt gegeben, die Partei inzwischen als „gesichert rechtsextremistisch“ anzusehen, wogegen nun erneut eine Klage läuft, allerdings mit unklarem Zeithorizont, wann es zur ersten Verhandlung kommt. Bis der Sachverhalt abschließend geklärt ist, könnte ein neues Jahrzehnt angebrochen sein. Und wenn eines Tages dann mal rechtskräftig geklärt ist, ob der Verfassungsschutz das wohl noch sagen darf, hätte die Entscheidung keine bindende Wirkung für ein mögliches Verbotsverfahren gegen die rechtsextreme Partei.

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Fallstricke der Emanzipation

Autoritäres in der Linken und antifaschistische Essentials heute

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Freitag, 6. März 2026, 18.00 Uhr, Ludwigshafen/Rhein

Hartmannstraße 45, 67063 Ludwigshafen (Einlass 17.30 Uhr)

Eine Veranstaltung der Naturfreundejugend Rheinland/Pfalz

Alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist. Besser lassen sich Anspruch und Programm menschlicher Emanzipation nicht auf den Punkt bringen. Wenn der Begriff Links Sinn hat, dann diesen. Oft sehen linke Theorie und Praxis jedoch ganz anders aus. Was längst überwunden sein sollte, lebt auch in vielen linken und linksradikalen Strukturen und Denkweisen fort: Die Herrschaft von Zwangsgemeinschaften und von Menschen über andere Menschen.

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Foltern für die Meinungsfreiheit

Das in vielen US-Bundesstaaten geltende Verbot von Konversionstherapien könnte fallen

von Minh Schredle

Noch sind in vielen US-Bundesstaaten sogenannte Konversions­therapien für Minderjährige verboten. Der inzwischen mehrheitlich mit religiösen Rechten besetzte Supreme Court könnte dies allerdings in absehbarer Zeit ändern.

»Maulkorberlass« – so nennt die Therapeutin und praktizierende Christin Kaley Chiles aus dem US-amerikanischen Bundesstaat Colorado das dortige gesetzliche Verbot, homo- und transsexuelle Minderjährige einer sogenannten Konversionstherapie zu unterziehen, einer pseudowissenschaftlichen Praktik, die darauf abzielt, die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität gesellschaftlichen oder religiösen Normen zu anzugleichen.

Chiles setzt sich derzeit vor dem Supreme Court, dem Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten, gegen das Verbot ein. Sie argumentiert, die Regelung, die in ihrem Bundesstaat seit 2019 gilt, verletze ihr Recht auf freie Meinungsäußerung. Denn ihre Überzeugung sei es, dass sich Menschen am besten entwickeln, »wenn sie im Einklang mit Gottes Schöpfung leben – einschließlich des biologischen Geschlechts«. Das Urteil steht noch aus. Bei einer Anhörung im Oktober zeichnete sich allerdings ab, dass Chiles eine Mehrheit der konservativen Richter:in­nen überzeugen dürfte. Mehr als deutlich machte das Richter Samuel Alito: Das Verbot sei eine »eklatante Diskriminierung«.

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Fallstricke der Emanzipation

Autoritäres in der Linken und antifaschistische Essentials heute

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Dienstag, 3. März 2026, 20.15 Uhr, Hameln

freiraum Hameln, Walkemühle 1a, 31785 Hameln

Eine Veranstaltung von freiraum Hameln e.V.

Alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist. Besser lassen sich Anspruch und Programm menschlicher Emanzipation nicht auf den Punkt bringen. Wenn der Begriff Links Sinn hat, dann diesen. Oft sehen linke Theorie und Praxis jedoch ganz anders aus. Was längst überwunden sein sollte, lebt auch in vielen linken und linksradikalen Strukturen und Denkweisen fort: Die Herrschaft von Zwangsgemeinschaften und von Menschen über andere Menschen.

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Fallstricke der Emanzipation

Autoritäres in der Linken und antifaschistische Essentials heute

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Donnerstag, 5. März 2026, 18.00 Uhr, Neustadt/Weinstraße

Wespe, Friedrichstraße 36 (Kulturraum über dem Konfetti)

Eine Veranstaltung der Weinstraßen Antifa in Zusammenarbeit mit der Naturfreundejugend Rheinland-Pfalz, gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz

Alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist. Besser lassen sich Anspruch und Programm menschlicher Emanzipation nicht auf den Punkt bringen. Wenn der Begriff Links Sinn hat, dann diesen. Oft sehen linke Theorie und Praxis jedoch ganz anders aus. Was längst überwunden sein sollte, lebt auch in vielen linken und linksradikalen Strukturen und Denkweisen fort: Die Herrschaft von Zwangsgemeinschaften und von Menschen über andere Menschen.

