Einmal Höcke und wieder zurück

Höcke bewegt Menschen. Gegner*innen wie Anhänger*innen.

von Lucius Teidelbaum

Am 28. Februar 2026 demonstrierten nach Veranstalter-Angaben 5.000 Menschen gegen den Auftritt Höckes in der Wittumhalle in Reutlingen-Rommelsbach. Etwa 700 Menschen befanden sich dagegen im Innneren der Halle und lauschten den Rednern. Es war damit die bisher erfolgreichste Veranstaltung der AfD im Kreis Reutlingen.

Viele der Gegendemonstrant*innen kamen aus der Nachbarstadt Tübingen. Im dortigen linksliberalen Milieu und der linken Szene ist die Ablehnung von Höcke fast einhellig. Andererseits wurde in Tübingen trotz seiner bekannten rassistischen Tiraden im Oktober 2022 Boris Palmer im ersten Wahlgang zum Oberbürgermeister wiedergewählt. Auch hier scheint eine abgeschwächte Variante von rechtem bzw. reaktionärem Populismus in der Bevölkerung mehrheitsfähig bzw. tolerabel zu sein. In ihren Positionen sind Palmer und Höcke trotzdem weit entfernt voneinander. Allerdings versucht Palmer Türöffner für Kräfte rechts von ihm zu sein. So empfahl Palmer am 25. September 2024 im Interview mit dem „Bayrischen Rundfunk“ der CDU in Thüringen eine Koalition mit der Höcke-AfD: „Im konkreten Fall von Thüringen hab ich auch gesagt, vielleicht sollte die CDU etwas Ungewohntes wagen und der AfD anbieten, wenn wir den Ministerpräsidenten stellen und den Innenminister dürft ihr mal ausprobieren, ob ihr überhaupt in der Lage seid euch konstruktiv an der Regierung zu beteiligen.“

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Anne Frank als Rollenvorbild für queere Jugendliche

von Thomas Tews

Anne Frank, deren Todestag sich im diesjährigen Februar/März (das genaue Datum ist unbekannt) zum 81. Male jährt, könnte mit ihrer leider zu wenig bekannten, sich in der ursprünglichen Fassung ihres Tagebuches manifestierenden Queerness heutigen queeren Jugendlichen als Rollenvorbild auf ihrem oftmals steinigen Weg zum Coming-out dienen.

Am Donnerstag, dem 6. Januar 1944, vertraute Anne Frank, die sich zu diesem Zeitpunkt bereits seit eineinhalb Jahren mit ihrer Familie im Hinterhaus der Prinsengracht 263 in Amsterdam versteckt hielt, ihrem Tagebuch bzw. ihrer fiktiven Freundin Kitty ihre Gefühle körperlicher Anziehung zum gleichen Geschlecht, etwa zu ihrer früheren Freundin Jacqueline van Maarsen, an:

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Bibeltreue im Schwabenland

Recherche gegen Rechts – christliche Rechte

von Minh Schredle

Evangelikale haben die US-Wahl mitentschieden. Und auch hierzulande ziehen Freikirchen und Bibeltreue offensiver gegen Queerness, Transgeschlechtlichkeit und Abtreibungen zu Felde. Baden-Württemberg erweist sich als Hotspot.

Hartmut Steeb ist stolz auf seine zehn Kinder, von denen nicht ein einziges schwul geworden sei, wie er gerne betont. Der 72-jährige Diplom-Verwaltungswirt aus Stuttgart hat sich seit vielen Jahrzehnten dem Kampf gegen Homosexualität verschrieben und positionierte sich jüngst auf Facebook gegen eine Resolution, die die Parlamentarische Versammlung des Europarats am 29. Januar dieses Jahres verabschiedet hat. Diese fordert von allen EU-Mitgliedsstaaten ein Verbot sogenannter Konversionstherapien, die darauf ausgelegt sind, gleichgeschlechtliche Liebe und trans Personen zu „heilen“ – etwa durch die Konditionierung mit Elektroschocks, während Schwulenpornos laufen. Ein Bericht der Vereinten Nationen verwies 2020 darauf, dass es sich dabei nicht um seriöse Therapien handle, sondern pseudowissenschaftliche Praktiken, deren Methoden man teils als Folter bewerten müsse. Bei Betroffenen liege demnach ein verdoppeltes Suizidrisiko vor. Steeb, der in der sogenannten Lebensschutz-Bewegung aktiv ist, betont hingegen: „Gott kann verändern – und er wird es sich nicht verbieten lassen!“

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Selektive Solidaritäten

Zum Mangel an jüdischen Perspektiven in intersektionalen Diskursen

Gespräch mit Shahrzad Eden Osterer

Donnerstag, 19. Februar 2026, 19.30 Uhr, Stuttgart

Auf unbekannten Zeitpunkt verschobenLeider müssen wir den Termin sehr kurzfristig verschieben. Wir bitten um Entschuldigung. Ein neuer Termin folgt.


