Gut gemeint reicht nicht. Zur Kritik der „Gemeinwohlökonomie“.

Warum man anders wirtschaften muss, das aber mit der Marktwirtschaft nicht geht.

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 18 Uhr, Trier                                                                Universität Trier, B16

Eine Veranstaltung des Referats für Antirassismus und Antifaschismus im AStA der Universität Trier und des AStA der Universität Trier

Dass unsere gegenwärtige Art zu wirtschaften perspektivlos und letztlich selbstzerstörerisch ist, ist fast schon eine Binsenweisheit. Es mangelt nicht an Vorschlägen, wie dem zu entkommen sei. In aller Regel münden sie in Rezepten für eine „andere Politik“ und geben damit zu erkennen, dass sie keine Vorstellung von der Dominanz der Ökonomie haben. Nur die wenigsten machen sich auf die Suche nach einer anderen Wirtschaft. Christian Felbers Konzept einer „Gemeinwohlökonomie“ hebt sich insofern wohltuend von vielem ab. Allerdings verbleibt auch dieser Vorschlag im Gedankengefängnis der herrschenden Produktionsweise und wird seinem eigenen Anspruch nicht gerecht. Wer glaubt, aus dem schlechten Kapitalismus mithilfe von „Lobby-Registern“, „demokratischen Banken“ und „Gemeinwohlpunkten“ eine gute Marktwirtschaft machen zu können, muss scheitern. Weiterlesen

Audio: Digitalisierung – Die Chance für ein besseres Leben ergreifen.

Wie die Gewerkschaften in die Offensive kommen können. Und wie sie sich dafür verändern müssen.

Vortrag von Lothar Galow-Bergemann

gehalten am 17. Juli 2018 beim DGB-Bildungswerk in München

unter dem Titel Industrie 4.0 – Zum Stand der gewerkschaftlichen Diskussion.

Stichworte wie „Industrie 4.0“ und „Digitalisierung der Arbeit“ stehen für eine Dynamik der Produktivkraftentwicklung, die unsere Gesellschaft in den kommenden beiden Jahrzehnten enorm verändern wird. Wir werden mit weniger Arbeit denn je immer größere Mengen stofflichen Reichtums schaffen können. Macht das noch mehr Menschen systemlogisch „überflüssig“, so drohen riesige soziale Verwerfungen. Doch es bieten sich auch ungeahnte Chancen. Die bisherige gewerkschaftliche Debatte wird allerdings weder der Dimension des Problems noch den neuen Möglichkeiten gerecht. Weiterlesen

Arbeit macht unfrei

Zum Zusammenhang von Arbeitsfetisch und Antisemitismus

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Donnerstag, 29. November 2018, 18 Uhr, Plauen                                                     Eckladen der sozialen Kunst, Pestalozzistraße 57

Eine Veranstaltung der FAU Plauen

Wer streikt, macht zwei Erfahrungen: Dass es gut ist, sich zu wehren. Und dass, selbst wenn man erfolgreich war, danach doch alles irgendwie beim Alten bleibt. Dass wir lebenslänglich arbeiten-müssen-um-Geld-zu-verdienen-damit-wir-leben-können ist das ungeschriebene, aber höchste Gesetz der bürgerlichen Gesellschaft. Arbeit sei so etwas wie Natur, lautet der allgemeine Konsens. Wer etwas gegen sie hat, gilt als verrückt oder faul, meistens als beides.

Nicht immer wurde die Arbeit so überhöht wie heute. In der Antike hatte sie sogar einen ausgesprochen schlechten Ruf. Mit Beginn der Neuzeit jedoch erfuhr sie religiöse Weihen. Das protestantische Arbeitsethos stand an der Wiege des Kapitalismus. Das Bürgertum, die Arbeiterbewegung und der Nationalsozialismus haben die Arbeit förmlich verherrlicht.

Doch auch wenn es dem herrschenden Bewusstsein noch so uneinsichtig ist: Arbeit und nützliches/ sinnvolles/lustvolles Tätigsein sind zwei Paar Stiefel. Weiterlesen

Audio: Was heißt Antifaschismus in Zeiten von AfD und Djihadismus?