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Fallstricke der Emanzipation

Autoritäres in der Linken und antifaschistische Essentials heute

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Mittwoch, 4. März 2026, 18.30 Uhr, Hildesheim

Ort t.b.a.

Eine Veranstaltung von Antifaschistisches Kollektiv 37 Hildesheim im Rahmen der Reihe Bitte folgen? Nächste Ausfahrt Autoritarismus

Alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist. Besser lassen sich Anspruch und Programm menschlicher Emanzipation nicht auf den Punkt bringen. Wenn der Begriff Links Sinn hat, dann diesen. Oft sehen linke Theorie und Praxis jedoch ganz anders aus. Was längst überwunden sein sollte, lebt auch in vielen linken und linksradikalen Strukturen und Denkweisen fort: Die Herrschaft von Zwangsgemeinschaften und von Menschen über andere Menschen.

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Video: Selbstzerstörerische Tendenzen rechtslibertärer Politik in den USA

Vortrag von Minh Schredle

Online gehalten am 26. November 2025 bei krisis-Kritik der Warengesellschaft

Reine Audioversion:

In den USA hat eine staatsfeindliche Milliardärsclique den Regierungsapparat übernommen und treibt eine atemberaubende Deregulierungsoffensive voran. Neben ordinär-kleptokratischen Gesetzen zur Selbstbereicherung geraten – wie im 2023 von der Heritage Foundation veröffentlichten Strategiepapier Project 2025 skizziert – nicht nur demokratische Checks and Balances sowie Umweltschutzauflagen unter die Räder. Der Staat entledigt sich zusehends auch seiner bescheidenen Reste sozialer Fürsorgefunktionen und betreibt eine halsbrecherische Gesundheitspolitik, die den wirtschaftlichen Verwertungsinteressen von „Humankapital“ zuwiderläuft.

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Video: Mehr arbeiten für weniger Wohlstand

Über die Zumutungen „unserer Wirtschaft“

Vortrag von Lothar Galow-Bergemann

gehalten am 29. November 2025 in Wien

auf der ACT NOW – Konferenz für soziale Kämpfe

Nur Audio:

Wir sollen mehr arbeiten, um unseren Wohlstand zu sichern. Aber trotz Mehrarbeit und Wirtschaftswachstum geht es vielen schlechter. Wohnen wird unbezahlbar. Lebenshaltungskosten steigen. Armut wächst. Soziales, Bildung und Gesundheit sind „zu teuer“. Klimaschutz wird sowieso vernachlässigt. Dass es den Jüngeren einmal schlechter gehen wird, ist ein offenes Geheimnis. Ein merkwürdiger „Wohlstand“ droht uns da.

Wir sollen mehr arbeiten für noch mehr überflüssige und schädliche Autos, Plastik im Meer und Finanzgebirge. Weil Konkurrenz statt Kooperation das Prinzip dieser Wirtschaft ist. Ihrem Ellenbogenegoismus entspringt auch die autoritär/faschistische Welle. An so eine Wirtschaft sollten wir uns nicht anpassen. Die Wirtschaft muss sich uns anpassen.

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„Die Räte als Organismus der Klasse“

Zum Wirken Bernhard Reichenbachs

von Thomas Tews

Vor 137 Jahren wurde der jüdischstämmige linkskommunistische Politiker und Journalist Bernhard Reichenbach geboren. Sein Engagement für die „Überwindung einer Gesinnung, die das ‚Ich‘ und nicht die Gemeinde der Menschheit sucht“, bleibt aktuell.

Bernhard Reichenbach kam am 12. Dezember 1888 als Sohn des jüdischen Kaufmannes Bruno Reichenbach und der evangelischen Lehrerin und Erzieherin Selma Reichenbach, geborene Menzel, in Berlin zur Welt. Seine Großeltern väterlicherseits gehörten dem assimilierten jüdischen Bürgertum an und sein Vater hatte sich ein Jahr vor seiner Geburt taufen lassen, pflegte aber auch danach noch einige jüdische Traditionen.