Menschen, die bei rassistischen, sexistischen und anderen Vorfällen von Diskriminierung zu Recht lautstark aufschreien, tun sich bei Antisemitismus oft vor allem durch eines hervor: betretenes Schweigen. Warum wird ausgerechnet bei Antisemitismus die Betroffenenpersepktive ausgeblendet? Für Personen, die sowohl mit Rassismus als auch mit Antisemitismus konfrontiert sind, wird es zunehmend unerträglich, dass die Relativierung von Antisemitismus und des Holocaust überhaupt einen Platz in der antirassistischen Szene einnimmt. Unter Jüdinnen_Juden finden sich die sogenannten Weißen genauso wie People of Colour. Analytisch ist Weißsein deshalb keine geeignete Kategorie, um die Lage von Jüdinnen_Juden, ihre Diskriminierung und ihre Folgen zu erfassen. Wir brauchen neue Perspektiven, die daran glauben, dass der Kampf gegen Rassismus und der Kampf gegen Antisemitismus keine Gegensätze sind, sondern Hand in Hand funktionieren können. Um das zu erreichen, dürfen wir aber zunächst nicht müde werden, den latenten aber auch den offenen Antisemitismus in manchen intersektionalen Zusammenhängen zu adressieren und zu kritisieren.

Die Deutsch-Iranerin Shahrzad Eden Osterer ist in Teheran aufgewachsen, lebt heute in München und arbeitet als Journalistin für den Bayerischen Rundfunk und andere Sender sowie als Moderatorin. Besonders den Themen Iran, Antisemitismus und Frauenrechte hat sie sich weltweit einen Namen gemacht. Ihr Beitrag „Selektive Solidaritäten“ erschien in dem Sammelband „Sicher sind wir nicht geblieben. Jüdischsein in Deutschland“

Eine gemeinsame Veranstaltung von Queerfeminismus Stuttgart und Emanzipation und Frieden

Fallstricke der Emanzipation

Autoritäres in der Linken und antifaschistische Essentials heute

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Freitag, 6. März 2026, 18.00 Uhr, Ludwigshafen/Rhein

Hartmannstraße 45, 67063 Ludwigshafen (Einlass 17.30 Uhr)

Eine Veranstaltung der Naturfreundejugend Rheinland/Pfalz

Alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist. Besser lassen sich Anspruch und Programm menschlicher Emanzipation nicht auf den Punkt bringen. Wenn der Begriff Links Sinn hat, dann diesen. Oft sehen linke Theorie und Praxis jedoch ganz anders aus. Was längst überwunden sein sollte, lebt auch in vielen linken und linksradikalen Strukturen und Denkweisen fort: Die Herrschaft von Zwangsgemeinschaften und von Menschen über andere Menschen.

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Warum macht die Arbeiterklasse keine Revolution?

Über falsche Kapitalismuskritik und antifaschistische Essentials

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Montag, 2. März 2026, 19.00 Uhr, Hannover

UJZ Korn, Kornstraße 28-30

Eine Veranstaltung von SJD Die Falken Hannover

Wer davon überzeugt ist, dass die Arbeiterklasse zur Revolution berufen ist, muss die Frage beantworten, warum sie sie nicht macht. Letztlich kann er sich das nur damit erklären, dass die Arbeiter*innen ihre Interessen nicht erkennen, weil sie manipuliert und gespalten werden. Als logische Konsequenz drängt sich der Gedanke auf, das diejenigen, die das durchschauen, die Klasse auch führen müssen.

Dieser „marxistisch-leninistische“ Ansatz prägt dogmatische „rote Gruppen“, die sich auf Führergestalten wie Lenin, Stalin und Mao berufen. Als ob deren blutige Rezepte und die desaströsen Folgen ihrer Politik nicht bekannt wären. Als ob die „revolutionären“ Parolen der KPD der Weimarer Zeit nicht auf dramatische Weise an der Massenbasis der Nazis verpufft wären. Als ob die K-Gruppen der 70er Jahre nicht zehntausende Idealist*innen in Frust, Desillusionierung und politischer Abstinenz zurückgelassen hätten… als ob das alles nicht geschehen wäre, erleben wir heute eine völlig geschichtsvergessene Neuauflage des längst Gescheiterten.