Vortrag von Lothar Galow-Bergemann

gehalten am 22. September 2018 in Niederbeisheim                                                      im Rahmen des Krisis-Seminars: Die geschlossene Gesellschaft und ihre Freunde

Seit vier Jahren explodieren Dumpfbackentum und Gewalt. 2014 skandierten erstmals seit 1945 wieder Massenaufmärsche in Deutschland „Tod den Juden!“ Organisiert wurden sie von Islamisten, Nazis und Linksreaktionären, deren antisemitischer Hass gegen Israel sie zusehends zusammenführt. Weltweit häufen sich djihadistische Terroranschläge auf jüdische Einrichtungen, auf Symbole von Religionskritik, Meinungs- und Redefreiheit und auf Menschen, die einfach nur ihr Leben genießen oder feiern wollen.

Doch damit nicht genug. Schon bald nach dem kurzlebigen „Sommermärchen“ von 2015 offenbarte sich im kollektiven Herbeiphantasieren einer angeblichen „Flüchtlingskrise“ eine tief sitzende Menschenfeindlichkeit großer Teile der deutschen Mehrheitsbevölkerung. Kaschiert wird sie mit der Floskel, „wir“ könnten ja schließlich „nicht alle aufnehmen“. Ein rassistischer und gewalttätiger Mob agiert gegen Geflüchtete und wirkliche oder eingebildete MuslimInnen. Die AfD rückt immer weiter nach rechts und nimmt protofaschistische Züge an. Sie verliert deswegen nicht etwa an Zustimmung, sondern treibt die anderen Parteien vor sich her. Weiterlesen

Heuschrecken, Gier und Weltverschwörung

Regressiver Antikapitalismus und das antisemitische Ressentiment

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 19 Uhr, Göttingen                                                 ver.di-Geschäftsstelle Göttingen, Groner-Tor-Straße 32

Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Club Göttingen

Je länger die weltweite ökonomische Krise dauert, desto beliebter sind einfache Erklärungen. Geht es gegen Banken und „die Finanzmärkte“, sind sich fast alle einig: Parteipolitiker, Gewerkschaften, Linke, Rechte, diverse Verschwörungsphantasten und wer sonst alles in Krisenzeiten das Wort ergreift. Alle miteinander halten sie “die Gierigen, die den Hals nicht voll genug kriegen” für die Verursacher der Krise. Auch manch vermeintlich radikaleR KapitalismuskritikerIn findet sich da in trauter Eintracht mit Finanzminister, Fernseher und Frau Meier wieder. Wenn es gegen die „Zirkulationssphäre“ geht, entstehen sonderbar anmutende Schulterschlüsse. Ein ebenso verbreiteter wie unreflektierter Bauch-Antikapitalismus verwechselt Gesellschaftskritik mit Wut auf „die da oben“, „Lügenpack“ und „Lügenpresse“.
Die Nationalsozialisten setzten „die Gierigen“ mit „den Juden“ gleich. Doch auch wer das nicht tut, kann sich in einer gefährlichen Nähe zum Antisemitismus befinden, ohne sich darüber im Klaren zu sein. Weiterlesen

Heuschrecken, Gier und Weltverschwörung

Regressiver Antikapitalismus und das antisemitische Ressentiment

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 19 Uhr, Halle (Saale)                                                   VL Ludwigsstraße, Ludwigsstraße 37

Eine Veranstaltung von VL Ludwigstraße

Je länger die weltweite ökonomische Krise dauert, desto beliebter sind einfache Erklärungen. Geht es gegen Banken und „die Finanzmärkte“, sind sich fast alle einig: Parteipolitiker, Gewerkschaften, Linke, Rechte, diverse Verschwörungsphantasten und wer sonst alles in Krisenzeiten das Wort ergreift. Alle miteinander halten sie “die Gierigen, die den Hals nicht voll genug kriegen” für die Verursacher der Krise. Auch manch vermeintlich radikaleR KapitalismuskritikerIn findet sich da in trauter Eintracht mit Finanzminister, Fernseher und Frau Meier wieder. Wenn es gegen die „Zirkulationssphäre“ geht, entstehen sonderbar anmutende Schulterschlüsse. Ein ebenso verbreiteter wie unreflektierter Bauch-Antikapitalismus verwechselt Gesellschaftskritik mit Wut auf „die da oben“, „Lügenpack“ und „Lügenpresse“.
Die Nationalsozialisten setzten „die Gierigen“ mit „den Juden“ gleich. Doch auch wer das nicht tut, kann sich in einer gefährlichen Nähe zum Antisemitismus befinden, ohne sich darüber im Klaren zu sein. Weiterlesen