Nach seinem Abitur arbeitete Reichenbach zunächst als Schauspieler in Hamburg und Bochum. Von 1912 bis 1914 studierte er dann Literatur und Kunstgeschichte in Berlin, wo er Mitglied der „Freien Studentenschaft“ sowie Mitherausgeber des „Aufbruchs“ war. Im Ersten Weltkrieg diente er von 1915 bis 1917 als Sanitäter und wurde anschließend in die Pressestelle des Auswärtigen Amtes versetzt. In der Pressestelle wurde Reichenbach die deutsche Kriegspropaganda bewusst, wie er sich später erinnerte:

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Crash mit Ansage. Das Börsenhoch von KI-Aktien

von Ernst Lohoff

Der KI-Sektor mobilisiert astronomische Summen an Geldkapital. Für die investierenden Technologieunternehmen ist das bislang kein profitables Geschäft, dennoch erreichen ihre Aktien Rekordwerte. Mittlerweile überbieten sich die Warnungen vor einer KI-Blase, die bald platzen könnte, und legen den Vergleich mit der Dotcom-Blase der späten neunziger Jahre nahe. Allerdings unterscheiden sich Marktstruktur und Entwertungsdynamik der beiden Sektoren erheblich.

In der Regel sehen Wirtschaftsexperten das Platzen von Finanzblasen gar nicht oder erst sehr spät kommen. So geschah es im Herbst 1845, als ein Börseneinbruch dem ersten großen Eisenbahnboom in England ein jähes Ende bereitete und viele Anleger – darunter Charles Darwin – finanziell ruinierte. Zu Beginn unseres Jahrtausends sah es ähnlich aus. Wenige Monate bevor im März 2000 der Dotcom-Crash begann, prognostizierten die meisten Ökonomen noch eine Fortsetzung der Kursrallye von IT-Aktien.

Gegenwärtig bietet sich ein anderes Bild. Noch nie war die Vorwarnzeit so lang wie diesmal. Schon vor fünf Jahren, ganz am Anfang des KI-Booms, erschienen unter anderem in der Financial Times und im Wall Street Journal Artikel, in denen von einer möglichen KI-Blase die Rede war. Mittlerweile warnt fast alle Welt vor deren Platzen.

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Cosmic Radio Show – Thema: Antifaschismus

Rundfunksendung vor Publikum

Dienstag, 27. Januar 2026, 19 Uhr – Wiederholung der Sendung im Livestream des Freien Radio für Stuttgart (bis zum 3. Februar in der Mediathek)

mit Lothar Galow-Bergemann und Elena Wolf

Samstag, 17. Januar 2026, 20 Uhr, Stuttgart

Theater Rampe, Filderstraße 47, 70180 Stuttgart

Die Live-Rundfunksendung vor Publikum im Theater Rampe (Liveübertragung im Freien Radio für Stuttgart) beschäftigt sich in ihrer voererst letzten Show mit dem Thema Antifaschismus. Zu Gast werden der Autor Lothar Galow-Bergemann und die Band BERLIN 2.0 sein. Musikalisch begleitet wird der Abend vom Musiker Max Braun, durch den Abend führen Aliki Schäfer und Andreas Vogel.

Ein radikaler Rechtsruck hat Europa und Deutschland erfasst: Rassistische und antisemitische Hetze im Internet und anderswo scheinen mittlerweile schon zu unserem Alltag zu gehören. Deportationspläne für Flüchtlinge und Migranten sind vorbereitet. Umfragewerte und Wahlergebnisse rechtspopulistischer Parteien gehen durch die Decke. Was heißt Antifaschismus 2026, wie können wir uns gegen eine Politik der Unmenschlichkeit wehren? Im Gespräch mit Lothar Galow-Bergemann und Elena Wolf (BERLIN 2.0) geht es um antifaschistische Strategien: Wie können wir aus eigenen Fehlern lernen und der autoritären Welle mit Aussicht auf Erfolg entgegentreten?