Warum erhalten solche Konzepte trotz ihrer katastrophalen Misserfolge wieder Zulauf? Das hat nicht nur mit der Sehnsucht nach einfachen Antworten und schnellen Handlungsanleitungen zu tun. Es liegt auch am mangelnden Verständnis des Kapitalismus.

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Fallstricke der Emanzipation

Autoritäres in der Linken und antifaschistische Essentials heute

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Dienstag, 3. März 2026, 20.15 Uhr, Hameln

freiraum Hameln, Walkemühle 1a, 31785 Hameln

Eine Veranstaltung von freiraum Hameln e.V.

Alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist. Besser lassen sich Anspruch und Programm menschlicher Emanzipation nicht auf den Punkt bringen. Wenn der Begriff Links Sinn hat, dann diesen. Oft sehen linke Theorie und Praxis jedoch ganz anders aus. Was längst überwunden sein sollte, lebt auch in vielen linken und linksradikalen Strukturen und Denkweisen fort: Die Herrschaft von Zwangsgemeinschaften und von Menschen über andere Menschen.

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Fallstricke der Emanzipation

Autoritäres in der Linken und antifaschistische Essentials heute

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Donnerstag, 5. März 2026, 18.00 Uhr, Neustadt/Weinstraße

Wespe, Friedrichstraße 36 (Kulturraum über dem Konfetti)

Eine Veranstaltung der Weinstraßen Antifa in Zusammenarbeit mit der Naturfreundejugend Rheinland-Pfalz, gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz

Alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist. Besser lassen sich Anspruch und Programm menschlicher Emanzipation nicht auf den Punkt bringen. Wenn der Begriff Links Sinn hat, dann diesen. Oft sehen linke Theorie und Praxis jedoch ganz anders aus. Was längst überwunden sein sollte, lebt auch in vielen linken und linksradikalen Strukturen und Denkweisen fort: Die Herrschaft von Zwangsgemeinschaften und von Menschen über andere Menschen.

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Fallstricke der Emanzipation

Autoritäres in der Linken und antifaschistische Essentials heute

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Mittwoch, 4. März 2026, 18.30 Uhr, Hildesheim

Kneipe des Trillke Guts, Steinbergstraße 42

Eine Veranstaltung von Antifaschistisches Kollektiv 37 Hildesheim im Rahmen der Reihe Bitte folgen? Nächste Ausfahrt Autoritarismus

Alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist. Besser lassen sich Anspruch und Programm menschlicher Emanzipation nicht auf den Punkt bringen. Wenn der Begriff Links Sinn hat, dann diesen. Oft sehen linke Theorie und Praxis jedoch ganz anders aus. Was längst überwunden sein sollte, lebt auch in vielen linken und linksradikalen Strukturen und Denkweisen fort: Die Herrschaft von Zwangsgemeinschaften und von Menschen über andere Menschen.

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Cosmic Radio Show – Thema: Antifaschismus

Rundfunksendung vor Publikum

Dienstag, 27. Januar 2026, 19 Uhr – Wiederholung der Sendung im Livestream des Freien Radio für Stuttgart (bis zum 3. Februar in der Mediathek)

mit Lothar Galow-Bergemann und Elena Wolf

Samstag, 17. Januar 2026, 20 Uhr, Stuttgart

Theater Rampe, Filderstraße 47, 70180 Stuttgart

Die Live-Rundfunksendung vor Publikum im Theater Rampe (Liveübertragung im Freien Radio für Stuttgart) beschäftigt sich in ihrer voererst letzten Show mit dem Thema Antifaschismus. Zu Gast werden der Autor Lothar Galow-Bergemann und die Band BERLIN 2.0 sein. Musikalisch begleitet wird der Abend vom Musiker Max Braun, durch den Abend führen Aliki Schäfer und Andreas Vogel.

Ein radikaler Rechtsruck hat Europa und Deutschland erfasst: Rassistische und antisemitische Hetze im Internet und anderswo scheinen mittlerweile schon zu unserem Alltag zu gehören. Deportationspläne für Flüchtlinge und Migranten sind vorbereitet. Umfragewerte und Wahlergebnisse rechtspopulistischer Parteien gehen durch die Decke. Was heißt Antifaschismus 2026, wie können wir uns gegen eine Politik der Unmenschlichkeit wehren? Im Gespräch mit Lothar Galow-Bergemann und Elena Wolf (BERLIN 2.0) geht es um antifaschistische Strategien: Wie können wir aus eigenen Fehlern lernen und der autoritären Welle mit Aussicht auf Erfolg entgegentreten?