Schön, dass uns die Arbeit ausgeht

Ein Plädoyer für massive Arbeitszeitverkürzung

Workshop mit Lothar Galow-Bergemann

Samstag, 6. Oktober 2018, 16 Uhr, Bochum                                                    Goldkante, Alte Hattinger Straße 22, 44789 Bochum

im Rahmen des Seminars Keine Arbeit für Niemand! der Grünen Jugend NRW

Wenn ältere Leute davon erzählen, dass es einmal so etwas wie Vollbeschäftigung gab und die Aussicht, sich durch Arbeit lebenslang seinen Unterhalt zu sichern, so klingt das wie aus einer fernen, längst vergangenen Zeit. Opas Welt kehrt in der Tat nicht wieder. Seit langem schmelzen sichere Arbeitsplätze wie Schnee an der Sonne und in den kommenden 20 Jahren wird jeder zweite Job in Europa und den USA verschwinden, weil künstliche Intelligenz und Roboter das viel besser und billiger können. Aber warum macht uns das eigentlich Angst? Es wäre doch Freude angesagt. Schließlich träumen Menschen seit Jahrtausenden davon, ihr Leben mit Angenehmerem verbringen zu können als ausgerechnet mit Arbeit. Weiterlesen

1968 – Erinnerungen und Reflexionen eines Zeitzeugen

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Samstag, 8. September 2018, 19 Uhr, Mönchengladbach                                   Ladenlokal, Eickener Straße 12, 41061 Mönchengladbach

Eine Veranstaltung von SJD-Die Falken KV Linker Niederrhein 

Mit Jahrgang 1953 wenigstens unter den 68ern noch einer der Jüngsten. Aufgewachsen in miefigen und verklemmten Adenauerzeiten, umgeben von autoritären Charakteren, Spießern und alten Nazis. Homo politicus seit dem Mord an Benno Ohnesorg. Explodiert, provoziert und rebelliert, als „Jugend, Zeitwende und Produktivität“ zusammenfielen. Begeistert von Marx, Marcuse und Mondlandung.                                                                                                               Bald darauf engagiert in Gewerkschaft, Friedensbewegung – und einer dogmatischen Partei. Fortschritte, Fehler und Frustrationen. Trotzdem: Sollen Rechte heute mit einem Wort beschreiben, was sie am meisten hassen, sagen sie: „1968!“ Ein gutes Gefühl.                                                                                                                           Weiterlesen

Was heißt Antifaschismus in Zeiten von AfD und Djihadismus?

Workshop mit Lothar Galow-Bergemann

Samstag, 22. September 2018, 9.15 Uhr bis 12.30 Uhr, Niederbeisheim Tagungshaus Mühlrain

im Rahmen des Krisis-Seminars: Die geschlossene Gesellschaft und ihre Freunde

Der Vortrag kann mittlerweile HIER gehört werden.

Seit vier Jahren explodieren Dumpfbackentum und Gewalt. 2014 skandierten erstmals seit 1945 wieder Massenaufmärsche in Deutschland „Tod den Juden!“ Organisiert wurden sie von Islamisten, Nazis und Linksreaktionären, deren antisemitischer Hass gegen Israel sie zusehends zusammenführt. Weltweit häufen sich djihadistische Terroranschläge auf jüdische Einrichtungen, auf Symbole von Religionskritik, Meinungs- und Redefreiheit und auf Menschen, die einfach nur ihr Leben genießen oder feiern wollen.

