Der Volksentscheid

den FreundInnen der „Direkten Demokratie“ gewidmet

von Jonathan C. Brehmer

 
Weithin überm ganzen Lande
War des Volkes Wut entbrannt.
Was es wollte und verlangte
Die Regierung hatt‘ verkannt.

Also gab‘s ein großes Drängen:
„Soll der kleine Bürger denn
Fortgestoßen von den Rängen
Elendig nun untergeh‘n?
Nein, wir wollen selbst entscheiden,
was in unserm Land passiert!“
Und so wurde – Jubelfreuden –
Das Volksgericht schnell inszeniert. Weiterlesen

Unnützer Kapital-ismus

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Dienstag, 14. Januar 2014, 19:30 Uhr, Esslingen

HendlHouse, Marktplatz 5
Eine Veranstaltung der Esslinger Initiative gegen Stuttgart 21

Großprojekte wie Stuttgart 21 sind in der Logik der Kapitalverwertung keineswegs „unnütz“, „unsinnig“ und „zu teuer“. Es gibt sie nicht, weil Politiker unfähig, Ingenieure stümperhaft oder Spekulanten gierig wären, sondern weil alle das tun, was kapitalistisch vernünftig ist. Doch was ist das eigentlich: Kapital-Ismus? Und was heißt das für Bewegungen wie die gegen Stuttgart 21? Dem geht dieser Vortrag nach. Weiterlesen

Unnützer Kapital-ismus

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Montag, 4. November 2013, 19.30 Uhr, Stuttgart

Forum 3, Gymnasiumstr. 21, 70173 Stuttgart

Eine Veranstaltung des Stuttgarter Gesprächskreises der Freunde der NachDenkSeiten

Projekte wie Stuttgart 21 sind in der Logik der Kapitalverwertung keineswegs “unnütz”, “unsinnig”, “zu teuer”. Es gibt sie nicht, weil Politiker unfähig, Ingenieure stümperhaft oder Spekulanten gierig wären. Sondern weil alle das tun, was kapitalistisch vernünftig ist. Weiterlesen

„Zin­sen, Zo­cker, Zio­nis­ten“

Zum re­ak­tio­nä­ren Welt­bild des re­gres­si­ven An­ti­ka­pi­ta­lis­mus

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Freitag, 25. Oktober 2013, Dresden

18 Uhr, kosmotique e.V., Martin-Luther-Str. 13, 01099 Dresden

Eine Veranstaltung des Klatsch Café – Alternatives Jugendcafé Dresden

Geht es gegen “Ban­ken und Fi­nanz­märk­te”, fin­det sich manch ver­meint­lich ra­di­ka­leR Ka­pi­ta­lis­mus­kri­ti­ke­rIn in trau­ter Ein­tracht mit Fi­nanz­mi­nis­ter, Fern­se­her und Frau Meier. Alle mit­ein­an­der hal­ten sie “die Gie­ri­gen, die den Hals nicht voll genug krie­gen” für die Ver­ur­sa­cher der Krise. Wer das ka­pi­ta­lis­ti­sche Prin­zip in “pro­duk­ti­ves Ka­pi­tal” und “Fi­nanz­ka­pi­tal” auf­spal­tet, lan­det zwangs­läu­fig bei der Dä­mo­ni­sie­rung von Zir­ku­la­ti­ons­sphä­re und Fi­nanz­sek­tor. Eine alte Krank­heit der Lin­ken. Schon Le­n­ins Im­pe­ria­lis­mus­theo­rie und Di­mit­roffs Fa­schis­mus­de­fi­ni­ti­on waren davon in­fi­ziert. Weiterlesen

„Zinsen, Zocker, Zionisten“

Zum reaktionären Weltbild des regressiven Antikapitalismus

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Mittwoch, 7. August 2013, Chemnitz

20 Uhr, Lesecafé im Kompott, Leipziger Straße 3, 09113 Chemnitz

Donnerstag, 8. August 2013, Dresden

20 Uhr, kosmotique e.V., Martin-Luther-Str. 13, 01099 Dresden

Geht es gegen “Banken und Finanzmärkte”, findet sich manch vermeintlich radikaleR KapitalismuskritikerIn in trauter Eintracht mit Finanzminister, Fernseher und Frau Meier. Alle miteinander halten sie “die Gierigen, die den Hals nicht voll genug kriegen” für die Verursacher der Krise. Wer das kapitalistische Prinzip in “produktives Kapital” und “Finanzkapital” aufspaltet, landet zwangsläufig bei der Dämonisierung von Zirkulationssphäre und Finanzsektor. Eine alte Krankheit der Linken. Schon Lenins Imperialismustheorie und Dimitroffs Faschismusdefinition waren davon infiziert. Weiterlesen