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Audio: Israel nach dem Abkommen – Eine Innenansicht

Vortrag und Diskussion mit Oliver Vrankovic

Gesprächsleitung Laura-Luise Hammel

Online gesendet live aus Israel am 20. November 2025

Nachdem Trumps Friedensplan angenommen wurde und im Rahmen der Umsetzung der ersten Phase die lebenden Geiseln nach Hause zurückgekehrt sind, bleiben nun viele Fragen und innen- sowie außenpolitische Herausforderungen. Wie kann die Spaltung der israelischen Gesellschaft überwunden werden? Unser Referent lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Israel, berichtet online über die Sizuation und teilt seine persönlichen Einschätzungen.

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Fallstricke der Emanzipation

Autoritäres in der Linken und antifaschistische Essentials heute

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Dienstag, 9. Dezember 2025, 19.00 Uhr, Trier

Villa Wuller, Ausoniusstraße 2a

Eine gemeinsame Veranstaltung des Rosa Salon, der VillaWuller und des AStAReferats für Antirassismus, Antifaschismus und gegen jeden Antisemitismus

Alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist. Besser lassen sich Anspruch und Programm menschlicher Emanzipation nicht auf den Punkt bringen. Wenn der Begriff Links Sinn hat, dann diesen. Oft sehen linke Theorie und Praxis jedoch ganz anders aus. Was längst überwunden sein sollte, lebt auch in vielen linken und linksradikalen Strukturen und Denkweisen fort: Die Herrschaft von Zwangsgemeinschaften und von Menschen über andere Menschen.

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„So nimm denn meine Hände und führe mich“

Zum Erstarken von Irrationalismus und Religiosität in Zeiten von Krise und Autoritarismus

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Montag, 1. Dezember 2025, 19.00 Uhr, Wien

Alte Mensa, Kulturzentrum @4lthangrund Augasse 2-6, 1090 Wien

Eine Veranstaltung von OAT Wien

Die tiefe gesellschaftliche Krise bringt nicht nur Unsicherheit und Zukunftsangst mit sich, sondern auch völlig irrationale Denk- und Handlungsweisen. Wenn gegen Gesundheitsschutz demonstriert, der Klimawandel abgestritten oder nationale Abschottung gefordert wird, stehen weder Wissen noch Kritikfähigkeit Pate. Man will lieber, wie es in jenem Kirchenlied heißt, „die Augen schließen und glauben blind“. Vorzugsweise an „mächtige Kreise“, die einem Böses wollen.

Die einen verehren diese Mächte, die anderen fürchten sie. Die einen werfen sich ihnen wacker entgegen, die andern unterwerfen sich ihnen lustvoll. Die einen sind sanftmütig, die andern kochen vor Wut. Die einen sind religiös, die anderen atheistisch, die einen unpolitisch, die anderen hochpolitisch, die einen rechts, die anderen links. Gemeinsam sind ihnen einfache Antworten auf komplexe Fragen und das wohlige Gefühl, zur Gemeinschaft der Erleuchteten zu gehören.

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Israel nach dem Abkommen – Eine Innenansicht

Vortrag und Diskussion mit Oliver Vrankovic

Donnerstag, 20. November 2025, 20.00 Uhr, Online

  • Jetzt HIER nachzuhören

Nachdem Trumps Friedensplan angenommen wurde und im Rahmen der Umsetzung der ersten Phase die lebenden Geiseln nach Hause zurückgekehrt sind, bleiben nun viele Fragen und innen- sowie außenpolitische Herausforderungen. Wie kann die Spaltung der israelischen Gesellschaft überwunden werden? Unser Referent lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Israel und wird online über die Situation berichten, sowie seine persönlichen Einschätzungen teilen.

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Youth Against Antisemitism

Samstag, 6. Dezember 2025, 19.30 Uhr bis 2.00 Uhr, Esslingen/Neckar

Komma Jugend und Kultur, Maille 5-9

Youth Against Antisemitism verbindet politische Bildung mit Kultur und erreicht so eine breite Zielgruppe. Im Zentrum stehen verschiedene Erscheinungsformen von Antisemitismus als gesamtgesellschaftliches Problem – unabhängig von politischer Orientierung oder Religion.

Bei YAA ist diesmal RIAS e.V. Baden-Württemberg, die Meldestelle für antisemitische Übergriffe, im Komma zu Gast. Nach dem Talk gibt es zwei Bands, sowie Hummus und israelischen Rotwein. Die in Berlin lebende Musikerin Mary Ocher und die Band Loretta aus Stuttgart werden ein Konzert spielen.