Doch damit nicht genug. Schon bald nach dem kurzlebigen „Sommermärchen“ von 2015 offenbarte sich im kollektiven Herbeiphantasieren einer angeblichen „Flüchtlingskrise“ eine tief sitzende Menschenfeindlichkeit großer Teile der deutschen Mehrheitsbevölkerung. Kaschiert wird sie mit der Floskel, „wir“ könnten ja schließlich „nicht alle aufnehmen“. Ein rassistischer und gewalttätiger Mob agiert gegen Geflüchtete und wirkliche oder eingebildete MuslimInnen. Die AfD rückt immer weiter nach rechts und nimmt protofaschistische Züge an. Sie verliert deswegen nicht etwa an Zustimmung, sondern treibt die anderen Parteien vor sich her. Weiterlesen

Nicht immer leicht zu checken: Was ist Antisemitismus?

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Samstag, 11. August 2018, 13 Uhr, Mittelhessen

im Rahmen des BASH Antifa Sommercamp 2018

Antisemitismus tritt in vielen Gewändern auf – in rechten, linken, muslimischen und solchen der vermeintlich „guten Mitte der Gesellschaft“. Als offener Judenhass ist er am leichtesten zu erkennen. Seine subtilen Formen sind hingegen viel weiter verbreitet. Die selbstgerechte deutsche Mehrheitsgesellschaft spricht schamlos von ihrer angeblichen „christlich-jüdischen Tradition“ und redet sich auf „importierten“ Antisemitismus heraus. Vom eigenen will sie nichts wissen. In Deutschland hat man schließlich gelernt, dass Antisemitismus schlecht ist. Verstanden hat man ihn trotzdem nicht. Dieser Zustand ermöglicht es, dass man gleichzeitig antisemitischen Denkmustern anhängen und davon überzeugt sein kann, nichts damit zu tun zu haben. Weiterlesen

Wer vom Kapitalismus nicht reden will, sollte von Nachhaltigkeit schweigen

Warum wir mit „unserer Wirtschaft“ nie eine ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Gesellschaft erreichen werden

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Dienstag, 31. Juli 2018, 14 Uhr, Bochum
Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstr. 150

Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionswoche Die Greenweek RBU des AStA der Ruhr-Universität Bochum

Alle sind für Umweltschutz, aber die Müllberge werden immer größer. Alle sind für soziale Gerechtigkeit, aber Kinder- und Altersarmut nehmen zu. Alle wünschen sich mehr freie Zeit zum Leben, aber müssen immer mehr und länger arbeiten. Niemand will die Krise, aber keiner kriegt sie in den Griff. Es mangelt nicht an gutem Willen, dieser verhängnisvollen Dynamik etwas entgegen zu setzen. Doch immer wieder stoßen entsprechende Initiativen an unüberwindlich scheinende Grenzen. Wunsch und Wirklichkeit in dieser Gesellschaft gehen oft so weit auseinander, dass sich die Frage aufdrängt, ob sie möglicherweise ganz grundsätzliche Konstruktionsfehler hat. Diese liegen in einem Wirtschaftssystem, das nur funktionieren kann, wenn es buchstäblich die ganze Welt seinen Zielen Wachstum, Arbeit und Profit unterwirft. Weiterlesen

Industrie 4.0 – Zum Stand der gewerkschaftlichen Diskussion.

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Dienstag, 17. Juli 2018, 19.00 Uhr, München                                                 Gewerkschaftshaus, Raum C0.04 Kurt Eisner, Schwanthalerstraße 64

Eine Veranstaltung des DGB Bildungswerks Bayern in Kooperation mit arbeit und leben München, Münchner Volkshochschule, DGB Kreisverband München und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München

Der Vortrag ist mittlerweile HIER zu hören.

Stichworte wie „Industrie 4.0“ und „Digitalisierung der Arbeit“ stehen für eine Dynamik der Produktivkraftentwicklung, die unsere Gesellschaft in den kommenden beiden Jahrzehnten enorm verändern wird. Wir werden mit weniger Arbeit denn je immer größere Mengen stofflichen Reichtums schaffen können. Macht das noch mehr Menschen systemlogisch „überflüssig“, so drohen riesige soziale Verwerfungen. Doch es bieten sich auch ungeahnte Chancen. Weiterlesen

Audio: Arbeit macht unfrei

Zum Zusammenhang von Arbeitsfetisch und Antisemitismus

Vortrag von Lothar Galow-Bergemann

gehalten am 9. Mai 2018 in Berlin 

Wer streikt, macht zwei Erfahrungen: Dass es gut ist, sich zu wehren. Und dass, selbst wenn man erfolgreich war, danach doch alles irgendwie beim Alten bleibt. Dass wir lebenslänglich arbeiten-müssen-um-Geld-zu-verdienen-damit-wir-leben-können ist das ungeschriebene, aber höchste Gesetz der bürgerlichen Gesellschaft. Arbeit sei so etwas wie Natur, lautet der allgemeine Konsens. Wer etwas gegen sie hat, gilt als verrückt oder faul, meistens als beides.