Unnützer Kapital-ismus

Vortrag und Workshop mit Lothar Galow-Bergemann

Samstag, 27. Juli 2013

10.00  bis 12.00 Uhr, Stuttgart, Wagenhallen Nordbahnhof

im Rahmen des Dritten Europäischen Forums gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte 

[Ein Bericht über eine Podiumsdiskussion am Folgetag ist mittlerweile hier erschienen]

Projekte wie S 21 sind in der Logik der Kapitalverwertung keineswegs „unnütz“, „unsinnig“, „zu teuer“. Es gibt sie nicht, weil Politiker unfähig, Ingenieure stümperhaft oder Spekulanten gierig wären. Sondern weil alle das tun, was kapitalistisch vernünftig ist. Was ist das eigentlich: Kapital-ismus? Zum Einlesen: Oben bleiben. Weiter gehen.

Kurzstatement: Viele glauben, dass „wir von gierigen Spekulanten und Politikern betrogen werden.“ Diese verbreitete Vorstellung illustriert auch der Mobispot für das Dritte Europäische Forum. Doch diese Sicht geht am Kern der Dinge vorbei. Weiterlesen

What is regressive anti-capitalism? Notes on the difference between critique of capitalism and critique of capitalists

by Emanzipation und Frieden (Emancipation and Peace)

Thanks to korynmalius for the translation 🙂 (Original in deutsch)

Since 2008, the crisis refuses to go away. The idea of an eternally prosperous market-economy is dead and gone, and so is the “critique of capitalism”. But, unfortunately, something lurks under this title: resentment. This is also true for part of the Left, who, although—I will grant you this—at least it fights the populist slogans about “those lazy Greeks who wait for our hand-outs”, in other respects is in the same category as what you can hear down the pub. Weiterlesen

Kapitalismuskritik von Rechts

Wie die Neonazis die Krise erklären und warum sie damit in der „Mitte der Gesellschaft“ landen könnten

Referent: Lothar Galow-Bergemann

Mittwoch, 19. Juni 2013, 19.30 Uhr

Nürnberg

Junge Stimme e.V., Wiesenstr. 86/Rückgebäude, 90459 Nürnberg.,(U-Bahn Aufseßplatz)

VeranstalterInnen:

Junge Stimme e.V.

krisis – Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft

im Rahmen der Vortragsreihe „Die Rechte und die Krise“

Die anhaltende Krise in Europa verschafft nationalistischen, rassistischen und neo-nazisti­schen Tendenzen zunehmend Auftrieb. In Ungarn herrscht eine rechtsautoritäre Quasi-Diktatur, in Griechenland sitzen Nazis im Parlament und in Deutschland wurde gerade eine Anti-Europartei gegründet, die das Ressentiment gegen die angeblich „faulen Süd­länder“ politisch bündeln und in Wahlerfolge umsetzen will. Schon seit Jahren profilieren sich Neonazis mit einer regressiven „Kapitalismuskritik“, die offen antisemitisch und völ­kisch begründet ist. Gefährlich ist das vor allem deshalb, weil bestimmte Grundmuster die­ser „Kapitalismuskritik“ auch in der „Mitte der Gesellschaft“ und Teilen der Linken weit verbreitet sind. Damit setzt sich die Vortrags- und Seminarreihe der Zeitschrift Krisis in Kooperation mit dem Verein Junge Stimme e.V. auseinander.

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Zum Anhören: Öko ist Deko

Wie es gelungen ist, aus einem Spartenprogramm für Freunde des einfachen und gesunden Lebens die Hauptshow zur besten Sendezeit in der “Überflussgesellschaft” zu machen

Ein Vortrag von

Marcus Hammerschmitt

gehalten am 25. April 2013 in Stuttgart

gesendet am 24. Mai 2013 im Freien Radio für Stuttgart

Anhören und Download

Nachlesen kann man den Vortrag mittlerweile auch, und zwar hier.