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Friedensplan für die Ukraine

https://emafrie.de/wp-content/uploads/2024/10/Aufkleber-Ukraine.png Unsere Sticker sind unter der Creative Commons Attribution-NonCommercial 4.0 International Public License frei verfügbar, um sie z.B. selbst in den Druck zu geben. Siehe hier. Bestellen per Mail: bestellungen@emanzipationundfrieden.de

Schicksalsjahre

Recherche gegen Rechts – AfD in der Lausitz

von Minh Schredle

Keine Zusammenarbeit mit der AfD? In Teilen der Republik hat die rechtsextreme Partei so viele Sitze in Gremien, dass diese sich durch eine Komplettblockade selbst lahmlegen würden. Der Journalist Andreas Kirschke berichtet seit 23 Jahren aus den Kreisen Görlitz und Hoyerswerda in Ost-Sachsen. Gegenüber Kontext zieht er Bilanz.

Das Volkshaus in Weißwasser, sagt Lokaljournalist und Anwohner Andreas Kirschke, stehe wie kein zweites Gebäude für die Geschichte der Stadt im Landkreis Görlitz. Die war bis ins späte 19. Jahrhundert noch ein Dorf, 1866 lebten hier laut den amtlichen Dokumenten 572 Menschen. Der Aufschwung kam mit der Eisenbahn. Seit 1867 verkehren Züge zwischen Berlin und Görlitz, der neue Bahnhof ganz in der Nähe bedeutet für Weißwasser rasantes Wachstum. Dank einer ergiebigen Rohstoffbasis mit Sand, Holz und vor allem Kohle lockt der Ort Geschäftsleute wie Wilhelm Gelsdorf an, die Migration bringt Wohlstand. Vom ersten Glasschmelzofen im Jahr 1872 dauert es nur wenige Jahrzehnte, bis aus dem Dorf nicht nur eine Stadt, sondern der größte Glasstandort weltweit geworden ist. Um 1925 zählt die örtliche Gewerkschaft 4.000 Mitglieder, deren Monatsbeiträge den Bau des Volkshauses finanzieren. Es wird zum kulturellen Herz der Stadt.

Doch dieses Herz, beschreibt Kirschke, schlägt seit Mai 2004 nicht mehr: Da musste das Gebäude wegen baulicher Mängel geräumt werden. Seither steht es leer und verkommt. Weiterlesen

Fallstricke der Emanzipation

Autoritäres in der Linken und antifaschistische Essentials heute

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Dienstag, 9. Dezember 2025, 19.00 Uhr, Trier

Villa Wuller, Ausoniusstraße 2a

Eine gemeinsame Veranstaltung des Rosa Salon, der VillaWuller und des AStAReferats für Antirassismus, Antifaschismus und gegen jeden Antisemitismus

Alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist. Besser lassen sich Anspruch und Programm menschlicher Emanzipation nicht auf den Punkt bringen. Wenn der Begriff Links Sinn hat, dann diesen. Oft sehen linke Theorie und Praxis jedoch ganz anders aus. Was längst überwunden sein sollte, lebt auch in vielen linken und linksradikalen Strukturen und Denkweisen fort: Die Herrschaft von Zwangsgemeinschaften und von Menschen über andere Menschen.

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„So nimm denn meine Hände und führe mich“

Zum Erstarken von Irrationalismus und Religiosität in Zeiten von Krise und Autoritarismus

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Montag, 1. Dezember 2025, 19.00 Uhr, Wien

Alte Mensa, Kulturzentrum @4lthangrund Augasse 2-6, 1090 Wien

Eine Veranstaltung von OAT Wien

Die tiefe gesellschaftliche Krise bringt nicht nur Unsicherheit und Zukunftsangst mit sich, sondern auch völlig irrationale Denk- und Handlungsweisen. Wenn gegen Gesundheitsschutz demonstriert, der Klimawandel abgestritten oder nationale Abschottung gefordert wird, stehen weder Wissen noch Kritikfähigkeit Pate. Man will lieber, wie es in jenem Kirchenlied heißt, „die Augen schließen und glauben blind“. Vorzugsweise an „mächtige Kreise“, die einem Böses wollen.

Die einen verehren diese Mächte, die anderen fürchten sie. Die einen werfen sich ihnen wacker entgegen, die andern unterwerfen sich ihnen lustvoll. Die einen sind sanftmütig, die andern kochen vor Wut. Die einen sind religiös, die anderen atheistisch, die einen unpolitisch, die anderen hochpolitisch, die einen rechts, die anderen links. Gemeinsam sind ihnen einfache Antworten auf komplexe Fragen und das wohlige Gefühl, zur Gemeinschaft der Erleuchteten zu gehören.