Nicht immer wurde die Arbeit so überhöht wie heute. In der Antike hatte sie sogar einen ausgesprochen schlechten Ruf. Mit Beginn der Neuzeit jedoch erfuhr sie religiöse Weihen. Das protestantische Arbeitsethos stand an der Wiege des Kapitalismus. Das Bürgertum, die Arbeiterbewegung und der Nationalsozialismus haben die Arbeit förmlich verherrlicht.

Doch auch wenn es dem herrschenden Bewusstsein noch so uneinsichtig ist: Arbeit und nützliches/ sinnvolles/lustvolles Tätigsein sind zwei Paar Stiefel. Weiterlesen

AntiBa – der Barbarei entgegentreten!

Antifaschismus in Zeiten von AfD und Djihadismus.

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Montag, 4. Juni 2018, 19 Uhr, Berlin                                                                         Remise der „Magda19“, Magdalenenstraße 19

Eine Veranstaltung von Emanzipative Antifaschistische Gruppe Berlin

Seit vier Jahren explodieren Dumpfbackentum und Gewalt. 2014 skandierten erstmals seit 1945 wieder Massenaufmärsche in Deutschland „Tod den Juden!“ Organisiert wurden sie von Islamisten, Nazis und Linksreaktionären, deren antisemitischer Hass gegen Israel sie zusehends zusammenführt. Weltweit häufen sich djihadistische Terroranschläge auf jüdische Einrichtungen, auf Symbole von Religionskritik, Meinungs- und Redefreiheit und auf Menschen, die einfach nur ihr Leben genießen oder feiern wollen.

Doch damit nicht genug. Schon bald nach dem kurzlebigen „Sommermärchen“ von 2015 offenbarte sich im kollektiven Herbeiphantasieren einer angeblichen „Flüchtlingskrise“ eine tief sitzende Menschenfeindlichkeit großer Teile der deutschen Mehrheitsbevölkerung. Kaschiert wird sie mit der Floskel, „wir“ könnten ja schließlich „nicht alle aufnehmen“. Weiterlesen

„Youth Against Antisemitism“ mit Preis ausgezeichnet

Am 10. April 2018 wurde das Festival „Youth Against Antisemitism“, das wir seit 2014 zusammen mit dem Esslinger Jugend- und Kulturzentrum Komma und dem Jungen Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Region Stuttgart e.V. durchführen, vom  Bündnis für Demokratie und Toleranz gegen Extremismus und Gewalt (BfDT), mit einem Preis in Höhe von 1000 Euro gewürdigt. Wir freuen uns. Das Geld geht selbstverständlich ins nächste Youth Against Antisemitism, das im Dezember des Jahres stattfinden wird. Weiterlesen

Heuschrecken, Gier und Weltverschwörung

Regressiver Antikapitalismus und das antisemitische Ressentiment

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Mittwoch, 16. Mai 2018, 19.00 Uhr, Aachen                                                               Autonomes Zentrum, Hackländerstraße 5

Eine Veranstaltung von Diskursiv Aachen 

Je länger die weltweite ökonomische Krise dauert, desto beliebter sind einfache Erklärungen. Geht es gegen Banken und „die Finanzmärkte“, sind sich fast alle einig: Parteipolitiker, Gewerkschaften, Linke, Rechte, diverse Verschwörungsphantasten und wer sonst alles in Krisenzeiten das Wort ergreift. Alle miteinander halten sie “die Gierigen, die den Hals nicht voll genug kriegen” für die Verursacher der Krise. Auch manch vermeintlich radikaleR KapitalismuskritikerIn findet sich da in trauter Eintracht mit Finanzminister, Fernseher und Frau Meier wieder. Wenn es gegen die „Zirkulationssphäre“ geht, entstehen sonderbar anmutende Schulterschlüsse. Ein ebenso verbreiteter wie unreflektierter Bauch-Antikapitalismus verwechselt Gesellschaftskritik mit Wut auf „die da oben“, „Lügenpack“ und „Lügenpresse“.