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Zinsen, Zocker, Zionisten: Die ganze Welt am Gängelband? anti-capitalism revisited

Vortrag und Workshop von und mit Lothar Galow-Bergemann

Freitag, 24 Mai 2013, Simmersfeld, Nordschwarzwald

action, mond & sterne-camp

Geht es gegen „Banken, Heuschrecken und Spekulanten“, befinden sich vermeintlich radikale Kapitalismuskritiker_innen häufig in trauter Eintracht mit Finanzminister, Fernseher und Frau Meier. So wie diese halten sie „die Gierigen, die den Hals nicht voll genug kriegen“ für die Verursacher der Krise. Weiterlesen

„Die ganze Welt am Gängelband“

Zwei Quellen und zwei Bestandteile des modernen Antisemitismus

Vortrag und Diskussion von und mit Lothar Galow-Bergemann

Donnerstag, 09. Mai 2013, 20 Uhr, react!OR, Frühlingstr. 17, Kempten

Den einen Tag wähnt der Herausgeber des Freitag „die ganze Welt am Gängelband“ des israelischen Regierungschefs, den andern Tag lobt er seinen Kollegen von der FAZ für dessen Enthüllung, dass „die Physiker an die Wall Street gegangen sind und seitdem die Welt in die Knie zwingen“. Das ist kein Zufall. Wohin die vielen vermeintlichen Kritiker vom Schlage eines Jakob Augstein auch blicken, überall finden sie böse Mächte am Werk, die nach Krise und Krieg trachten. Schon dem Vordenker des Deutschseins Johann Gottlieb Fichte war das Judentum „ein mächtiger, feindselig gesinnter Staat, der mit allen übrigen im beständigen Kriege steht“ Weiterlesen

Antizionismus und Volksstaat

Der Fetisch der Souveränität und der Haß auf den „Unstaat“ Israel

Vortrag und Diskussion mit Jochen Bruhn, Freiburg

Dienstag, 07. Mai 2013, 19:00, Stuttgart, Wilhelmspalais, Konrad-Adenauer-Str. 2, Raum „Kinderbibliothek“

Eine Veranstaltung von forum materialistische kritik, Emanzipation und Frieden und Wilhelm, das war nix!

Woher kommt das notorisch gute Gewissen der „Linken“ in ihrer Agitation gegen Israel? Wie funktioniert der Antisemitismus der sog. „legitimen Israel-Kritik“? Warum zeugt die feinsinnige Unterscheidung von Antisemitismus und Antizionismus vom Weißwaschen des deutschen Staatsfetischismus? Der Wahn vom Volkssouverän ist, wie immer im einzelnen ausbuchstabiert und ausagiert, die synthetische Ideologie der restlos kapitalisierten Gesellschaft, d.h. das zwar vollendet idiotische, aber desto lieber geglaubte und aggressiv bezeugte Ideologem, das die Linkspartei, Günter Grass und die NPD verbindet. Weiterlesen

Öko ist Deko

Wie es gelungen ist, aus einem Spartenprogramm für Freunde des einfachen und gesunden Lebens die Hauptshow zur besten Sendezeit in der „Überflussgesellschaft“ zu machen

Vortrag und Diskussion mit Marcus Hammerschmitt, Tübingen

Donnerstag, 25. April 2013, 19:30, Stuttgart, Wilhelmspalais, Konrad-Adenauer-Str. 2

Eine Veranstaltung von Wilhelm, das war nix! in Kooperation mit Emanzipation und Frieden

Der Kapitalismus ist ein Gewaltverhältnis – oder ein Bündel aus Gewaltverhältnissen – das seiner selbst nicht bewusst werden darf. Wie ein Schlafwandler gerät er in Gefahr zu stolpern, wenn er aufwacht. Daher seine Liebe zur Ideologie, dem notwendig falschen Bewusstsein als dem Traum des beweglichen, des handelnden Schläfers. Die Religion als Seufzer der bedrängten Kreatur ist dort wie eh und je aktuell, wo die Bedrängnis unmittelbar existenzielle Ausmaße erreicht. Nirgendwo wird inbrünstiger geglaubt als dort, wo eine Hoffnung auf reale Besserung nicht in Sicht ist. Weiterlesen

Fast alle haben was gegen den Kapitalismus – Warum nicht auch die Nazis?

Vortrag und Diskussion von und mit Lothar Galow-Bergemann

Dienstag, 16. April, 20 Uhr,  Göttingen, Theaterkeller, Geismarlandstr. 19

Mittwoch, 17. April, 20 Uhr,  Kassel,  Karoshi , Giessbergstr.41-47

„Die Krise ist die direkte Folge der Gier und der Skrupellosigkeit der Banker und Fondsmanager … Mit einer internationalen Finanzordnung, die es den Zockern an den Finanzmärkten erlaubt, den Zusammenbruch ganzer Volkswirtschaften zu riskieren, muss Schluss sein!“ Wer war’s? Der SPD-Vorsitzende? Der Finanzminister? Der DGB-Chef? Der Spiegel? Dass es diesmal die NPD war, ist reiner Zufall. Weiterlesen