Die Veranstaltungen werden von jungen Ehrenamtlichen aus dem Komma und seinen Netzwerken organisiert. Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: Komma Jugend und Kultur, Junges Forum der DIG, Förderverein Emanzipation und Frieden, Deutsch-Israelische Gesellschaft Region Stuttgart e.V.

„Feminismus der dummen Kerls*“

Transfeindlichkeit und die Verteidigung der „Natürlichen Ordnung“

Vortrag und Diskussion mit Lara Wenzel

Mittwoch, 5. November 2025, 19.00 Uhr ONLINE

im Rahmen der Vortragsreihe zu Antifeminismus, Queerfeindlichkeit und Antisemitismus von krisis-Kritik der Warengesellschaft

Zugang über Zoom: https://us02web.zoom.us/j/83181613157?pwd=bnNdjeoZz93Ywyu6aiIlGU3cZyeeKA.1

Nationalistische Bewegungen gehen in den letzten Jahren gezielt gegen die Errungenschaften feministischer und queerer Kämpfe vor. Im Namen einer ‚Natürlichen Ordnung‘ greifen sie das Recht auf körperliche Selbstbestimmung an, um eine binäre Geschlechterhierarchie durchzusetzen. Die reaktionäre Bewegung hat einen überraschenden Partner: Gender Critical Feministinnen setzen sich unter dem Deckmantel der Stärkung von Mädchen- und Frauenrechten für eine biologistische und exklusive Vorstellung von Geschlecht ein und arbeiten daran, mit einer transfeindlichen Bedrohungskulisse die Selbstbestimmung von jungen Menschen anzugreifen.

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Gewerkschaftliche Bildungs­arbeit in Zeiten des verschärften Rechtstrends – Aufgaben und Herausforderungen

von Manuel Rühle

Seit der zweiten Jahreshälfte 2023 hat sich der politische Rechtstrend in Deutschland noch einmal spürbar verschärft. Offensichtlichster Ausdruck hiervon ist das Umfragehoch, das die AfD derzeit erlebt, und die daran anschließenden Wahlerfolge der völkisch-nationalistischen Partei bei den zurückliegenden Landtagswahlen in Bayern und Hessen. Sie gehen einher mit einer allgemeinen Verschiebung des gesellschaftlichen Diskurses nach rechts infolge einer teilweisen Übernahme rechter Redeweise und Forderungen durch die bürgerlichen Parteien bis hinein in die SPD.

Der schon länger bekannte Sachverhalt, dass Gewerkschaftsmitglieder keineswegs automatisch „immun“ gegen rechte Ideologien sind, wird einmal mehr bestätigt.1 Für den DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften als Interessenvertretungen aller abhängig Beschäftigten, unabhängig von äußerlichen Merkmalen wie Nationalität, Geschlecht, Religion, sexueller Orientierung etc., stellt dies eine Reihe von Herausforderungen dar, denen auf unterschiedlichen Handlungsebenen begegnet werden muss. Im Folgenden gehe ich der Frage nach, welchen Beitrag die Bildungsarbeit zum gewerkschaftlichen Kampf gegen Rechts zu leisten vermag.

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Fallstricke der Emanzipation

Autoritäres und Regressives in der Linken gestern und heute

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Donnerstag, 27. November 2025, 19 Uhr, Dortmund

Nordpol, Bornstraße 144

Im Rahmen der Antifaschistischen Veranstaltungsreihe „spell out!“

Alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist. Besser lassen sich Anspruch und Programm menschlicher Emanzipation nicht auf den Punkt bringen. Wenn der Begriff Links Sinn hat, dann diesen. Oft sehen linke Theorie und Praxis jedoch ganz anders aus. Was längst überwunden sein sollte, lebt auch in vielen linken und linksradikalen Strukturen und Denkweisen fort: Die Herrschaft von Zwangsgemeinschaften und von Menschen über andere Menschen.

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Heiligsprechung statt Antijudaismusaufarbeitung

Die jüngst durch Papst Leo XIV. erfolgte Heiligsprechung des „Cyber-Apostels“ Carlo Acutis blendet dessen fehlende Reflexion des antijudaistischen Kontextes der von ihm gesammelten „eucharistischen Wunder“ aus.

Von Thomas Tews

Am 7. September 2025 wurde in Rom der als „Cyber-Apostel“ apostrophierte und bereits 2018 als erster „Millenial“ (um die Jahrtausendwende geborener Mensch) seliggesprochene Carlo Acutis (1991–2006) durch Papst Leo XIV. zur „Ehre der Altäre“ erhoben, d. h. heiliggesprochen, was nach offizieller katholischer Lehre als Akt päpstlicher Unfehlbarkeit gilt.

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