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Mehr arbeiten für weniger Wohlstand

Über die Zumutungen „unserer Wirtschaft“

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Samstag, 29. November 2025, 10.30 Uhr, Wien

auf der ACT NOW – Konferenz für soziale Kämpfe

Kulturhaus Brotfabrik, Ankerhalle, Absberggasse 27, Stiege 3

  • Der Vortrag ist mittlerweile HIER zu sehen und zu hören

Wir sollen mehr arbeiten, um unseren Wohlstand zu sichern. Aber trotz Mehrarbeit und Wirtschaftswachstum geht es vielen schlechter. Wohnen wird unbezahlbar. Lebenshaltungskosten steigen. Armut wächst. Soziales, Bildung und Gesundheit sind „zu teuer“. Klimaschutz wird sowieso vernachlässigt. Dass es den Jüngeren einmal schlechter gehen wird, ist ein offenes Geheimnis. Ein merkwürdiger „Wohlstand“ droht uns da.

Wir sollen mehr arbeiten für noch mehr überflüssige und schädliche Autos, Plastik im Meer und Finanzgebirge. Weil Konkurrenz statt Kooperation das Prinzip dieser Wirtschaft ist. Ihrem Ellenbogenegoismus entspringt auch die autoritär/faschistische Welle. An so eine Wirtschaft sollten wir uns nicht anpassen. Die Wirtschaft muss sich uns anpassen.

Lothar Galow-Bergemann lebt in Stuttgart und schreibt u.a. für Jungle World und Emma und Fritz

Eine Veranstaltung der Grünen Bildungswerkstatt Wien

Der Gesamtkapitalist dreht durch. Selbstzerstörerische Tendenzen rechtslibertärer Politik in den USA

Vortrag und Diskussion mit Minh Schredle

Mittwoch, 26. November 2025, 19.00 Uhr, ONLINE

im Rahmen der Vortragsreihe Abgründe einer Weltmacht. Veranstaltungsreihe zu rechtem Autoritarismus und Krise in den USA von krisis-Kritik der Warengesellschaft

  • Der Vortrag ist mittlerweile HIER zu sehen

In den USA hat eine staatsfeindliche Milliardärsclique den Regierungsapparat übernommen und treibt eine atemberaubende Deregulierungsoffensive voran. Neben ordinär-kleptokratischen Gesetzen zur Selbstbereicherung geraten – wie im 2023 von der Heritage Foundation veröffentlichten Strategiepapier Project 2025 skizziert – nicht nur demokratische Checks and Balances sowie Umweltschutzauflagen unter die Räder. Der Staat entledigt sich zusehends auch seiner bescheidenen Reste sozialer Fürsorgefunktionen und betreibt eine halsbrecherische Gesundheitspolitik, die den wirtschaftlichen Verwertungsinteressen von „Humankapital“ zuwiderläuft.

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Gefährliche Zeiten für die Pressefreiheit

Ein Vortrag von Minh Schredle – Moderation Alexander Roth

Donnerstag, 6. November 2025, 20.00 Uhr, Schorndorf

Manufaktur, Saal, Hammerschlag 8, 73641 Schorndorf

Moderation Alexander Roth (Live-Redaktion beim Zeitungsverlag Waiblingen)

Gefährliche Zeiten. Multiple Krisen halten die Welt in Atem, der Autoritarismus ist auf dem Vormarsch, demokratische Strukturen werden abgebaut, die USA rutschen in den Faschismus. Und in Deutschland ist fast ein Drittel der Wahlberechtigten bereit, einer rechtsextremen Partei ihre Stimme zu geben. Auch in der etablierten Presse ändert sich der Ton, zu verlockend ist es für finanziell angeschlagene Pressekonzerne, die AfD und ihre Wähler:innen als Klientel zu betrachten, die es wiederzugewinnen gilt. Und damit verschiebt sich die Berichterstattung.

Der „Zeitungsverlag Waiblingen“ bietet seit vielen Jahren mit seinem Schwerpunkt auf rechten Umtrieben ein Gegenprogramm. Auch die gemeinnützige und spendenfinanzierte Kontex-Wochenzeitung aus Stuttgart hält dagegen. Und das auch vor Gericht.

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