Warum kann die Politik die Krise nicht stoppen?

oder: Was ist das eigentlich: „Kapitalismus“?
Eine Einführung in die Wertkritik

Vortrag und Diskussion von und mit Lothar Galow-Bergemann
(Publizist, langjährig freigestellter Personalrat, Stuttgart)

Mittwoch, 20.03.2013, 20 Uhr

react!OR, Frühlingstr. 17, 87435 Kempten

Obwohl wir mit so wenig Arbeit wie noch nie soviel Reichtum wie noch nie produzieren können, sollen wir immer länger arbeiten. Der alte Menschheitstraum vom guten Leben für alle ohne Mühe und Plackerei könnte in Zeiten der Mikroelektronik Wirklichkeit sein. Doch die einen sollen arbeiten bis zum Umfallen, die anderen werden für überflüssig erklärt, sprich arbeitslos. Was ist es, das da so grundsätzlich schief läuft? Weiterlesen

Warum kann die Politik die Misere der Wirtschaft nicht stoppen?

Vortrag von Lothar Galow-Bergemann                                                                   gehalten am 12. Oktober 2011 im Karl-Marx-Haus in Trier
Obwohl wir mit so wenig Arbeit wie noch nie soviel Reichtum wie noch nie produzieren können, sollen wir immer länger arbeiten. Der alte Menschheitstraum vom guten Leben für alle ohne Mühe und Plackerei könnte in Zeiten der Mikroelektronik Wirklichkeit sein. Doch die einen sollen arbeiten bis zum Umfallen, die anderen werden für überflüssig erklärt, sprich arbeitslos.
Was ist es, das da so grundsätzlich schiefläuft?
Die aktuelle Krise gibt es nicht, weil sich irgendjemand falsch verhalten hätte, sondern weil sich alle „richtig“ verhalten und das tun, was die Marktwirtschaft von ihnen verlangt. Gedanken über die Verwechslung von stofflicher und abstrakter Reichtumsproduktion und deren fatale Folgen.

Gesendet im Freien Radio für Stuttgart am 28. Oktober 2011

Mit Dank an Michael Molli

Offene Flanken nach Rechts in der “antikapitalistischen Bewegung”

Vortrag und Diskussion
Referent: Lothar Galow-Bergemann

Donnerstag, 17. Januar 2013  19 Uhr
L.E.D.E.R.E.R. e.V., Lederergasse 25, 93047 Regensburg
Eine Veranstaltung der JIGRA –  Jugendinitiative gegen Antisemitismus und Rassismus

Seit dem Offenkundigwerden der Krise des Kapitalismus im Jahr 2008, wird wieder mehr über das Wirtschaftssystem gesprochen. Nimmt man das Wort Kapitalismus in den Mund, resultiert daraus nicht mehr automatisch der häufig diskussionsbeendende Vorwurf, „Marxist_in“ zu sein. Leider wird in den laufenden Debatten dafür jedoch wenig über Ware, Wert, Arbeit, Kapital, Mehrwert und Ausbeutung gesprochen, sondern primär von Gier, Spekulation, Heuschrecken und dem „1 %“. Weiterlesen

Autoritäre Reflexe. Regressive Krisenverarbeitung in Osteuropa

Eine Sendung von Emanzipation und Frieden, 23. November 2012

mit einem Vortrag von Tomasz Konicz, gehalten auf einem Seminar der Gruppe krisis am 29.09.2012 – gesendet im Freien Radio für Stuttgart am 23.11.12

Anhören oder Download
In den Ländern Ostmitteleuropas ist zwar Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre der so genannte real existierende Sozialismus glücklicherweise von der Bühne abgetreten. Doch auch 20 Jahre danach hat es die Marktwirtschaft nicht geschafft, der Masse der Menschen eine attraktive Lebensperspektive zu eröffnen. Weiterlesen

Dem Steuerzahler dienen

Die Linkspartei kann auf die Vorwürfe des Landesverrats nur mit dem Treueschwur auf das deutsche Volk reagieren. Kommentar von Lothar Galow-Bergemann,  jungle world v. 18. Oktober 2012

Fast hätte man einmal wieder so richtig Freude an der deutschen Politik haben können: Während die Kanzlerin im Athener Präsidentenpalast die schwäbische Hausfrau gab, protestierte der Vorsitzende einer Bundestagspartei auf dem Syntagma-Platz. Er hätte dabei das Gewäsch über die faulen Griechen auseinandernehmen können, die den fleißigen Deutschen auf der Tasche liegen. Weiterlesen