Die Nationalsozialisten setzten „die Gierigen“ mit „den Juden“ gleich. Doch auch wer das nicht tut, kann sich in einer gefährlichen Nähe zum Antisemitismus befinden, ohne sich darüber im Klaren zu sein. Weiterlesen

Arbeit macht unfrei

Zum Zusammenhang von Arbeitsfetisch und Antisemitismus

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Mittwoch, 9. Mai 2018, 19 Uhr, Berlin                                                                    Humboldt-Universität, Unter den Linden 6, Hauptgebäude, Hörsaal 1072

Eine Veranstaltung von la:iz und RIA

Der Vortrag ist mittlerweile HIER zu hören

Wer streikt, macht zwei Erfahrungen: Dass es gut ist, sich zu wehren. Und dass, selbst wenn man erfolgreich war, danach doch alles irgendwie beim Alten bleibt. Dass wir lebenslänglich arbeiten-müssen-um-Geld-zu-verdienen-damit-wir-leben-können ist das ungeschriebene, aber höchste Gesetz der bürgerlichen Gesellschaft. Arbeit sei so etwas wie Natur, lautet der allgemeine Konsens. Wer etwas gegen sie hat, gilt als verrückt oder faul, meistens als beides.

Nicht immer wurde die Arbeit so überhöht wie heute. In der Antike hatte sie sogar einen ausgesprochen schlechten Ruf. Mit Beginn der Neuzeit jedoch erfuhr sie religiöse Weihen. Das protestantische Arbeitsethos stand an der Wiege des Kapitalismus. Das Bürgertum, die Arbeiterbewegung und der Nationalsozialismus haben die Arbeit förmlich verherrlicht.

Doch auch wenn es dem herrschenden Bewusstsein noch so uneinsichtig ist: Arbeit und nützliches/ sinnvolles/lustvolles Tätigsein sind zwei Paar Stiefel. Weiterlesen

Nicht immer leicht zu checken: Was ist Antisemitismus?

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Montag, 7. Mai 2018, 20.15 Uhr, Freiburg                                                                     Albert-Ludwigs-Universität, KGIII, HS 3043

Eine Veranstaltung des Referats gegen Antisemitismus im StuRa der Uni Freiburg

Antisemitismus tritt in vielen Gewändern auf – in rechten, linken, muslimischen und solchen der vermeintlich „guten Mitte der Gesellschaft“. Als offener Judenhass ist er am leichtesten zu erkennen. Seine subtilen Formen sind hingegen viel weiter verbreitet. Die selbstgerechte deutsche Mehrheitsgesellschaft spricht schamlos von ihrer angeblichen „christlich-jüdischen Tradition“ und redet sich auf „importierten“ Antisemitismus heraus. Vom eigenen will sie nichts wissen. In Deutschland hat man schließlich gelernt, dass Antisemitismus schlecht ist. Verstanden hat man ihn trotzdem nicht. Dieser Zustand ermöglicht es, dass man gleichzeitig antisemitischen Denkmustern anhängen und davon überzeugt sein kann, nichts damit zu tun zu haben. Weiterlesen

Wer vom Kapitalismus nicht reden will, sollte von Nachhaltigkeit schweigen

Warum wir mit „unserer Wirtschaft“ nie eine ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Gesellschaft erreichen werden

Vortrag von Lothar Galow-Bergemann

Donnerstag, 26. April 2018, 19.00 Uhr, Witzenhausen                                                  Rathaussaal, Am Markt 1

Anschließend Podiumsdiskussion mit: Silvia Hable (transition
town), Daniel Rüde (Solawi Freudenthal), Anna-Gertrud
Siekmann (Weltladen) und Jürgen Müller (Vereinigung
ökologischer Landbaubetriebe Hessen). Moderation:
Dr. Sonja Biewer (Uni Kassel, UNIKAT).

Eine Veranstaltung im Rahmen der Woche der Witzenhäuser

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